Tschto delat? oder: Seien Sie tief einsichtig!

One might call it a profound grasp of political affairs, the kind that allows someone to predict the past with absolute certainty and the future with unwavering ambiguity. It’s the rare ability to spin complex issues into elegantly oversimplified narratives, all while maintaining the illusion of deep intellectual rigor. –s 750
„Das moderne sozialistische Bewusstsein kann nur erstehen auf Grund tiefer wissenschaftlicher Einsicht.“ (Quelle)
Bürger! Die Feindsender machen sich heute Gedanken darüber, wie die AfD in vier Jahren die Mehrheit erringen könne:
Die Stärke im Osten ist bekannt. Doch nun vollzieht sich auch im Westen ein Wandel, erste Achtungserfolge werden erzielt. Plötzlich erhält die AfD in früheren SPD-Hochburgen wie Gelsenkirchen und Kaiserslautern die meisten Zweitstimmen, auch wenn es für die Direktmandate (noch) nicht reicht. In vielen ländlichen Gemeinden oder in klassischen Industriestädten wie etwa Ludwigshafen stimmen die meisten Wähler für die AfD. Im Süden und Südwesten des Landes ist die AfD mittlerweile gefestigt die zweitstärkste Kraft und will langfristig die Union und die SPD ablösen.
Weil jemand im Publikum mäkelte: Die AfD ist eine „Arbeiterpartei“, weil die Arbeiter sie wählen, nicht weil sie in der Tradition der Arbeiterbewegung stünde. Das Proletariat wählt in Deutschland mehrheitlich weder die Sozialdemokratie noch die so genannte Linke. Das sagt weniger über die Arbeiterklasse aus, aber mehr über die ideologische Verwahrlosung der ehemaligen Parteien in der Tradition von Marx, Engels und Lasalle.
„Die SPD macht schon lange keine Politik mehr für Arbeiter, sondern für Migranten, Arbeitslose und sich selbst als wichtig empfindende, laute Minderheiten“, meint der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD. Wer sich mehr „für die Einführung von Gender-Klos“ interessiere als für „den bezahlbaren Wocheneinkauf oder günstige Tankpreise“, müsse sich über schlechte Wahlergebnisse nicht wundern. Ob in der Pfalz oder im Ruhrgebiet: „Die neue Arbeiterpartei ist die AfD“, meint auch Münzenmaier.
Solche Aussagen sind angesichts des Wirtschaftsprogramms der AfD natürlich absurd und Orwellsches Neusprech: Zu unserem Verständnis von Sozialer Marktwirtschaft gehört ein gedeihliches Zusammenwirken von Unternehmern und Beschäftigten. Sie sind keine Gegner, sondern kooperieren im Geiste der Sozialpartnerschaft, um betriebliche Ziele zu erreichen und Interessengegensätze ins Gleichgewicht zu bringen.gelbe Gewerkschaften zu fordern.
Kapital und Arbeit sind keine „Partner“, sondern haben antagonistische Interessen. Basta. (Ich weiß nicht, was ein AfD-Anhänger sagen würde, wenn man ihn fragte, wie die Höhe der Löhne bestimmt zustandekommt?)
„…dürfte es klar sein, dass der Wert der Arbeitskraft bestimmt ist durch den Wert der Lebensmittel, die zur Produktion, Entwicklung, Erhaltung und Verewigung der Arbeitskraft erheischt sind.. (…) Durch Kauf der Arbeitskraft des Arbeiters und Bezahlung ihres Werts hat der Kapitalist, wie jeder andre Käufer, das Recht erworben, die gekaufte Ware zu konsumieren oder zu nutzen. (Ouelle)
Versuche, diese Sätze von Karl Marx aus „Lohn, Preis und Profit“ einfacher und verständlicher auszudrücken: „Die Rate des Mehrwerts wird, wenn alle andern Umstände gleichbleiben, abhängen von der Proportion zwischen dem zur Reproduktion des Werts der Arbeitskraft notwendigen Teil des Arbeitstags und der für den Kapitalisten verrichteten Mehrarbeitszeit oder Mehrarbeit. Sie wird daher abhängen von dem Verhältnis, worin der Arbeitstag über die Zeitspanne hinaus verlängert ist, in der der Arbeiter durch seine Arbeit nur den Wert seiner Arbeitskraft reproduzieren oder seinen Arbeitslohn ersetzen würde.“:
ChatGPT: Die Höhe des Mehrwerts (also der Gewinn des Kapitalisten aus der Arbeit des Arbeiters) hängt davon ab, wie der Arbeitstag aufgeteilt ist. Ein Teil des Tages wird dafür genutzt, den eigenen Lohn zu erwirtschaften – das ist die Zeit, in der der Arbeiter den Wert seiner Arbeitskraft „zurückverdient“. Alles, was er darüber hinaus arbeitet, nennt Marx „Mehrarbeit“ – diese Zeit schafft zusätzlichen Wert, den der Kapitalist als Profit einbehält. Je länger der Arbeiter also über die notwendige Zeit hinaus arbeitet, desto größer ist der Mehrwert für den Kapitalisten.
