The Trump tape doesn’t matter oder: Was wirklich zählt

Ein ganz grandioser Kommentar von Mel Robbins auf CNN: „The Trump tape doesn’t matter“. Offenbar die einzige Journalistin, die verstanden hat, warum Trump die Wahl immer noch gewinnen könnte.

Zum Beispiel: Weil vor Artikeln von CNN diese Warnung steht: „Warning: This article contains offensive language.“ Was soll der Scheiß, ihr Vollpfosten? (So darf man nicht formulieren, aber so redet das Volk.)

Every dangerous and disgusting thing Trump says proves he’s not fit — and that’s the point. He’s not fit for the current „system.“ And that is exactly his appeal. When he opened his apology by saying, „I’ve never said I’m a perfect person, nor pretended to be someone that I’m not,“ he was making it clear. (…) Obama won his first election thanks to the emotions of hope and enthusiasm. Trump could win this election on the emotions of frustration and resentment. (…)

Polls in some swing states show Trump with narrow leads. According to Clinton’s fundraising emails, „Trump has TOO many paths to 270 electoral votes.“ (…)

If a vote for Trump is a middle finger to world, then a vote for Clinton can’t be a middle finger to Trump. It must be a vote for a system that has kept us united under one flag for centuries. And there’s no one who understands that system better, or how to fix it, than a woman who’s dedicated her whole life to working inside it.

Chapeau! So etwas würde in deutschen Medien nicht vorkommen. Die sind sich wieder mal einig im Trump-Bashing. Verstanden haben sie nichts.

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Kommentare

12 Kommentare zu “The Trump tape doesn’t matter oder: Was wirklich zählt”

  1. blu_frisbee am Oktober 11th, 2016 3:44 a.m.

    iss wie wenn Dieter Bohlen als Kanzlerkandidat
    https://www.youtube.com/watch?v=Xoyq-Rka__Q
    (oder Robert Geiss) [wie macht man hier hrefs?]

  2. ... der Trittbrettschreiber am Oktober 11th, 2016 5:53 a.m.

    Vielleicht geht es einfach um Hormone. Welcher dieser Narzisten vereint die meisten nach jedweder Zuwendung Strebenden hinter sich? Was erwartet die Welt – weiter etabliertes Siechtum oder einen Slapstick-Untergang?

  3. andreas am Oktober 11th, 2016 9:17 a.m.

    ich kann mir vorstellen, dass trump nicht trotz sondern wegen seiner sprüche gewinnt. das entsetzen einiger republikaner ist nur charade und wird sich nach den nächsten umfragen in denen blondie vorne liegt recht schnell legen. so ein pöstchen in der nächsten regierung, mhh, will man darauf verzichten. abgesehen davon können wir eh nix ändern. gratuliert wird höflich, man bleibt beste freunde.

  4. admin am Oktober 11th, 2016 11:56 a.m.
  5. andreas am Oktober 11th, 2016 1:02 p.m.

    Fuck me dead! This fucking Wehling bitch fucking spot on con-fucking-firms what I fucking well wrote in tha fucking box. Cunt.

  6. Wolf-Dieter Busch am Oktober 11th, 2016 4:19 p.m.

    Trump-Wähler sind Protest-Wähler. So what.

  7. blu_frisbee am Oktober 11th, 2016 10:37 p.m.

    Die herkömmliche Politanalyse (besonders deren erbärmlicher Stand on Döland) kapiert wieder mal garnix, insbesondere nicht daß Trump ein anderes Spiel macht, quasi der Dick Fosbury des Wahlkampfs.
    Weire kommt man mir der https://de.wikipedia.org/wiki/Cleavage-Theorie Runciman hat da ein interessantes longread abgeliefert:
    https://www.theguardian.com/politics/2016/oct/05/trump-brexit-education-gap-tearing-politics-apart

  8. Ruedi am Oktober 12th, 2016 12:04 p.m.
  9. Ruedi am Oktober 12th, 2016 12:05 p.m.

    … uiii, doppelt gemoppelt.
    Ich sehe gerade, dass Du diesen Beitrag bereits selbst eingestellt hast ..

  10. Vox Populist am Oktober 12th, 2016 5:21 p.m.

    (Achtung lang)

    Ich habe viele Amerikaner in meiner Fratzenbuch-Timeline. Am meisten Trump-Propaganda wird von relativ jungen Weißen gepostet (Anfang 20 bis Mitte 40), die keine großartige formale Ausbildung (Universität) vorweisen können, aber sich als Kleinunternehmer, Selbstständige und Freiberufler ein gutes Auskommen hart erarbeitet haben – Mittelschicht bis obere Mittelschicht. Materiell mangelt es denen an nichts.

    Ihre Angst ist, dass ihr hart erarbeitetes Leben in den sicheren weißen Vorstädten kurz vor der Übernahme durch Latinos, Schwarze, Schwule und Moslems steht, Mitbürgern, mit denen sie im Alltag wenig zu tun haben, aber von denen sie nach 20 Jahren Fox News und Talkradio-Hetze glauben, dass Diese ihnen als faule Welfare Queens nur auf der Tasche liegen, oder sie schlimmstenfalls im Walmart an der Fleischtheke in die Luft sprengen wollen.

