Vernahm ich mit Wollust wieder

unnaextrablatt

Dicht hinter Hagen ward es Nacht,
Und ich fühlte in den Gedärmen
Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst
Zu Unna, im Wirtshaus, erwärmen.

Ein hübsches Mädchen fand ich dort,
Die schenkte mir freundlich den Punsch ein;
Wie gelbe Seide das Lockenhaar,
Die Augen sanft wie Mondschein.

Den lispelnd westfälischen Akzent
Vernahm ich mit Wollust wieder.

(Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen)

Nein, sie ist rothaarig, sehr schön und die fitteste und schnellste Studentin Kellnerin, die ich jemals gesehen habe. (Das untere Bild zeigt eine andere Kneipe als die oben erwähnte.)

Kommentare

4 Kommentare zu “Vernahm ich mit Wollust wieder”

  1. ...der Trittbrettschreiber am Oktober 26th, 2014 10:46 am

    Gedichtinterpretation für Lehramtsanwärter 2014

    – Dicht hinter Hagen ward es Nacht,…..STIMMT!

    – Und ich fühlte in den Gedärmen Ein seltsames Frösteln. ….. Heinrich on the road.

    – Ich konnte mich erst
    Zu Unna, im Wirtshaus, erwärmen. … ach ja, damals.

    – Ein hübsches Mädchen fand ich dort,
    Die schenkte mir freundlich den Punsch ein;
    … das war vor den 80ern!

    – Wie gelbe Seide das Lockenhaar,
    Die Augen sanft wie Mondschein.. Femen in der Romantik.

    -Den lispelnd westfälischen Akzent
    Vernahm ich mit Wollust wieder.
    … och mönsch Heinrich, heute wärest Du schräg, wenn schon lispeln, dann aber auch schielen.

  2. Alter Westfriedhof Unna oder: Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, erläutert anhand zweier Grabmäler : Burks' Blog am Oktober 27th, 2014 12:43 am

    […] und von Studenten schon um 23 Uhr zu? Das ist ja wie zu Zeiten, als ich noch Schüler hier war. Franzi wird aber hoffentlich in ein, zwei Jahren noch Bier […]

  3. Werner Schmidt am Oktober 27th, 2014 11:27 am

    Ein schönes Gedicht dank Heinrich Heine, das hatte wenigstens noch alles Klasse und Stil, da muß man sich nicht drüber lustig machen, sowwie das manche tun.

  4. ...derTrittbrettschreiber am Oktober 28th, 2014 12:28 pm

    :-(

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