Amtsblatt der Königlichen Preussischen Regierung zu Bromberg

Amtsblatt der Königlichen Preussischen Regierung zu Bromberg

Neu auf meiner Linksammlung Ancestry: Grosspolnische digitale Bibliothek – Amtsblatt der Königlichen Preussischen Regierung zu Bromberg.

Was man so alles findet…(podziękować, Sylwia!) 1835, 1836, 1841, 1856, 1862, 1866, 1874 sollen die Familiennamen Schröder und Rosenke auftauchen. Also muss ich mich jetzt da durchfummeln.

Weniger Religion wagen!

Welt online: „Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält an einer Zusammenarbeit des Landes mit dem deutsch-türkischen Islam- und Moscheeverband Ditib fest. Er sprach am Dienstag in Stuttgart zwar von «irritierenden Vorgängen» im Zusammenhang mit der Eröffnung der Kölner Zentralmoschee von Ditib mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Bei einem Bruch mit dem Verband bestehe aber die Gefahr, völlig den Zugang zu einem erheblichen Teil türkischstämmiger Menschen in Deutschland zu verlieren.“

Was für ein Quatsch. Das kommt von Multikulti.

Der Vorsitzende der DİTİB ist in Personalunion auch türkischer Botschaftsrat für religiöse und soziale Angelegenheiten. Zudem werden die an staatlichen theologischen Hochschulen in der Türkei ausgebildeten Imame der DİTİB für fünf Jahre nach Deutschland geschickt und sind de facto Beamte des türkischen Staates, von dem sie auch bezahlt werden.

By the way: Wählt hier jemand die Grünen? Und warum? Einen habe ich noch: Hans-Christian Ströbele (Grüne) wollte in Deutschland einen muslimischen Feiertag einführen.

Ceterum censeo: Wie haben nicht zu wenig Religion, sondern viel zu viel davon. Weg damit!

Ratten jagen für Arme

Christian Baron schreibt im Freitag „eine kleine Diskursgeschichte der Hate Speech gegen Arme“.

„Seitdem der Freitag am 8. November #unten startete, haben Tausende bei Twitter ihre Erfahrungen mit Armut und sozialer Ungleichheit öffentlich gemacht. Es gab aber auch Kritik. Manche davon ist berechtigt, nachvollziehbar, bedenkenswert. Auffällig ist jedoch, dass die meisten kritischen Stimmen einer neoliberalen Erzählung folgen. Die besagt, dass jeder in einem demokratischen Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland alles erreichen könne, wenn er sich nur genug anstrenge. Es ist wie bei der Story vom Baron Münchhausen, der vorgab, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen zu haben.“

Thorn, revisited

Torún

Die Weichsel bei Thorn (Torún) 1982. Man kann auch nach links gucken. Für mich war das damals total exotisch, ich war auch der einzige Tourist aus dem Westen in der Stadt.

Nicht-ganz-die-Wahrheit-sagende-Presse

qualitätspresse

Was fällt mir zum Titel „Nicht-ganz-die Wahrheit-sagende-Presse“ zuerst ein? Arye Sharuz Shalicar schreibt auf Facebook: „Über 200 Raketen wurden von palästinensischen Terroristen in den letzten Stunden auf Israel abgefeuert. Israel wehrt sich und schiesst zurück und was bringt die Tagesschau?“ – „Tote nach Luftangriffen“ – man könnte natürlich formulieren: Tote nach Raketenangriffen, aber das kapiert die Tagesschau nicht. Dann wäre ja Israel nicht der Aggressor.

And now for something not completely different. In den Dresdner Neuesten Nachrichten las ich (weil die im Hotal auslag; Auflage knapp 20.000):
Die Afd hat ein Problem. die Beobachtung durch den Verfassungsschutz wird immer wahrscheinlicher. Die Frage, wie die Partei damit umgehen sollen, rührt an den Markenkern der AfD.

