Schöne Körper(teile) für Männer

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Dieser Avatar-Laden bietet ungefähr das ästhetisch Anspruchsvollste, was man in Secondlife zur Zeit finden kann. Ein virtueller Körper kostet rund 2000 Lindendollar, das sind ungefähr sechs Euro, der unten abgebildete Körperteil noch mal so viel.

Ich weiß nicht, ob Frauen solche Körper attraktiv finden oder ob vorwiegend Schwule virtuell so aussehen wollen. Das jeweils herrschende Schönheitsideal einer Gesellschaft ist bekanntlich relativ. „Die evolutionsbiologische Erklärung für Schönheitsideale ist, dass empfundene Schönheit mit evolutionär vorteilhaften Eigenschaften korreliert. (…) Schönheitsideale spiegeln immer auch die in der jeweiligen Gesellschaft herrschenden Machtverhältnisse wider. Gebräunte Haut etwa, die von jeher ein Zeichen von Unterprivilegierung war, wurde in den 1960er Jahren zum Schönheitsattribut, als die besser verdienenden Kreise das Mittelmeer als Urlaubsziel entdeckten.“

Interessant erscheint mir der gegenwärtige Trend in kapitalistischen Gesellschaften, den Körper künstlich modifizieren zu wollen – dazu gehört im weiteren Sinne auch Piercing. Der Körper wird zum Transportmedium bestimmter sozialer Zeichen. Das müsste ja nicht so sein – man könnte stattdessen auch die Kleidung benutzen.

Ich glaube auch nicht, dass ein Waschbrettbauch zu allen Zeiten als schön galt. Wikipedia über die Antike: „Fettleibigkeit hatte jedoch keinen negativen Beiklang, sondern galt im Gegenteil als begehrtes Wohlstandszeichen“. Aber eben vemutlich nur für Männer. Und über das so genannte Mittelalter: „langes Haar war auch das wichtigste Attribut des schönen Mannes“. Sag ich doch!

Kommentare

3 Kommentare zu “Schöne Körper(teile) für Männer”

  1. elvis am April 28th, 2014 12:01 pm

    Ich glaube auch nicht, dass ein Waschbrettbauch zu allen Zeiten als schön galt.

    Hat jemand die Filme SPARTACUS oder Der Gladiator gesehen wo alle mit Waschbrettbauch und locker 30 cm langen Schwänzen rumrennen und Dolche und Schwerter benutzen die schärfer als jede Rasierklinge sind?

    In der Realität waren die kämpfenden Sklaven eher alle fett und hässlich und die Schwerter so stumpf und schlecht das ein kräftiger Hieb oder ein Stich in das falsche Körperteil dazu führte, das so ein Schwert sich ganz schrecklich verbog.

    Die Waffen damals scheinen auch leicht wie Federn gewesen zu sein.

  2. graf zahl am April 28th, 2014 7:40 pm

    2000 Polygone für einen Penis? WTF?

  3. admin am April 29th, 2014 12:26 am

    Nicht Polygone, sondern Lindendollar

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