Unter Traktoren oder: Hier kein Denkmal für Mussolini

Traktor

Am Theodor-Heuss-Platz, fotografiert vor 1984.

Kommentare

2 Kommentare zu “Unter Traktoren oder: Hier kein Denkmal für Mussolini”

  1. ... der Trittbrettschreiber am Dezember 2nd, 2019 8:12 am

    Mir waren und sind Bauern seit meiner Kindheit immer suspekt. Sie waren meine erste Wahrnehmung von Parallelwelten. Probleme wurde immer handfest, meist mit bubbernden Traktoren gelöst oder riesigen Gummihandschuhen, die in Kühe gleiteten. Kurze knappe, meist mit hellen Stimmen aus rötlichen glücklich scheinenden Gesichtern in die Weite des Stalls schmetternde Befehle sind in meiner Erinnerung eingebrannt aber auch das duftende Mettwurstbutterbrot, dass mir auf der Schwelle zum Heuboden schmeckte, bevor es wieder zum Toben im getrockneten Gras ging. Fritze, der Knecht mit dem einen Auge, der die Kaltblüter Maxe und Schimmel meist unter heißeren Flüchen einspannte war für mich so ein Wesen zwischen Pferd, Schmied und Perpetuum Mobilé aus rostigem Eisen – erst später wurde mir klar, dass er ein wunderbarer allerdings recht wortkarger Mensch mit einer langen Geschichte war, die auf diesem Hof zuende ging.
    Lange danach hatte ich wieder eine Begegnung mit bäuerlicher Problemlösung: Ich lag ganz lasziv mit meiner Freundin auf einem Stoppelfeld im Sommer. Der Bauer sah uns von weitem, bestieg seinen Traktor und wollte uns einfach über den Haufen fahren. Jetzt wird wohl sein Sohn in Berlin sein, schnaubend auf seinem Traktor, mit dem man so viel Gutes tun kann.

  2. rainer am Dezember 7th, 2019 1:02 pm

    …meine Oma sagte immer:….wenn du fünf Minuten Zeit hast, gehe einen Bauern verprügeln. Dann tust du immer eine gutes Werk.

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