Der Kollege Jan Sternberg – mit einer brachentypischen Ausbildung als Doktorand an der Uni Osnabrück beim IMIS – Institut für Migrationsgeschichte und Interkulturelle Studien – hat oft vernünftige Dinge geschrieben, aber hier muss ich ihn als Sprechblasenfacharbeiter titulieren. Wen interessiert es warum, ob der Inlandsgeheimdienst irgendetwas beobachtet? Und was sagt uns das? Im Fall der AfD „droht“ auch nichts, wie die FAZ glaubt zu wissen. Derartige hohle Phrasen, die aber durchweg in allen Medien wiedergekäut werden, zeigen nur, dass die Journaille von den unzähligen Skandalen um den Verfassungschutz nichts, aber auch gar nicht gelernt haben. Sollen die Schlapphüte jetzt auch sich selbst beobachten?

And now for something not completely different. Die Welt und das Neue Deutschland berichten irgendwie gleichlautend, dass die beiden Berliner Landesverbande des DJV jetzt irgendwie fusionierten. Die Welt: „Der Berliner DJV-Landesverband hatte sich 2004 im Streit über interne Wahlen, Kritik an der Amtsführung des damaligen Vorstandes sowie dessen Umgang mit Mitgliederbeiträgen gespalten. Der Bundes-DJV erkannte weiterhin beide Teile als Landesverbände an.“ Liebe Kollegen, Letzteres ist nicht nur unwahr, sondern einfach gelogen. Der DJV hatte versucht, den DJV Berlin auszuschließen, ist aber juristisch kläglich gescheitert, was diejenigen, die sich mit Vereinsrecht auskennen (zum Beispiel ich), vorhersagten.

Ich muss mich natürlich zurückhalten, weil ich einer der Protagonisten bin und mein Blog Recherchegruppe 2004 gegründet wurde, um die Machenschaften einiger selbstzufriedener Funktionäre aufzudecken, eingedenk des Georg Christoph Lichtenbergschen Mottos: „Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“

Man muss dazu anmerken, dass in ganz Deutschland keine einzige Zeitung korrekt über diese Thema berichtet hat, es wurden immer wesentlich Dinge ausgelassen. Wenn man das aber macht, lügt man. Ich denke immer an den wichtigsten Satz, den ich in meiner journalistischen Karriere jemals gehört habe. Er stammt vom Kollegen Mathew D. Rose, der mir sagte: „Bei einer Geschichte muss man nur zwei Fragen stellen und beantworten, um alles hinreichend erklären zu können: ‚Wo kommt die Kohle her und wo geht sie hin?'“

Das mit der Fusion ist noch nicht geklärt, weil der Bundesverband sich über die „Kohle“, die fehlt und die ihm beide Landesverbände schulden, nicht juristisch sattelfest festgelegt hat. Bevor das aber nicht klar ist, wird niemand einer Fusion zustimmen. Mündliche Absichtserklärungen sind nur Schall und Rauch.

„Motivated by the principles of Marxism“ und die Folgen

Die herrschende Klasse in China lässt gerade kommunistische Aktivisten verschwinden.

„The detentions appear to be the latest action by the authorities against a small but growing movement driven by students and graduates of some top universities who have said they are motivated by the principles of Marxism.

The ruling Communist Party, which espouses Marxism as one of its leading ideologies, opposes any form of activism or organisation that has the potential to slip beyond its control.“

Scheint so, als hätte China jetzt die 68-er.

#unten und Klassenbewusstein

zitat

Christian Baron schrieb dazu: „Heute schreibt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ über #unten. Harald Staun würdigt in seinem Text die Initiative, aber er bringt auch die offensichtlichen Schwächen von Hashtag-Kampagnen auf den Punkt. Solche Sätze in der konservativen „FAS“ – dass ich das noch erleben darf!“

Leider habe ich den ganzen Text nicht gelesen, aber der ist in der eben der Sprache geschrieben, die die zitierten Verkäuferinnen und Möbelpacker nicht sprechen und auch nicht lesen wollen.

„Um eine wichtige Ebene ergänzen“ – das ist nichtssagendes Geschwurbel. Das gilt auch für „Zugang zum Diskurs erleichtern“ oder „unterliegen den Ausgrenzungseffekten“.

These: Man redet so, wie die eigene Klasse es verlangt. „Identitätspolitik“ inklusive gendrinfizierter Sprache sowie Veganismus-Asketismus sind kleinbürgerlicher esoterischer Lifestyle-Scheiß und mitnichten „links“. Das musste jetzt mal gesagt werden.

