Vorübergehend geschlossen
Die IDF hat Burg Beaufort im Libanon eingenommen.
„Beaufort war die einzige größere Kreuzritterburg, die der Eroberungswelle Saladins in den Jahren 1187 bis 1189 standhielt, der die Burg mehrmals belagerte. Dabei überlistete der Burgherr Rainald von Sidon Saladin, indem er die Übergabe versprach, die Burg jedoch heimlich reparierte.“
Rainald sprach übrigens fließend Arabisch.
Hinweis: Wenn man mich verarschen auf den Arm nehmen will, muss man das schon geschickter anstellen. Das Bild ganz unten, das Hisbollah-Terroristen im Libanon zeigen soll, ist garantiert nicht echt. Die tragen sogar ihre „Palästinenser“-Tücher noch.
Der Betreiber des Kanals ist aus Lagos, Nigeria: „I am a businessman living in Guangzhou, China.“ Schon klar.
ChatGPT bestätigt meine Vermutung:
„Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das Bild echt oder KI-generiert ist, aber ich sehe mehrere Merkmale, die mich skeptisch machen:
Auffälligkeiten, die für KI sprechen könnten
Die Menschenmenge wirkt ungewöhnlich gleichförmig
► Viele Personen haben nahezu identische Körperhaltungen.
► Die Arme über dem Kopf bilden ein fast perfektes Muster, wie man es oft bei KI-generierten Menschenmengen sieht.
Gesichter im Hintergrund sind kaum klar erkennbar
► Besonders in den mittleren Reihen wirken viele Gesichter verwaschen oder unnatürlich vereinfacht. Das ist ein typisches Problem von KI-Bildern, vor allem bei größeren Personengruppen.
Unklare Details an Händen und Armen
► Einige Hände scheinen ineinander überzugehen.
► An mehreren Personen ist schwer zu erkennen, welche Arme zu welchem Körper gehören.
Der Soldat rechts vorne
► Seine Ausrüstung wirkt auf den ersten Blick plausibel. Allerdings erscheinen einzelne Gurte und Taschen etwas unlogisch angeordnet. Das allein beweist nichts, ist aber ein typisches KI-Indiz.
Licht und Schärfe
► Die Szene wirkt insgesamt sehr kontrastreich und dramatisch.
► Moderne KI-Bilder haben oft genau diesen „hyperrealistischen Nachrichtenfoto-Look“.
Was für ein echtes Foto spricht
Fahrzeuge und Landschaft
► Die gepanzerten Fahrzeuge und die Straße sehen weitgehend konsistent aus.
► Keine offensichtlichen KI-Fehler wie schwebende Räder oder unmögliche Perspektiven.
► Keine extremen Anatomiefehler
► Ich sehe keine sechs Finger, verschmolzenen Gesichter oder andere grobe Fehler, die bei KI häufig vorkommen.
► Das Motiv selbst: Solche Bilder existieren tatsächlich aus realen Konflikten. Das Motiv ist also nicht von vornherein unrealistisch.“
Plausible Abstreitbarkeit
Ein Artikel von mir im Journalistenblatt 2/2026.
Reisen wir nach Hongkong, China, Neuseeland oder Russland? Es macht keinen Unterschied, was die Neugier der jeweiligen Sicherheitskräfte angeht. Man muss alle elektronischen Geräte bei der Einreise entsperren und alle Passwörter herausrücken. (vgl. Übersicht unten, Stand April 2026). Das gilt nicht nur für Leute, die Ilhan Omar heißen oder einen Islamistenbart tragen.
Das Konsulat der USA in Hongkong warnt zum Beispiel: Am 23. März 2026 änderte die Regierung von Hongkong die Durchführungsbestimmungen zum National Security Law. Es ist nun strafbar, sich zu weigern, der Hongkonger Polizei Passwörter mitzuteilen oder Entschlüsselungshilfe zu leisten, um Zugriff auf sämtliche persönlichen elektronischen Geräte zu ermöglichen, einschließlich Mobiltelefonen und Laptops. Die Geräte können auch beschlagnahmt werden, sind die Grenzbeamten misstrauisch geworden.