Zur „wissenschaftlicher Einsicht“ gehört, dass die Höhe der Löhne durch den Klassenkampf bestimmt wird und durch nichts anderes. Puls und Atmung noch normal, AFD-Anhänger?
Unser Feindsender weiter: „Gleichzeitig wächst in der Partei auch die Angst vor der neuen Mega-Fraktion. Die AfD hat jetzt schon Probleme, vernünftiges Personal zu finden.“ Vielleicht sollten sie mal bei denen nachfragen, die aus dem internationalen Recht kommen oder in Callcentern gearbeitet haben?
Kommentare
10 Kommentare zu “Tschto delat? oder: Seien Sie tief einsichtig!”
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Die AfD ist zweitstärkste Kraft in Westdeutschland – nicht nur in einigen Gebieten. Sie hat die SPD abgelöst.
Für Legastheniker nochmal das Dokument:
https://www.bundeswahlleiterin.de/dam/jcr/cb7780a8-0e25-46d1-90c8-dee397033936/btw25_heft2.pdf
„Что делать?“
Es wird nicht so ausgesprochen, wie es im Wiki steht.
Korrekte Schreibweise wäre:
„Sto delatsch?“
Aber wenn man keine Fremdsprachen beherrscht, ist das natürlich unbekannt.
In bürgerlicher Ideologie ist die Welt eine sittliche Veranstaltung wo Arbeiter billig & fleißig sind und Kapitalisten Arbeitsplätze schaffen.
Eine Höhere Macht mit unsichtbarer Hand besorgt daß alles sich zum guten Leben fügt.
Jetzt hätten Regierungsparteien versagt an der großen Aufgabe dem selbststabilsierendem Wirtschaften Manieren beizubringen weshalb die AfD bessere Versprechen macht die Chose durch Radikalisierung auf Vordermann zu bringen.
Warum Versagen? Der böhse Eigennutz!
Löhne kämen aus der Natur.
Im Weltbild der AfD sind pöhse Feinde die Linken.
Überall!
Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz!
https://www.youtube.com/watch?v=2pAr1IMiP6A
Wir brauchen mehr Moslems. Moslems wählen kaum die von der AfD. Das schreibt die JF – Achtung Feindgebiet.
Woher wissen die das?
Ein Leser schreibt dazu in seinem Leserkommentar
Gestern kamen übrigens die ersten von 160.000 Afghanen. Das sind die Helfer der Bundeswehr plus 4 Familienangehörige.
„Die AfD hat jetzt schon Probleme, vernünftiges Personal zu finden.“
AfD und vernünftig ist ein Oxymoron.
Mir fällt hier der alte Polenwitz ein:
Die Polizei hält einen polnischen Autofahrer an.
„Guten Tag! Entschuldigen Sie bitte, wir suchen einen Dieb.“
Der Pole Überlegt kurz und antwortet:
„Ok! Ich mach’s.“
Anders formuliert – macht ein passenden Angebot und ich bin dabei.
Von meinen polit. Überzeugungen kann ich mir genauso wenig kaufen wie von Floskeln „klimaneutral“ und „ökologisch“.
Also opportunistisch sein – Radatten ran!!
