Weites Land und behütete Menschen

burks

Umgebung von Cuauhtémoc, ein Ort im Norden Mexikos, der nach dem letzten Herrscher der Azteken benannt ist. Ich wohnte 1981 bei den dortigen strenggläubigen Mennoniten, die mich als angeblichen „Lutheraner“ als Gast akzeptieren. Die Bauern liehen mir einen Pickup, mit dem ich die Gegend erkundete [andere Perspektive, die komplette Story (2013)]; mit Pferd und Wagen, wie die meisten der Mennoniten sich fortbewegen, hätte ich nicht wirklich umgehen können.

Cuevas De Los Portales, revisited

Cuevas De Los Portales

Hier noch garantiert das letzte Höhlengleichnis Bild zum Thema – man möchte sich manchmal angesichts des um sich greifenden Irrsinns in einer solchen verstecken. Fotografiert 1981 in Mexiko, nördlich von Cuauhtémoc, im Gebiet der Tarahumara (vgl. Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe). In den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden. Diese werden Cuevas De Los Portales genannt.

Cuevas De Los Portales

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Fotografiert 1981 in Mexiko, nördlich von Cuauhtémoc, im Gebiet der Tarahumara (vgl. Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe). In den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden. Diese werden Cuevas De Los Portales genannt. Die Dame ist meine damalige Freundin, die Ethnologin war.

Cruce de Cristóbal

San Cristóbal de las Casas i

Straßenszene in San Cristóbal de las Casas, Chiapas, Mexiko. Das Foto habe ich in der ersten Novemberwoche 1981 gemacht. Es gibt zwar ein Straßenverzeichnis, aber ich bin mir nicht sicher, an welcher Kreuzung das ist, da die Schrift auf dem Straßenschild zu klein ist.

Mann mit komischem Hut

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In den Bergen bei Cuauhtémoc (Chihuahua), Mexiko, fotografiert im September 1981. Ich weiß nicht, warum ich so einen komischen Hut auf habe, vermutlich hatte ich keinen anderen. (Mehr: Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe, 30.09.2018.)

The Rebel Maya

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Credits: The Modern Maya: A Culture in Transition, X-Cacal, 1974

Frage an die aus Wokistan: War der Krieg der Maya gegen die Weißen (Guerra de castas, 1847 bis 1901) rassistisch oder ist er ein Anlass für reaktionäre völkische Romantik wie bei den Themen „Kurdistan“ und „Tibet“?

Ambulantes

ambulantes

„Fliegende Händler“, die man in Lateinamerika ambulantes nennt, fotografiert 1981 irgendwo in Mexiko, vermutlich in Tepic, der Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit.

Mesoamerikanischer Ort der Binsen, revisited

tula

Nachtrag zu Tula („Ort der Binsen“), Mexiko, aufgenommen am 09.10.1979. Tula war das kulturelle Zentrum der Tolteken. (Versucht mal auszusprechen: Pyramide des Tlahuizcalpantecuhtli!)

Das Foto bzw. eingescannte Dia war schon total ramponiert. Aber so lernt man was dazu, zum Beispiel mit Gimp Blaustich aus Fotos entfernen. Ich bitte daher die mangelnde Qualität zu entschuldigen.

Ajijic am Lago Chapalo, revisited

ajijic

Fotografiert 1981 in Ajijic am Lago Chapala, Mexico. Über Ajijic hatte ich hier schon mehrfach geschrieben. Heute sieht es da anders aus, und die Grundstückspreise dürfte wegen der nahen Großstadt Guadalajara denen am Tegernsee gleichen.

Mariachi!

mariachimariachi

Mariachi-Kapellen am späten Abend auf dem Plaza de la Constitución, auch Zócalo genannt, fotografiert 1979 oder 1981. Ich wüsste nicht, was typischer für Mexiko wäre. Ich bin immer geflohen, wenn die mir zu nahe kamen.