Reminder: Bernd Stegemann im „Neuen Deutschland“:
Der blinde Fleck der Identitätspolitik ist ihr fehlendes Klassenbewusstsein. In der Ökonomie geht es nie um Moral, immer um Interessen. Wer aber keine Klassen kennt, muss auf moralische Kategorien zurückgreifen. (…)

Causa Chebli

Malca Goldstein-Wolf auf Facebook:

Neuer Offener Brief in der Causa Chebli an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller ( Darf gerne geteilt werden! )

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,

sicherlich bekomme ich auf meinen ersten Offenen Brief von Ihnen noch eine Antwort.
Derweilen gibt es allerdings wieder Grund zur Aufregung um irritierende Tweets der Staatssekretärin Sawsan Chebli. Diesmal jubiliert sie über den Einzug zweier muslimischer Antisemitinnen in das US Repräsentantenhaus.
Was soll ich als deutsche Jüdin davon halten, dass für die Berliner Staatssekretärin der „American Dream“ wahr wird, wenn Judenhasser politische Ämter erwerben?

Wissen Sie, Herr Müller, man könnte sagen, wen interessiert schon der Dummbrabbel einer Sawsan Chebli.
Ist diese Dame nicht zu unwichtig, um sich über ihre geistigen Ergüsse zu ereifern? Nein, ich finde nicht. Vor allem nicht, weil sie offenkundig von einer Reihe wichtiger Berliner Politiker geschützt wird. Politiker, die es scheinbar nicht interessiert, wenn Chebli Antisemiten huldigt, den politischen Islam verklärt und als moderne, deutsche Politikerin für das Kopftuch, dem Symbol der Unterdrückung der Frau im Islam, einsteht.

Der eigentliche Skandal besteht darin, dass sie niemand in ihre Schranken weist, auch Sie als Regierender Bürgermeister von Berlin nicht, warum auch immer.

Eine Staatssekretärin, die den Einzug von Antisemiten ins Repräsentantenhaus feiert, gehört ihres Amtes enthoben. Punkt.
Es kann doch nicht sein, dass in der Berliner Politik der Kampf gegen Antisemitismus nur für tote Juden gilt.
Denken Sie darüber nach, ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

Shalom,
Malca Goldstein-Wolf

Bruchglas et al

bones

Ab heute muss ich wieder arbeiten.

Das waren noch Ansagen!

revolution

Könnte man das heute wieder einführen, und wenn ja, mit wem? (Foto mit Erlaubnis des Fotografen)

Quellenforschung

bücher

Damit ihr seht, was ich in den letzten Wochen nebenher in meiner „Freizeit“ getrieben habe. Es wird noch viel hinzukommen, befürchte ich.

Quellen und Literatur

Abkürzungen: imB = in meinem Besitz

1. Quellen

Adreßbuch für die Stadt Unna einschließlich Königsborn und die Gemeinden (…) Altenbögge (Dorf und Kolonie). (…) Holzwickede (…), Hamm 1911/1912, Archiv der Stadt Unna, auszugsweiser Abdruck Gemeinde Holzwickede, Archiv 08/83 [imB, 1911 Adressbuch Raum Holzwickede.pdf]

Bliss, Winfried: Die Plankammern der Regierung Bromberg – Spezialinventar 1772 -1912, Veröffentlichungen aus den Archiven Preussischer Kulturbesitz, hrsg. F. Benninghoven, H. Koeppen, C. Lowenthal-Hensel, Bd. 16, Wien 1978 [imB, Verzeichnis der Karten im Geheimen Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz, Berlin-Dahlem] [imB]

Brzóska, Tomasz: Deutsche Personenstandsbücher und Personenstandseinträge von Deutschen in Polen – Niemieckie ksiegi stanu cywilnego w Polsce 1898-1945, Berlin 2000 [ImB]

Bussenius, Dr. Ingeborg Charlotte / Hubatsch, Prof. Dr. Walther: Urkunden und Akten zur Geschichte der preußischen Verwaltung in Südpreußen und Neuostpreußen 1793-1806, Frankfurt M. 1961 [imB]

Eberle, Mathias (Hrsg.): Aufbau, Ausbau, Trennungen – Die Entwicklung der apostolischen Gemeinschaften im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, Nürtingen 2009 [imB]

