Atypisches Proletariat

Hans-Böckler-Stiftung: “Rund 39 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland waren 2015 in Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs tätig. Zwar stieg auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit, noch stärker hat allerdings die atypische Beschäftigung zugenommen.”

Die Bundestagsfraktion der Linken veröffentlicht, wieviel Menschen tatsächlich arbeitslos sind:

Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im April 2016: 3.561.405. Die Bundesregierung behauptet, es gebe nur rund 2,7 Millionen Arbeitslose.

Kommentare

3 Kommentare zu “Atypisches Proletariat”

  1. ... der Trittbrettschreiber am Mai 8th, 2016 2:44 pm

    awatt – einmal bielefeld mehr oder weniger, gips doch nich.

  2. tom am Mai 8th, 2016 7:02 pm

    Ich bin auch nicht in der Statistik (seit > 15 Jahren), obwohl ich keine Arbeit habe, die ich gegen Bezahlung verrichte. Ok, ich gebs zu, ich will auch keine. Weil ich auch kein Geld bekäme, versuche ich nicht, mich in die Statistik hineinzudrängeln.
    Werden solche Typen eigentlich irgendwie statistisch erfasst: prinzipiell und tatsächlich arbeitsfähig, aber ohne Interesse?

  3. Temnitzbiber am Mai 9th, 2016 9:00 pm

    Interessant wäre noch die Frage, wieviel Leute aus oder nach Deutschland zur arbeit pendeln und wie sich das in der Statistik niederschlägt. Noch interessanter: Wieviel davon nutzlose Scheinarbeit ist – vom Steuerberater bis zum Formel1-Deppen.

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