Zapotekisch oder nicht, das ist die Frage

monta alban zapotec

Am 13.07.2012 schrieb ich: „Monte Albán, die ehemalige Hauptstadt und das religiöse Zentrum der Zapoteken im heutigen Mexiko in der Nähe von Oaxaca. Das Foto habe ich 1979 ungefähr hier gemacht. Die drei kleinen Steinchen im Vordergrund sind von mir, nicht von den Zapoteken… Damals war Monte Albán noch nicht Weltkulturerbe, und es war kein Tourist weit und breit zu sehen.“

Das stimmt, Touristen waren dort nicht. Aber dafür kamen, als mein Begleiter und ich im Oktober 1979 durch die Ruinen der ehemaligen zapotekischen Hauptstadt stöberten, zwei schmierige verdächtige Gestalten aus dem Gebüsch, die sich offenbar versteckt hatten.

Angst hatten wir nicht vor ihnen, wir waren beide groß und stark und hätten es vermutlich zur Not auch mit vier Mexikanern aufgenommen, die mindestens einen Kopf kleiner als wir waren. Die Herren gestikulierten aufgeregt und winkten uns näherzukommen, als trauten sie sich nicht aus dem Gestrüpp. Sie fragen uns, ob wir zapotekische Artefakte kaufen wollen und zeigen uns ein paar Figuren, die sehr alt und recht demoliert aussahen.

Ich kann mich nicht erinnern, was ich damals gedacht habe. Aber es gab nur zwei Alternativen: Entweder waren das echte Grabräuber und die Artefakte auch, oder die Figuren waren so geschickt nachgemacht, dass man sie als ziemlich gute Kunst nehmen konnte. Wir verhandelten recht lange, der Preis war für lächerlich gering, für die beiden Kerle jedoch ein Monatsverdienst.

Ich habe das obige „Artefakt“ gekauft. Es ist ein bisschen kleiner als meine Hand. Die Blütezeit Monte Albáns lag ungefähr in der Zeit zwischen der römischen Reichskrise und den Soldatenkaisern bis zu Karl dem Großen und dem Frankenreich. Vermutlich war der Kauf strengstens verboten, wenn die Figur echt ist. Ähnliche Dinge erzielen hohe Preise. Auch der Stil sieht eindeutig zapotekisch aus.

Entweder besitze ich also mexikanische „Volkskunst“ oder ein recht exotisches und wertvolles Stück. Vermutlich werde ich das nie erfahren.

Das Geheimnis der Maya-Scherbe

uxmaluxmal

Ich muss gestehen, dass ich ein Dieb bin, obwohl der Eigentümer sich nicht beschweren wird, da er schon rund 1000 Jahre tot ist. In Uxmal (Yucatan, Mexiko) habe ich am 17.10.1979 ein Artefakt mitgenommen, das vermutlich Teil eines Kruges oder Gefäßes gewesen sein wird, fernab von den Ruinen. Ich streifte durch das Areal, was schwierig war, da außerhalb der wenigen gerodeten Plätze wegen des dicken Dschungels kaum ein Durchkommen ist. Ich fand eine kleine Lichtung mit vielen steinernden Trümmer, aber auch verstreute Tonscherben. Eine davon steckte ich ein.

In Uxmal waren wir fast allein. Auf keinem der ein Dutzend Fotos ist ein anderer Tourist (außer meinem Reisebegleiter) zu sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Archäologen diese Scherbe zurückgelassen haben. Andererseits ist es auch schwer vorstellbar, dass diese Scherben nicht im Laufe der Jahrhunderte völlig überwuchert wurden, zumal Uxmal seit einem Jahrtausend nicht mehr besiedelt ist. Es wird ein Geheimnis bleiben.

Uxmal, Taubenhaus

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Noch einmal Uxmal – das Taubenhaus. Ich war es leid, immer nur Ruinen zu fotografieren, über die ich damals noch nicht viel wusste (es gab kein Internet – und ich hatte keinen Reiseführer!). Deshalb kroch ich ins Gestrüpp, um eine ungewöhnliche Perspektive zu finden.

Das Original-Dia war schon arg ramponiert, als ich es einscannte. Ich bitte die mangelnde Qualität zu entschuldigen – es war auch kompliziert, den erheblichen Blaustich wegzukriegen.

Fotografiert in Yucatan, Mexiko, am 17.10.1979.

