Unter Lohnspreizern oder: Hugenberg revisited
„Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, alsodurch eine verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird. Eine Abfederung dieser Entwicklung ist durch verlängerte Arbeitszeiten, verminderten Urlaubsanspruch oder höhere Leistungsbereitschaft möglich.“ (Hamburger Appell, unterzeichnet auch vom Vorsitzenden der AfD)
Man kann hier deutlich sehen, dass die Angehörigen der Glaubensgemeinschaft Freier Markt(TM), also die Mehrheit der „Volkswirtschaflter“, die in den Medien als „Experten“ für ökonomische Fragen zitiert werden, schlicht den Klassenkampf im Sinne des Kapitals betreiben. Bei „höhere Leistungsbereitschaft“ stelle ich mir Zwangsarbeit und Bundesarbeitsdienst vor. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Für mich ist die AfD eine verkappte Neofaschisten-Partei, die zur Demokratie ein nur taktisches Verhältnis hat – wie unsere „Volkswirtschaftler“ eben auch. Wenn die Demokratie dem Kapital und der Profitmaximierung nicht mehr nützt, müssen eben Alternativen her. Hugenberg lässt grüßen. Es ist ja auch kein Zufall, dass die AfD bei jungen Männer im Beitrittsgebiet prozentual die meisten Wähler hat – also bei der klassischen Klientel der Nazis.
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2 Kommentare zu “Unter Lohnspreizern oder: Hugenberg revisited”
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http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/afd-partei-der-ratlosen-professoren
80 Professoren?
„Der AfD-Vorstand und die mittlerweile 328 Ökonomie-Professoren der AfD…“
Übrigens gab es in der DDR Professoren für Marxismus-Leninismus. Die waren sicher auch nicht beschränkter…