Geschäftsleute und Journalisten, die Daten und Dokumente ungern in falsche Hände sehen wollen, können das Risiko minimieren, indem sie auf einer Auslandsreise ein „leeres“ Laptop mitnehmen und ein Zweithandy benutzen, auf dem nichts Privates zu finden ist, und dann vor Ort alles neu installieren und von der eigenen Cloud herunterladen. Das ist aber unpraktisch und umständlich.
| Kategorie | Staat | Rechtslage | Konsequenz bei Verweigerung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Strafbarer Passwort-Zwang | Hongkong | Passwortherausgabe gesetzlich erzwingbar | Geldstrafe oder Haft möglich | Gilt auch bei Transit |
| Strafbarer Passwort-Zwang | China | Weitreichende Sicherheitsgesetze | Strafverfolgung möglich | Besonders streng bei politischen Inhalten |
| Strafbarer Passwort-Zwang | Vereinigtes Königreich | Anti-Terror-Gesetze erlauben Passwortforderung | Strafbar bei Verweigerung | Auch ohne konkreten Verdacht möglich |
| Strafbarer Passwort-Zwang | Neuseeland | Zoll darf Entsperrung verlangen | Geldstrafe bei Weigerung | Gilt speziell bei Einreise |
| Faktischer Zwang | Vereinigte Staaten | Geräte dürfen durchsucht werden | Einreise kann verweigert werden | Besonders bei Nicht-Staatsbürgern |
| Faktischer Zwang | Kanada | Grenzbehörden dürfen Geräte prüfen | Probleme/Verzögerung möglich | Rechtslage im Wandel |
| Faktischer Zwang | Australien | Durchsuchung ohne richterlichen Beschluss | Verweigerung führt zu Problemen | Weitreichende Zollbefugnisse |
| Faktischer Zwang | Russland | Sicherheitsbehörden mit umfassenden Befugnissen | Einreiseprobleme möglich | Praxis teils streng umgesetzt |
Mit dem Zwang, alle Passwörter herauszugeben, verhält es sich wie mit Zensur jedweder Art: Das trifft nur die Dummen und Faulen, nie die Richtigen. Man kann das alles umgehen, und muss noch nicht einmal IT- oder Kryptografie-Experte sein.
Die Aufgabe ist also nicht nur, Inhalte zu verbergen, sondern auch, das Verbergen zu verbergen.
Das Problem: Es dürfte bekannt sein, dass alles, was man schützen will, in verschlüsselte Verycrypt-Container gehört. Dafür gibt es zahllose und sogar leicht verständliche Tutorials. Aber: Weil es jeder weiß, wird ein Grenzbeamter, der sich auskennt, beim Entsperren eines Laptops diese Container entdecken und dann auffordern, ihm den Inhalt zu zeigen. Die Aufgabe ist also nicht nur, Inhalte zu verbergen, sondern auch, das Verbergen zu verbergen.
Das ist gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Das Prinzip nennt man „Plausible Deniability“ (plausible Abstreitbarkeit). Wenn man mit Veracrypt einen „hidden container“ anlegt, hat man einen sichtbaren Container (der wie eine Dateiordner aussieht), indem sich ein weiterer Ordner (Container) verbirgt, der aber unsichtbar ist und auch ein anderes Passwort hat. Wenn man gezwungen wird, das Passwort herauszugeben, gibt man das des äußeren Containers an, der legitime, unkritische Daten enthält – der versteckte Dateiordner bleibt unsichtbar. Das funktioniert mit allem Betriebssystemen und auch externen Speichern wie USB-Sticks.
Das Problem sind natürlich die E-Mail-Programme auf Smartphones und Rechnern. Man könnte sogar gezwungen werden, verschlüsselte E-Mails zu öffnen. Noch schlimmer ist, dass alle Kontakte offen gelegt wären.
