Besser nicht gemeinsam feiern

Kristina Dunz

Wenn „das Netz“ und „Journalisten“ gemeinsam feiern, muss irgendwas falsch sein – und mir stellen sich prophylaktisch die Nackenhaare auf. Und jetzt alle gemeinsam. Klatschmarsch. Ich kenne keine Parteien mehr.

Nein, ich feiere Kristina Dunz nicht. Dunz fragte Trump: „Warum machte Ihnen eigentlich Pressevielfalt so große Angst, dass sie so oft von ,Fake News‘ sprechen und dann selbst Dinge behaupten, die dann nicht belegt werden können wie die Äußerung, Obama habe sie abhören lassen?“

Eine typische deutsche Suggestiv-Frage. Wie kann man nur so naiv sein und annehmen, Politiker müssten die Wahrheit sagen? Das ist nicht ihr Job. Tilo Jung hat ganz richtig kommentiert: „Ask those German reporters. Funny enough: They don’t ever question Merkel like this.“

Wenn ich Trump wäre, hätte ich geantwortet: „Listen, I’m a politician which means I’m a cheat and a liar, and when I’m not kissing babies I’m stealing their lollipops. But it also means I keep my options open.“

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