Die aus sozialer Arroganz erwachsene sentimentale Haltung gegenüber den Armen und Unterdrückten

„Außerdem (…) spürte er im Charakter des Mannes Züge, und nicht immer schöne, die ihm den eigenen verwandt erschienen: die auffahrend eitle Art, geboren aus Unsicherheit; der Drang, sich in den Vordergrund zu spielen, und die Unfähigkeit, Niederlagen zu ertragen; die fast devote Ehrfurcht vor dem Alt-Etablieren und gleichzeitig das Ressentiment dagegen; und die aus sozialer Arroganz erwachsene sentimentale Haltung gegenüber den Armen und Unterdrückten, oder denen, die er dafür hielt. “ (Stefan Heym in „Nachruf“ über Ferdinand Lasalle).

Das „Helfen“ im Lichterkettenmodus und seine Motive exakt beschrieben…

Kommentare

3 Kommentare zu “Die aus sozialer Arroganz erwachsene sentimentale Haltung gegenüber den Armen und Unterdrückten”

  1. .... der Trittbrettschreiber am Oktober 31st, 2013 3:42 pm

    der sentimentalen Haltung gegenüber den Armen und Unterdrückten, oder denen, die man dafür hält, ist ganz sanft beizukommen:

    http://www.repertorium-online.de/krankheiten/Arroganz.html

    …oder man holt sich eine Kugel im Morgengrauen, in Nebelschwaden auf der Lichtung, eins im Kampf gemeinsam mit den Auerhähnen, die in Sachen Vernunft immer authentisch sind.

    Allerdings verpasst man im ersten Fall die Chance, in einem die Gechichte überdauernden Nachruf zu verhallen.

    Wähle weise…

  2. eb am Oktober 31st, 2013 3:57 pm

    Yup. Das theoretische Leben nach selbstprofilierender Symbolik, – nicht nach Praxis bzw. real empfundener Menschlichkeit. Fast schon zeitlos. Oder, – unantastbare heilige Grenzen der Doppelmoral?

  3. Stefan am Oktober 31st, 2013 4:08 pm

    Heut schon das zweite lässige und brauchbare Zitat! Zitat.

    Danke!

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