Aber die AfD’ler wollen ähnliche Gesinnungsnachweise erbracht haben wie Wagenknecht.
Unter 3 Vorstrafen wegen Volksverhetzung hat man kaum Chancen. Es sei denn, man kennt jemanden, den man eigentlich gar nicht kennen will…
Wie schätzt Burks die AfD-Entwicklung der nächsten 4 Jahre ein?
Höcke und Weidel werden nicht jünger.
Klar – Merz hat auch 20 Jahre gewartet.
Trotzdem fraglich, ob der AfD 4 weitere Jahre Opposition gut tun oder ob die besten Jahre nicht schon erreicht wurden…
AfD wird nicht gewählt obwohl sie rechts ist sondern weil.
Umgekehrt haben viele »besorgte Bürger« ein »gefestigtes rechtsextremes Weltbild«.
Die AfD wird nicht halbiert durch Nachpapageien.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1189322.afd-reise-nach-orbanien.html
Die Linke muß endlich ihren Arbeiterfetisch überwinden.
Ein großer Teil des erwirtschafteten Mehrwertes wird inzwischen durch Steuern und Sozialabgaben vom Staat abgeschöpft.
Man muß dazu nur die Bilanzen der Konzerne anschauen, die Gewinne vor & nach Steuern und die Lohnsumme auf der Kostenseite die auch die Sozialabgaben enthält.
Tatsächlich haben Kapital und Arbeiter in Interesse daran das ein möglichst großer Teil des Mehrwerts an sie ausgeschüttet wird (in Form von Dividenden und Erfolgsbeteiligung) und nicht an den Staat geht.
Das ist der Grund warum die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterklasse die Linke verraten hat.
In den 60er & 70er hätte die westdeutsche Arbeiterklasse die Chance gehabt unter der Führung linker Vordenker aus dem RAF Umfeld und den Stamokaps der SPD die Gesellschaft nach dem Vorbild der Deutschen Demokratischen Republik umzugestalten – und sie haben diese Chance verweigert. Der fette Daimler und das Ferienhaus in Spanien war wichtiger.
Ende der 80er hat die Arbeiterklasse in der Deutschen Demokratischen Republik den Sozialismus für Bananen und Auslandsurlaube verraten, obwohl sie über die Volkseigenen Betriebe Besitzer der Produktionsmittel gewesen sind.
Die Linke muß erkennen das bei der nächsten Revolution die Arbeitskraft der Arbeiter genauso wie das Kapital vergesellschaftet werden muß.
Statt dem Arbeiter ein Mitspracherecht einzuräumen das er nur misbrauchen würde (wie auch der Kapitalist sein Mitspracherecht misbrauchen würde) müssen die Arbeiter unter scharfer Kontrolle gehalten werden, damit der Mehrwert nicht zur Bedürfnisbefriedigung verschleudert sondern zum Vortrieb der Weltrevolution genutzt wird.
Dazu wird es auch nötig sein wie in der Deutschen Demokratischen Republik Maßnahmen umzusetzen die verhindern das die Arbeiter dem Sozialismus durch Verlassen des Landes ihre Arbeitskraft entziehen.
Albert, als Buchhalter blieb der große Erfolg wohl aus?
@Albert Rech
Genau, mein Reden seit eh und JE.
Alle mal in den Keller, Herr Ober, und die Tuer abschliessen. Sonst kommt ja niemand zum Feiern.
Auf der Strasse die linken Spinner und in den K(I)-Aemtern die Wahlrechtsverarschten.
Zischen muss es. Und Ploppen. Dann klappts auch mit dem Sozial-Ismuhs.
https://youtu.be/36eUMjVeLJw
@ Anonym
Sto delatsch????
Falsch. Ich spreche Russisch. Einigen wir uns auf anglo-amerikanische Transkription?
Yobanniy v rot ty blyadx.
Dein ‚Sto‘ ist auf Russisch ‚Einhundert‘.
Korrekt transkribiert: chto
Gesprochen: shto
Dem t in delatx folgt ein Weichzeitszeichen (znak). Das t wird weich gesprochen, mit einem fast unmerklichen leisen ch, also etwa tch. Das znak wird mit x transkribiert.