Hubatsch, Prof. Dr. Walther (Hrsg.): Urkunden und Akten zur Geschichte der preußischen Verwaltung in Südpreußen und Neuostpreußen 1779 – 1806, Frankfurt. M. Und Bonn 1961 [imB]

Königlich Statistisches Bureau: Gemeindelexikon der Provinz Posen auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1885, in: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Berlin 1888 [imB, 1888 – Gemeindelexikon_Koenigreich_Preussen.pdf)

Wuttke, Heinrich: Städtebuch des Landes Posen, Leipzig 1864 (Nachdruck 2016) [imB]

2. Literatur

Breyer, Albert: Deutsche Gaue in Mittelpolen, in Ostdeutsche Heimathefte, Heft 4, 1935, Herausgegeben von Viktor Kauder, Verlag Günther Wolff, Plauen
im Vogtland und in: Deutsche Monatshefte in Polen, Jahrgang 1 (11), Heft 10, April 1935, digital: 2006 [inM, ABreyer_DtGaue.pdf]

Broszat, Martin: 200 Jahre deutsche Polenpolitik, München 1963 [imB, auch als 200 Jahre deutsche Polenpolitik.epub]]

Burchard, Dr. W. Theodor: Weichselkolonisten, Deutsche Blätter in Polen 2, Nr. 5, 1925, 278–295 [imB, 1925 – Burchard – Weichselkolonisten.pdf]

Deutscher Bundestag – Wissenschaftliche Dienste: Deutsche Minderheiten in der Zwischenkriegszeit, 2009 [imB, agrarreform_Polen_1925.pdf]

Ellerbrock, Karl-Peter (Hrsg.): Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg und Ruhrbesetzung, Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e.V., Kleine Schriften 33, Dortmund 2010 [imB]

Essen, Jac van: Mein Holland, Amsterdam 1944 [imB]

Gzelak, Jerzý: Quellen zur Geschichte der Euthanasie-Verbrechen 1939-1945
in polnischen Archiven. Ein Inventar, Bundesarchiv 2001/2002, [imB, Inventar_euth_polen.pdf]

Heike, Otto: 150 Jahre Schwabensiedlungen in Polen, Leverkusen 1979 [imB]

Heuer, Dr. Reinhold: Die Holländerdörfer in der Weichselniederung um Thorn, Mitteilungen des Coppernicus-Vereins für Wissenschaft und Kunst, Heft 42, 1934, S. 122-155 [imB, 1934-Hollaenderdoerfer.pdf]

Heydenreich, Regierungsrat Prof. Dr. Eduard: Familiengeschichtliche Quellenkunde, Leipzig 1909 [imB, 1909_heydenreich.pdf]

Hirsch, Helga: Die Rache der Opfer – Deutsche in polnischen Lagern 1944-1950, Reinbek 1999 [imB]

Jansen, Christian u. Weckbecker, Arno: Der „Volksdeutsche Selbstschutz“ in Polen 1939/40, Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, München 1992 [imB]

Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Winsen/Luhe 1962 [imB., vgl. GenWiki http://wiki-de.genealogy.net/Geschichte_der_evangelisch-augsburgischen_Kirche_in_Polen, 1961-Geschichte_der_Evangelisch-Augsburgischen_Kirche_in_Polen.pdf]

Kossmann, Dr. Otto: Ein Lodzer Heimatbuch – Geschichte und Geschichten aus Stadt und Land, Hannover 1967 [imB, Nachdruck älterer Aufsätze Kossmanns, überwiegend aus den Jahren 1928-36. vgl. GenwWiki http://wiki-de.genealogy.net/Ein_Lodzer_Heimatbuch]

Kothe, Julius: Das Bauernhaus in der Provinz Posen, in: Zeitschrift der Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen, 14. Jg., 3. und 4. Heft, Juli bis Dezember 1899, S. 309-322 [imB]

Kotowski, Albert S.: Polens Politik gegenüber seiner deutschen Minderheit 1919 -1939, Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund Bd. 23, Wiesbaden 1998 [imB]

Kossmann, Oskar: Ein Lodzer Heimatbuch (Geschichte und Geschichten….aus Stadt und Land…, Roth bei Nürnberg, 1967

