Lupenreine Demokratie, reloaded

„Doch nun sind zwei Politikwissenschaftler auf eindeutige Hinweise gestoßen, die auf systematische Unregelmäßigkeiten oder möglicherweise auf Manipulationen bei der Auszählung der Stimmzettel von Bundestagswahlen hindeuten. (…) Nun haben erstmals zwei Politikwissenschaftler der Universitäten Köln und Toronto die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Und sieh an, auch bei Bundestagswahlen gibt es Unregelmäßigkeiten, die entweder auf Manipulationen oder auf systematische Schlamperei hindeuten, wobei die Übergänge fließend sein können. Zwar treten diese nicht im großen Stil auf, aber aus Sicht der Demokratie ist dies trotzdem äußerst bedenklich.“ (Quelle)

image_pdfimage_print

Kommentare

One Kommentar zu “Lupenreine Demokratie, reloaded”

  1. der Trittbrettschreiber am Mai 2nd, 2011 9:40 a.m.

    Irgendwie verständlich…?

    D’Hondt – Beispiel
    [D’Hondt-Verfahren]
    Beispielrechnung – Divisorverfahren mit Abrundung

    Im Folgenden wird aus nachstehendem Wahlergebnis durch drei mathematisch äquivalente Auszählrituale die Sitzverteilung berechnet.
    Angenommenes Wahlergebnis:

    Partei Stimmen
    A 4160
    B 3380
    C 2460

    Zu verteilende Sitze: 10
    Höchstzahlverfahren

    A B C
    1: 4.160 (1) 3.380 (2) 2460 (3)
    2: 2.080 (4) 1.690 (5) 1230 (7)
    3: 1.386 (6) 1.126 (8) 820 (12)
    4: 1.040 (9) 845 (10) 615
    5: 832 (11) 676 492
    6: 693 563 410

    Die Sitze werden in der Reihenfolge den ersten zehn Höchstzahlen zu geordnet. Ein elftes Mandate ginge an Partei A.
    Verteilung 4 – 4 – 2
    Hagenbach-Bischoffsches Verfahren

    Wahlzahl nach HB: (4.160 + 3.380 + 2.460)/11 = 909
    Erster Schritt: Grundverteilung

    A 4160/909=4,57
    B 3380/909=3,71
    C 2460/909=2,70

    4 + 3 + 2 = 9 Mandate im ersten Schritt verteilt.
    Zweiter Schritt: Nun berechne Höchstzahlen für das nächste Mandat.

    A: 4160/5= 832
    B: 3380/4= 845 (*)
    C: 2460/3= 820

    Das letzte Mandat geht an Partei B.
    Verteilung: 4 – 4 – 2

    Müssen weitere Mandate verteilt werden, wird nach jeder Mandatszuteilung die nächste Höchstzahl der gerade bedachten Partei berechnet, also für Partei B 3380/5=676 und das 11te Mandat ginge an Partei A.
    Divisormethode

    Mit Divisor 840: Teile und runde

    Partei Division Sitze
    (durch Abrunden)
    A: 4.160/840 = 4,95 4
    B: 3.380/840 = 4,02 4
    C: 2.460/840 = 2,92 2

    Anmerkung:
    Der Divisor 840 wird hier als gegeben vorausgesetzt und rechtfertigt sich letztendlich dadurch, daß die Zuteilung paßt. Er könnte z.B. mit dem Wahlergebnis veröffentlicht werden. Er kann aber auch durch probieren oder durch die oben angegebenen Methoden bestimmt werden. Der Divisor ist auch nicht eine festdefinierte Zahl, eher ein Interval. Man könnte jede Zahl größer 832 bis 845 nehmen.
    (Zahlenbeispiel nach W. Jellinek (1925))

    http://www.wahlrecht.de/verfahren/dhondt123.html

Schreibe einen Kommentar