Komplizierte Speziallösung oder: You are intentionally screwing me

Zeit online zitiert einen „Experten“ bzw. Sprecher des Bundesinnenministeriums: „Wenn der Chaos Computer Club den sicheren De-Mail-Dienst ablehnt und stattdessen die Nutzung von spezieller Software wie OpenPGP oder GNU Privacy Guard fordert, dann setzt er auf komplizierte Speziallösungen, die für Hacker und versierte IT-Spezialisten verwendbar sind, kaum aber für technisch normal begabte Internet-Nutzerinnen und –Nutzer und sich deshalb in der Vergangenheit auch nicht durchsetzen konnten.“
Dieser Sprecher sollte sich mal beim Bundestag umsehen: „Sie möchten einem Abgeordneten oder der Verwaltung des Deutschen Bundestages eine verschlüsselte E-Mail senden? Auf der Seite http://adressbuch.bundestag.de/adressbuch/ können Sie nach Zertifikaten dieser Empfänger suchen. Damit ist eine geschützte Kommunikation mit dem S/MIME-Standard möglich“.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die beim Bundesinnenministerium wirklich alle so dumm sind. Vielleicht ist das nur eine Verschwörungstheorie, aber ich glaube, die verarschen uns absichtlich. Zitat Dr. Grace Augustine: „You are intentionally screwing me.“
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5 Kommentare zu “Komplizierte Speziallösung oder: You are intentionally screwing me”
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Ach Du meine Güte. Mein Rat kann nur noch sein, halten Sie sich von Experten fern. Komplizierte Speziallösung? Ein bisschen kleiner geht es nicht?
@burks: Ich reibe mir gerade die Augen. Da gibt es im Directory tatsächlich einen öffentlichen Schlüssel für diesen bekennenden (?) Internet-Ausdrucker:
Nachname Steinbrueck
Vorname Peer
Fraktion SPD
E-Mail Adresse peer.steinbrueck@bundestag.de
Zugehörig zu MdB
Zertifikat herunterladen
einbinden
Preisfrage: Zu jedem öffentlichen Schlüssel gehört bekanntlich ein (geheimzuhaltender) privater Schlüssel. Wer hat im Falle des Genannten darauf Zugriff?
(PS: Es ist richtig, dass etwa zur Kommunikation mit Behörden wie etwa Datenschützern seit Jahren bei Bedarf Bürger-zu-Behördenpoststelle verschlüsselt werden kann)
http://www.heise.de/tp/artikel/27/27182/1.html
Danke für den Link zu deinem tp-Artikel aus 2008.
Bürger-zu-Poststelle. Offenbar soll dieses bewährte Prinzip auf De-Mail übertragen werden.
OpenPGP ist eine Software? Das ist mir neu.