Lucas, Erhard: Märzrevolution 1920, Bd. 2: Der bewaffnete Aufstand in seiner Struktur, Frankfurt M. 1983 [imB]

Maas, Dr. Walther: Die Namen der Hauländerdörfer in Polen, 1940 [imB, 1940-Maas – Die Namen der Haulaenderdoerfer in Polen.pdf]

Maas, Dr. Walther: Die Posener Hauländereien 91-126, Deutsche Wissenschaftliche Zeitschrift für Polen, Jg. 1938, Heft 34 [imB, 1938_maas.pdf]

Maas, Dr. Walther: Hauländereien, Holländereien, Deutsche wissenschaftliche Zeitschrift für Polen, Heft 25, 1935, S. 199-211 [imB, Maas – Haulaendereien, Hollaendereien.pdf]

Maas, Dr. Walther: Mittelalterliche deutschrechtliche Orte des Posener Landes und der östlichen Nachbargebiete, in: Zeitschrift für Ostforschung 23, 1974, Nr. 1, S. 59-113 [imB, 1974_maas.pdf]

Maas, Dr. Walther: Zur Siedlungskunde des Warthe-Weichsellandes – Sozialgeographische Betrachtungen, Wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ost-Mitteleuropas, hrsg. v. Johann Gottfreed Herder-Institut, Marburg/Lahn 1961 [imB]

Maercker, Hans: Geschichte der ländlichen Ortschaften und der drei kleineren Städte des Kreises Thorn, Münster 2006 (1899ff.) [imB]

Mehring, Franz: Deutsche Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, Berlin 1973 [imB]

Müller-Sternberg, Robert: Deutsche Ost-Siedlung – eine Bilanz für Europa, Bielefeld 1971 [imB]

Opgenoorth, Ernst (Hrsg.): Handbuch der Geschichte Ost- und Westpreußens, Einzelschriften der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung, hg. v. U. Arnold, Bd. 10, Lüneburg 1994 [imB]
– Teil II/1: Von der Teilung bis zum Schwedisch-Polnischen Krieg 1466-1655
– Teil II/2: Vom Schwedisch-Polnischen Krieg bis zur Reformzeit 1655-1807
– Teil III: Von der Reformzeit bis zum Vertrag von Versailles 1807-1918
– Teil IV: Vom Vertrag von Versailles bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1918-1945

Rasmus, Hugo: Pomerellen Westpreußen 1919-1939, München und Berlin 1989 [imB]

Rogall, Joachim: Die Deutschen im Posener Land und in Mittelpolen, Studienbuchreihe der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat Bd. 3, Mainz 1993 [imB]

Rudolf, Dr. Philipp: Aus der Geschichte von Schulitz und den umliegenden Dörfern, Posen 1936 [imB]

Rudolf, Dr. Philipp: Deutsches Schicksal in Schulitz und den umliegenden Dörfern während der Schreckenstage im September 1939, Weichselland 40, 1941, s. 54. 1941 [imB, 1941 – Rudolf – Deutsches Schicksal in Schulitz und den umliegenden Doerfern waehrend der Schreckenstage im September 1939.pdf]

Schmidt, Erich: Deutschtum im Lande Posen, Bromberg 1904 [imB, geschichte_des_deutschtums.pdf]

Johannes Zechner: Natur der Nation. Der „deutsche Wald“ als Denkmuster und Weltanschauung, Aus Politik und Zeitgeschichte – Zeitschrift der Bundeszentrale für Politische Bildung, Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“, H. 49/50, 2017 [imB, 2017-zechner_wald.pdf]

Stand 09.11.2018

Der Wink mit dem Zeitpfahl

Anstatt selbst etwas zum heutigen Datum zu schrieben, empfehle ich Mathias Broeckers: „Der Wink mit dem Zeitpfahl“. Broeckers orakelt ein bisschen kabbalistisch herum. Lustig zu lesen.

