Bange machen gilt nicht

Ein Kommentar von mir in der taz: “Wer hat Angst vor der bösen NSA? – Ja, ich bin ein Extremist – im Sinne der NSA. Ja, ich bekenne: Ich habe Tor und andere Anonymisierungsdienste genutzt und werde das weiterhin tun. Ich beschäftige mich oft mit dem Thema und suche im Internet danach. Deswegen bin ich in der NSA-Datenbank XKeyscore vermutlich schon gespeichert. Wenn nicht, wäre ich empört. Ich hielte es für unerträglich, wenn das Imperium des Bösen mich für harmlos hielte. [mehr…]

Sensationell ist, dass die taz mehr Links in den Artikel hineingedröselt hat als ich in das Original-Manuskript… Geht also.

In der Mitte meines Manuskripts hieß es: “Viel schlimmer als diejenigen, die keine Ahnung von Sicherheit im Internet haben wollen, sind die Defätisten, die mit geheimnisvoller Miene murmeln: “Die sind eh schon drin. Man kann nichts tun.” Hier meine Verschwörungstheorie: Vermutlich werden gerade die von Geheimdiensten bezahlt. Das genau wollen die erreichen: Dass niemand mehr etwas unternimmt.”

Der letzte Satz sollte heißen: “Wer nach einer Reform oder gar einer Kontrolle der Dienste ruft, ist nicht nur naiv, sondern vergisst – oder ist nur zu feige – die Systemfrage zu stellen.” (hat die taz mittlerweilie ergänzt).

Kommentare

2 Kommentare zu “Bange machen gilt nicht”

  1. Crazy Eddie am Juli 5th, 2014 6:50 am

    Alle Unschuldigen verhaften, wer dann noch frei rumläuft, muß der Täter sein. Umgemünzt aufs Internet hieße das: Verdächtig machen sich vor allem jene, die weder Internet noch sonstige moderne Kommunikationsmittel verwenden. Ein gutes aktuelles Beispiel ist die russische Armee an der Grenze zur Ukraine, deren Führungsverbindungen anscheinend über Feldkabel und berittene Kuriere verlaufen.

  2. lepus am Juli 5th, 2014 11:21 pm

    “vergisst – oder ist nur zu feige – die Systemfrage zu stellen.”
    Na klar – der Kapitalismus ist schuld. Wer sonst?
    Alle vergesslich oder feige, nur die marxistischen Durchblicker nicht. Wie immer. Langweilig.

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