Auch dafür gibt es eine Lösung – hier eine Übersicht:
| System | Anleitung |
|---|---|
| Windows |
1. VeraCrypt installieren. 2. Einen verschlüsselten Container erstellen. 3. Den Container als Laufwerk einbinden, zum Beispiel V:. 4. Das Mailprofil oder die portable Version des Mailprogramms in den Container verschieben. 5. Das Mailprogramm nur starten, wenn der Container eingebunden ist. 6. Nach der Nutzung das Mailprogramm schließen und den Container aushängen. |
| Ubuntu / Linux |
1. VeraCrypt installieren. 2. Einen Container anlegen und mounten, zum Beispiel nach /media/veracrypt1. 3. Das Thunderbird-Profil in diesen Container verschieben. 4. Thunderbird mit dem Profil im Container starten, z. B. mit: thunderbird -profile /media/veracrypt1/thunderbird-profile 5. Nach dem Arbeiten Thunderbird beenden und den Container wieder aushängen. |
| macOS |
1. VeraCrypt installieren oder alternativ ein verschlüsseltes DMG-Image mit dem Festplattendienstprogramm anlegen. 2. Den Container oder das verschlüsselte Image öffnen. 3. Das Mailprofil in den verschlüsselten Bereich verschieben. 4. Das Mailprogramm nur von dort bzw. mit diesem Profil starten. 5. Nach der Nutzung das Mailprogramm beenden und das Image bzw. den Container schließen. |
| Hinweis | Der Schutz wirkt nur, solange der Container geschlossen ist. Wenn der Container geöffnet und das Mailprogramm aktiv ist, können die Inhalte natürlich gelesen werden. Für mehr Sicherheit sollten außerdem temporäre Dateien, Suchindizes, Ruhezustand und unverschlüsselte Backups beachtet werden. |
| Bereich | Anleitung |
|---|---|
| Ziel | Die lokal gespeicherten E-Mails sollen nicht offen auf dem Smartphone liegen, sondern möglichst in einem verschlüsselten Bereich gespeichert werden. |
| Benötigte Apps |
1. FairEmail als E-Mail-Programm installieren. 2. Zusätzlich eine App für verschlüsselte Container oder Tresore verwenden, zum Beispiel Cryptomator oder EDS. 3. Optional kann ein bereits am Computer erstellter VeraCrypt-Container auf das Smartphone kopiert werden, wenn die verwendete Container-App ihn unterstützt. |
| Variante mit Cryptomator |
1. Cryptomator installieren und einen neuen verschlüsselten Tresor anlegen. 2. Den Tresor mit einem sicheren Passwort öffnen. 3. In FairEmail den lokalen Speicherpfad möglichst auf den geöffneten Tresor legen. 4. FairEmail neu starten und prüfen, ob die lokal gespeicherten Daten im verschlüsselten Bereich landen. 5. Nach der Nutzung den Tresor wieder schließen. |
| Variante mit VeraCrypt-Container |
1. Einen VeraCrypt-Container am PC erstellen. 2. Die Container-Datei auf das Android-Smartphone kopieren. 3. Eine Android-App nutzen, die solche Container öffnen kann, zum Beispiel EDS. 4. Den Container auf dem Smartphone mit Passwort öffnen. 5. In FairEmail den Speicherort der lokalen Daten auf den geöffneten Container setzen, sofern die App und Android-Version das zulassen. 6. Nach der Nutzung FairEmail schließen und den Container wieder sperren. |
| Wichtige FairEmail-Einstellungen |
1. Benachrichtigungsvorschau deaktivieren. 2. Automatisches Laden externer Inhalte deaktivieren. 3. Automatisches Speichern von Anhängen vermeiden. 4. App-Sperre oder Geräte-PIN aktivieren. 5. Wenn möglich, den lokalen Cache klein halten oder regelmäßig leeren. |
| Wichtige Einschränkungen | Android kann trotzdem temporäre Dateien, Caches oder Anhänge außerhalb des Containers anlegen. Außerdem sind E-Mails sichtbar, solange FairEmail geöffnet ist oder der verschlüsselte Bereich eingebunden bleibt. Der Schutz ist also am stärksten, wenn die App geschlossen und der Container oder Tresor wieder gesperrt ist. |
| Fazit | Mit Android und FairEmail ist ein zusätzlicher Schutz durch verschlüsselte Speicherbereiche möglich. Am praktikabelsten ist meist die Kombination aus FairEmail + Cryptomator oder FairEmail + EDS. Ganz ohne Spuren außerhalb des Containers ist Android jedoch schwer vollständig abzuschirmen. |
Wer nichts zu verbergen und eine Webcam im Schlafzimmer installiert hat, muss nichts tun.
Gute Reise!
Links:
– Veracrypt
– Tutorials, wie man hidden container einrichtet, gibt es genug, auch bei Youtube. Wenn man weiß, wie man einen „normalen“ Container einrichtet, dauert das maximal zehn Minuten. Beispiel: Vollständiges Veracrypt Tutorial: Volumes – Hidden Volumes – Systemverschlüsselung.
– FairEMail – als Beispiel, eines der sichersten E-Mail-Programme)
– Cryptomator
– EDS für Android
– Disk Deciper für iPhones
Split Tunneling

A modern cybersecurity infographic illustrating the difference between Split Tunneling and Full VPN Tunneling. On the left side, show a laptop connected to a VPN tunnel where only traffic to a home network and private servers passes through the encrypted tunnel, while normal internet traffic bypasses it directly to the web. Label this “Split Tunnel”. On the right side, show a “Full Tunnel” where all internet traffic, including websites and cloud services, is routed completely through the VPN tunnel, changing the user’s public IP address. Use glowing blue VPN tunnels, network diagrams, internet cloud icons, routers, and data streams. Professional IT illustration style, dark background with neon blue and cyan highlights, highly detailed, clean layout, futuristic networking concept art, cinematic lighting –ar 16:9 –v 7 (ChatGPT)
Ich hatte neulich ein interessantes IT-Problem: Ich bin mit einem Ubuntu Laptop in einem Firmennetz online, wenn ich Wireguard einschalte, komme ich nicht aber mehr online. Kann es sein, dass der Admin des Firmennetzes VPN bzw. Wireguard zu meiner eigenen Fritz!Box unterbindet?