… der 9. November 1918 (Sturz des Kaisers, deutsche Revolution), der 9. November 1923 (Hitler-Putsch), der 9. November 1938 („Reichskristallnacht“) und der 9. November 1989: Durchbruch der Berliner Mauer. Vier mal entladen sich die politischen Prozesse in einem explosiven Ereignis, vier mal brechen latent gärende Tendenzen plötzlich an die Öffentlichkeit: das Ende des Kaisertums, der erste Aufmarsch des 3. Reichs, der eigentliche Beginn seines Weltkriegs – gegen die eigene Bevölkerung, und jetzt das Ende der Mauer. Vier mal hat sich das deutsche Volk am 9. November zu Wort gemeldet und ein entscheidendes Kapitel der Geschichte aufgeschlagen.
Daß all dies Zufall sein soll, will mir nicht in den Kopf – doch welchen Umständen verdanken wir es, daß die Turbulenzen der Geschichte mit deutscher Pünktlichkeit ihre Quantensprünge in eine neue Ordnung ausgerechnet am 9. November vollziehen?

Dividendenstripping

Correctiv.org: „Scholz, Kubicki, Merz: Die Rolle der Spitzenpolitiker bei Cum Ex
An einer ernsthaften Aufbereitung des Steuerskandals scheinen CDU, SPD und FDP wenig Interesse zu haben. (…) Angesichts der bestehenden Widerstände gegen eine tiefgreifende Aufarbeitung der CumEx-Files braucht es weniger Verflechtungen zwischen Finanzindustrie und Politik.“

Braucht es? Wie sollte das funktionieren? It’s not a bug, it’s a feature. Just saying. Wer „weniger Verflechtungen zwischen Finanzindustrie und Politik“ im Kapitalismus will, kann auch gleich vegan essen und so versuchen, das System zu verbessern.

Hala Targowa

hala targowa

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wo ich das Foto gemacht habe. Vermutlich ist das die Danziger Markthalle (Hala Targowa), Polen 1982.

[Update] Ja, ist es.

Wenn die Liebe nicht wär [Update]

Ich brauche Hilfe beim Übersetzen (sorry für die reißerische Überschrift, aber ich wollte euch anlocken):
1) Ist es denkbar, dass der gesamte Text von einer Person geschrieben wurde oder sind das eindeutig zwei verschiedene Schriften?
2) Was steht unten rechts (schräg) über „am 25.5.21 geschrieben“?
3) Oben „im einsamen Stübchen“ ist von meinem Großvater H(ugo) Schröder. Ist der Buchstabe des Vornamens unten rechts etwa ein G oder ist das auch ein H? Wenn es ein G ist, dann wäre die Schrift unten von meinem Urgroßvater Gustav Schröder. Das ist aber unwahrscheinlich, denn Hugo hat das Poesiealbum 1920 geschenkt bekommen und es mit nach Dortmund genommen.

[Update] Ich wurde gerade darauf hingewiesen, dass es wohl ein H in Kurrentschrift sei.

Belasteter Dialog

Es ist immer spannender, über das zu reden, was verschwiegen werden oder nicht gesagt werden soll. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Meldung der BZ so stimmt, aber interessant klingt das schon: Dem Petionsausschuss des Bundestags habe eine Bittschrift (so übersetze ich das) vorgelegen: „Jede Migrationspolitik bedarf einer demokratischen Legitimation“. „Der Bundestag möge über den Migrationspakt abstimmen.“

Aber sogar dieser Text wurde abgelehnt. Zur Begründung schrieb der Bundestag, Petitionen dieser Art seien geeignet, „den interkulturellen Dialog zu belasten“. Die bloße Diskussion über Zuwanderung wird also als gefährliche Störung bezeichnet.

Den Begriff „interkulturell“ halte ich für zutiefst reaktionär. Vermutlich deshalb mag ihn das „grüne“ Milieu. Einwanderer werden auf eine vermeintliche „Kultur“, also bloße Folklore reduziert und nicht auf ihre politische Identität oder gar ein Klassenbewusstsein. Das ist so gewollt und genau so blödsinnig wie das Konzept, Menschen über ihr Geschlecht, welches auch immer es sein mag, zu definieren. Das ist kleinbürgerlicher Lifestyle-Scheiß, mit Verlaub, und abzulehnen.

Es gibt weder einen Dialog zwischen „Kulturen“ und auch keinen ernst zu nehmenden „interreligiösen“ Dialog. Was also soll hier „gestört“ werden?

A cheat and a liar [Update]

Foto: Burks prophezeit den Ausgang der nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA.

