Babylonien, revisited, 29.0

Babylonien, revisited, 29.0: Baoulé, aka Baule or Bawule, ist eine Tano-Sprache der Akan. Der Mann sprach auch fließend Deutsch und kam von der Elfenbeinküste.

Verdammt, ich weiß zu wenig über die afrikanischen Völker. Das hört sich doch alles sehr interessant an.
Über die Herkunft der heutigen Akan Ghanas und der Elfenbeinküste lässt sich nichts Genaues sagen, da diesbezügliche archäologische Beweise (noch) nicht existieren. Die mündliche Tradition der Akan verweist auf das Reich Kong, das im Mittelalter im Quellgebiet des Schwarzen Volta (im Westen des heutigen Burkina-Faso) existiert hat oder/und auf das Gebiet des bereits existierenden oder späteren Gonja-Reiches. Von hier aus zog man in den Regenwald, wobei es gemäß der Überlieferung zur Aufspaltung zwischen Aschanti und Fanti kam. (…) Mit seinem Sieg über das mächtige Denkira 1701 begann der Aufstieg Asantes zu einem der stärksten und politisch bedeutsamsten Königreiche Westafrikas, das anfangs vor allem durch den Gold- und Kolahandel gedieh. Mit der steigenden Nachfrage nach Sklaven durch die Europäer und arabische Händler fand der Wohlstand auch ein weiteres Fundament im Sklavenhandel.

Kommentare

3 Kommentare zu “Babylonien, revisited, 29.0”

  1. ... der Trittbrettschreiber am April 5th, 2016 8:25 pm

    „Verdammt, ich weiß zu wenig über die afrikanischen Völker.“

    vielleicht habe ich während meines seit den 70ern mühsam durchgeführten Umerziehungsprozesses etwas falsch oder immer noch nicht richtig verstanden – es gibt also doch Völker und folgerichtig völkisches Denken?
    Ich hatte mich schon, wenn auch immer wieder stutzend, an Begriffe wie „System“ oder auch „Gesellschaft“ gewöhnt. Nun denn, seit ein Kollege mir einst empfahl, unser Leiharbeiterimage zu verbessern, damit Arbeitgeber diese Rasse wohlwollender sehen, werde ich wohl oder Übel nochmal umlernen müssen und einen Grundkurs bei der VHS belegen: Rassismus als höflicher Phänotypus in modernen Verdrängungskontexten. :-( … is aber auch anstrengend.
    Das Favorisieren des Lokalen ist sicher eine Reaktion auf die gefühlt nur nehmende Globalisierung. Na mal sehen, was da noch so angedenkt kommt.

  2. admin am April 6th, 2016 4:43 am

    „Volk“ muss man doch nicht rassistisch definieren. Der Begriff ist ehrlicher als „Ethnie“ und bedeutet dasselbe. https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnie

  3. ... der Trittbrettschreiber am April 6th, 2016 7:08 am

    :-) … danke Burks – ich war schon drauf und dran, mich meiner Zeit zu unterwerfen. Später dann also, wenn die Widerstands-Kräfte sich müde aus dem Fenster schleichen und andere Jünger des Neinsagens heimsuchen. Aber der Tag wird kommen, an dem ich meine irritierte Meinung den trägen Wogen des Mainstreams opfern muss.

Schreibe einen Kommentar