    Von den intellektuellen Eliten (die in den USA seit jeher mehr Verachtung erfahren, als hier in Europa) in den Wolkenkuckucksheimen Washington (Politik), New York (Hochfinanz) und Los Angeles (Hollywood-Liberale) und den gegenderten, immer politisch korrekten Rohkostfressern an den Universitäten fühlen sie sich nicht nur nicht vertreten, sie verachten Diese. Das sind für sie keine „echten“ Amerikaner wie Dirty Harry Clint Eastwood – der passenderweise erst jüngst die Pussyfizierung der heutigen Generation beklagte, eine Verweichlichung, wegen der man nicht mehr sagen dürfe was man denkt, weil sich Jeder sofort beleidigt fühlen könnte. Ich empfehle euch an dieser Stelle mal diesen Werbeclip der NRA und die typische arrogant-belustigte Reaktion eines bekannten linksliberalen Anchors als Anschauungsmaterial.

    Donald Trump ist für diese Wähler der perfekte Kandidat. Er ist (zumindest oberflächlich) erfolgreich, vulgär und sexistisch, schert sich um keinerlei Konventionen und Benimmregeln – und kommt damit davon. Er ist all das, was sie sein wollen. Er nennt Mexikaner Mörder und Vergewaltiger, Schwarze Cracksüchtig, Moslems Terroristen und an Frauen interessiert ihn einzig, dass sie jung und fickbar sind, seine eigenen Töchter eingeschlossen.

    Clinton ist das Gegenteil von Trump – die Angela Merkel der USA. Und deshalb wird sie von der Hälfte der Bevölkerung ebenso inbrünstig gehasst, wie Sankt Angela von den (noch) 15% AfD-Wählern hier. Clinton ist langweilig, bieder, opportunistisch, gebildet, streberhaft und jedes Wort aus ihrem Mund wurde vorher in seiner Wirkung auf 23 Fokusgruppen penibel untersucht.

    Clinton-Wähler und Merkel-Wähler (und dazu gehören hüben wie drüben fast alle Mainstream-Journalisten) haben keinerlei emotionalen Zugang zu ihren Trump- oder AfD-wählenden Mitbürgern mehr. Sie verstehen sie nicht und können sie deshalb auch nicht erreichen, egal wie sehr sie glauben, dass noch mehr Erklären der Clinton/Merkel-Vorzüge gegenüber den Trump/Gauland/Petry/Höcke-Nachteilen doch irgendwann zum Erfolg führen müsste! Von kognitiver Dissonanz haben sie noch nie gehört. Mit Emotionen und einer guten Erzählung muss man die Menschen packen und überzeugen, nicht mit kalten Fakten. Wann zum Henker hat die Linke das nur vergessen?

    Als Clinton Trumps Wähler „deplorable“ (kläglich) nannte und Sigmar Gabriel Pegida als „Pack“ bezeichnete, haben Beide, typisch linksliberale Elite, Eines nicht verstanden: Dass diese Wähler das als Auszeichnung verstehen und nicht als Beleidigung und Ruf zur Raison.

    Diese Entwicklung ist alles andere als neu, Trump ist lediglich ihre unausweichliche Zuspitzung. Mark Ames schrieb schon 2004 von den „Spite voters“ (Boshaftigkeits-Wählern), dem nach wie vor definitiven Text, den linksliberale Journalisten verstehen müssen, um überhaupt zu beginnen, sich in die andere Seite hineinzuversetzen. Boshaftigkeitswähler scheren sich nicht darum, dass sie sich sozioökonomisch mit einem Trump selbst ins Knie schießen. Diesen Verlust nehmen sie gerne hin, wenn dadurch auch ein arroganter reicher Öko-Schnösel wie Leonardo di Caprio in seiner riesigen Villa getroffen wird. Der fliegt wie ein Salonsozialist im Privatjet durch die Welt und predigt normalen Menschen Konsumverzicht um die Klimaerwärmung aufzuhalten, der Normalbürger hat aber ganz unmittelbarere Probleme als die Polkappenschmelze.

    Diese Bürger wollen das erfolgreiche, toughe Fantasie-Amerika zurück, welches Jeff Daniels in „The Newsroom“ beschreibt. Eine verklärte Vergangenheit, die es in der Realität so nicht gab, aber in der Erinnerung als goldenes Zeitalter erscheint, wo Frauen noch Frauen waren, man einen Afroamerikaner noch einen Neger nennen konnte, ein Stahlarbeiter-Job eine Familie ernährte und die USA ihre Feinde das Fürchten lehrten.

    Wie sagt Daniels so schön?
    „If liberals are so fucking smart, how come they lose so god damn always?“

    Ein Linkspartei-Apparatschik hat darauf keine Antwort. Und deshalb ist Katja „-ung Form“ Kipping auch irrelevant und wird es auch bleiben, da keine Bedrohung für die wirklichen Power Broker. Dafür müsste sie erst mal die Sprache und das Denken jener Menschen lernen, welche sie vertreten will.

    Sie wird, wie auch SPD, Grüne und Union, weiterhin bedeutungslose Randfelder wie Gender und Öko beackern, die den Mächtigen nicht wehtun und die Machtlosen nicht auf die Straße bringen.

    /rant

  11. Martin Däniken am Oktober 13th, 2016 9:25 a.m.

    @vox popolist :-) :
    YEAH! Your are righty right!
    Und grade schleicht „Der Mann,der Libierty Valance erschoss“ durch mein Oberstübchen…
    muss ich mal analysieren!

  12. pessimistischer Philantrop am Oktober 14th, 2016 1:36 p.m.

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