Uxmal

uxmal

Ich stehe da auf der Hauptpyramide der Maya-Stadt Uxmal, Yucatan (Mexiko), im Hintergrund eine noch nicht ausgegrabene Pyramide – es dürfte sich um den Chimez-Tempel (Chanchimez) handeln.

Nur das ehemalige Stadtzentrum ist archäologisch erschlossen. „Die Geschichte von Uxmal ist so gut wie unbekannt. Die archäologischen Forschungen sind, trotz einer großen Leistung auf dem Gebiet der Konservierung und Rekonstruktion, nur oberflächlich gewesen.“

Ich gäbe etwas darum, eine eintägige kurze Zeitreise machen und sehen zu können, wie die Stadt unter Chan Chak K’ak’nal Ajaw etwa im Jahr 900 aussah. Das Foto habe ich am 17.10.1979 gemacht.

Cuauhtémoc, revisited

Cuauhtémoc

Das Foto habe ich am 28.09.1979 in Cuauhtémoc im Norden Mexikos im Bundesstaat Chihuahua gemacht. Das ist offenbar dieselbe Mauer und auch dasselbe Auto, die hier 2001 schon einmal auftauchten.

Chichén Itzá

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Chichén Itzá, Mexiko, fotografiert am 18.10.1979. Die beiden unteren Fotos zeigen den Caracol („Schneckenturm“), ein Observatorium der Maya.

Eje Central

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Avenida Juaréz Ecke Eje Central, auch bekannt als Avenida Lázaro Cárdenas, links der Torre Latinoamericana, Mexiko-Stadt, am 05.10.1979 nach Süden fotografiert. Ich hatte natürlich keine Ahnung mehr, wo das war, aber als ich nach einer sechsspurigen Straße suchte, wurde ich mit Google Street View schnell fündig.

Popocatépetl

Popocatépetl

Von der Pyramide von Cholula (Mexiko) bzw. der Kirche Santa Maria de los Remedios aus fotografiert. Ich habe erst jetzt herausgefunden, warum ich das Foto am 11.10.1979 gemacht habe: Im Hintergrund links ist der Vulkan Popocatépetl zu erkennen. In Nahuatl aka Aztekisch heißt er schlicht „rauchender Berg“. Am Horizont ist die Stadt Puebla zu sehen.

Huichol

huichol tepic mexico avenida insurgentes

Dieses Foto liegt schon über Jahre in meinem Archiv unbearbeiteter Bilder, und ich rätselte schon öfter herum, wo ich das gemacht haben könnte. Rechts ist ein Indio in Tracht zu sehen. Meine damalige Freundin, mit der ich reiste, war Ethnologin und wusste sofort, um welches Volk es sich handelt. Ich habe jetzt noch mal mein Reisetagebuch von damals durchforstet. Am 6.10.1981 fand ich den Eintrag, dass wir in Tepic waren, auf der Avenida Insurgentes, vermutlich auf dem Weg vom oder zum Busbahnhof (per Google Streetview finde ich das Motiv aber nicht wieder), und einen Huichol gesehen haben – die Tracht könnte stimmen. Das Foto wäre damit ziemlich exotisch.

Ich bin mir nicht ganz sicher. Die nächste Station war übrigens Guadalajara südlich von Tepic. Dort könnten Huichol auch zu finden sein, wenn auch selten. Falls die Schwarmintelligenz des Publikums Einwände hätte, werde ich das überprüfen.

El Quemadero oder: Beethoven im Alameda Central

alameda central mexico

Das Beethoven-Denkmal im Park Alameda Central, Mexiko-Stadt. Fotografiert im Oktober 1979. Der Alameda Central ist der älteste Park in der Hauptstadt Mexikos und wurde schon 1592 angelegt. Früher wurden hier „Hexen“ und „Ketzer“ öffentlich verbrannt. Die deutschen Minderheit in Mexiko spendete 1921 das Beethoven-Denkmal.

Aus der Reihe „nützliches Wissen“: Als der mexikanische General Antonio López de Santa Anna 1846 triumphal in Mexiko-Stadt einzog, befahl er, die Brunnen des Parks mit Alkohol zu füllen. Seine Biografie ist typisch für die Politik in Mexiko – bis heute.

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