Ich hatte vorhergesagt, dass Trump die Midterm-Wahlen gewinnen würde. Der Tagesspiegel schreibt heute: „Die Republikaner haben ihre Mehrheit im Senat ausbauen können“. Ach. Man muss dazu sagen: Das ist so, obwohl sich die überwältigende Mehrheit der deutschen Journalisten und des Feuilletons die Finger wund schreibt, um das Gegenteil herbeizuzaubern, als wenn sie irgendeinen Einfluss darauf hätten.

Der Merkur meldete vor ein paar Tagen: „Die Mehrheit der Amerikaner halten Trump für einen besseren Präsidenten als Obama“. Das hindert den Tagesspiegel nicht daran zu behaupten: „Ein Großteil der US-Bürger hat genug von Donald Trump.“ Die Welt als Wille und Vorstellung eben.

Die Demokraten haben zwar die Mehrheit im Repräsentantenhaus, aber das ist auch der statischen verifizierbaren Tatsache geschuldet, dass zur Halbzeit dem jeweils regierenden Präsidenten der Mittelfinger gezeigt wird, sozusagen als Warnschuss. Die Wiederwahl Trumps 2020 wird das nicht verhindern. (Ich werde dann sagen. I told you so.)

Um das klarzustellen: „Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.“ (Karl Marx, Kommunistisches Manifest) Das gilt für den Präsidenten, Kanzler oder wie auch immer er sich nennt, natürlich auch. Es sollte den Linken also völlig egal sein, ob eine Charaktermaske des Kapitals vornehm spricht oder pöbelt, ob er Sexist ist oder nicht. It’s the economy, stupid. „Die allermeisten finden, dass die Wirtschaft gerade perfekt auf allen Zylindern läuft. Seine raue Außenpolitik, vor allem gegenüber China, wird selbst von seinen Gegnern unterstützt.“ Sage ich doch. Der Rest – worüber sich die deutschen Medien aufregen – ist Feuilleton, somit irrelevant.

Ich erwarte von Politikern vor allem, dass das tun, was die Mehrheit der Wähler will. Die Wahrheit ist jeweils unterschiedlich, je nachdem welche Klasse man fragt. „Listen, I’m a politician which means I’m a cheat and a liar, and when I’m not kissing babies I’m stealing their lollipops. But it also means I keep my options open.“

Genau so handelt Trump, und ich bin überhaupt nicht überrascht. Ich frage mich, in welcher naiven Parallelwelt meine Kollegen von der Presse hierzulande leben?!

[Update] Telepolis: „Dass es dann genau so kam, war ein großer Sieg von Trump. Denn mit dem Senat kontrolliert er weiter die US-Politik. Weil praktisch jeder Präsident bei Halbzeitwahlen das Repräsentantenhaus verliert, lag dies im Bereich der Normalität. Zu Recht sprach Trump von einer „Bestätigung“ seiner Politik durch die Mehrheit der „zwei Amerikas“, die bei den Wahlen auf Kollisionskurs waren.“

Muslime im US-Kongress

Die Demokraten in den USA schicken jetzt Muslime in den Kongress, die das Existenzrecht Israels ablehnen. „Tlaib favors a one-state solution to the Israeli-Palestinian conflict and has opposed United States aid to Israel.“

So was werden wir hier auch kriegen.

Holy Shit!

Die spätkarolingische Georgskirche in Second Life 2009

Die Evangelen benutzen jetzt einen „Segensroboter“. Er heisst „BlessU-2“ und ist ein ehemaliger Geldautomat. Kann man sich gar nicht ausdenken, sowas.

Da fällt mir ein, dass ich noch einmal Marcel Mauss‘ Theorie der Magie durchblättern wollte.

Der Kampf gegen den Liberalismus

Lesenswert: Einführung in: Herbert Marcuse: „Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung“.

Der 1934 veröffentlichte Text Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung von Herbert Marcuse stellt einen der Schlüsseltexte der Faschismusanalyse der Kritischen Theorie dar. Trotz seiner enormen Relevanz wird der Text heutzutage meiner Einschätzung nach unzureichend rezipiert, weshalb ich hier mit einer kleinen Zusammenfassung zum Lesen dieses Textes anregen will.

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