Daraus ergab sich eine längere „Unterhaltung“ mit viel Gefummel, und das Problem konnte ich noch nicht lösen. Ich weiß aber, wie es ginge, habe nur keine Lust dazu. Da ich aber im November außerhalb Europas sein werden, könnte es sein, dass ich doch etwas machen muss, weil dort das Internet streng zensiert wird.

Midjourney erzeugt bei identischem Prompt nur symbolischen Unfug ohne Erkenntniswert.
Ja, das ist gut möglich. Viele Firmennetze blockieren oder filtern VPN-Verbindungen — besonders unbekannte oder private VPNs wie eine eigene FRITZ!Box-WireGuard-Verbindung.
Typische Ursachen:
→ Die Firewall blockiert den WireGuard-Port (standardmäßig UDP 51820).
→ UDP-Traffic wird generell eingeschränkt.
→ Das Firmennetz erlaubt nur HTTP/HTTPS über Proxy.
→ Deep Packet Inspection erkennt und blockiert VPN-Traffic.
→ Das Firmennetz verhindert „Split Tunneling“ oder private Tunnel absichtlich aus Sicherheitsgründen.
Dass „gar nichts mehr geht“, sobald WireGuard aktiv ist, deutet oft auf eines dieser Probleme hin:
→ Der Tunnel baut sich nicht korrekt auf
→ dann routet Ubuntu trotzdem alles durch das VPN und verliert Internetzugang.
DNS wird über den Tunnel geschickt, funktioniert aber nicht
→ Webseiten wirken „offline“, obwohl IP-Verbindungen evtl. noch gehen.
Die Firma blockiert genau den UDP-Verkehr zur Fritzbox
→ Handshake kommt nie zustande.

Ping geht, aber DNS nicht. Also liegt das Problem vermutlich daran. Was haltet ihr von den Ratschlägen der KI?
Wenn Ping auf IPs geht, aber DNS nicht:
→ DNS-Problem im Tunnel.
Oft hilft bei Firmennetzen:
→ WireGuard auf einen anderen UDP-Port legen (z. B. 53, 123 oder 443 UDP)
→ Auf der Fritzbox einen alternativen Port konfigurieren
→ PersistentKeepalive = 25
→ Split Tunneling statt AllowedIPs = 0.0.0.0/0
Beispiel: AllowedIPs = 192.168.178.0/24
resolvectl status
Global
Protocols: -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
resolv.conf mode: stub
Link 2 (wlp0s12f0)
Current Scopes: DNS
Protocols: +DefaultRoute -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
Current DNS Server: 8.8.4.4
DNS Servers: 8.8.8.8 8.8.4.4
Link 4 (wg_config)
Current Scopes: DNS
Protocols: +DefaultRoute -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
Current DNS Server: 192.168.178.1
DNS Servers: 192.168.178.1 fd93:9136:e393:0:7642:7fff:fe2c:f103
DNS Domain: fritz.box ~.
Das erklärt das Verhalten ziemlich eindeutig. Dein WireGuard-Tunnel setzt den DNS auf deine FRITZ!Box:
Current DNS Server: 192.168.178.1
Sobald WireGuard aktiv wird, versucht Ubuntu also:
→ alle DNS-Anfragen an deine Fritzbox zuhause zu schicken durch den VPN-Tunnel
→ Wenn der Tunnel aber im Firmennetz nicht richtig funktioniert oder UDP teilweise blockiert wird, erreicht dein Laptop die Fritzbox-DNS nicht mehr zuverlässig.
Darum:
→ DNS → kaputt
→ Webseiten → „offline“
→ SERVFAIL von 127.0.0.53
Der entscheidende Punkt:
Dein normales WLAN (wlp0s12f0) hat funktionierende Google-DNS:
→ 8.8.8.8
→ 8.8.4.4
Aber WireGuard überschreibt das mit:
192.168.178.1
„Das ist typisch bei Fritzbox-WireGuard-Konfigurationen.“
ChatGPT empfiehlt split tunneling: Das sei in Firmennetzen fast immer die stabilere Lösung. Das hülfe mir aber nicht gegen Internet-Zensur…

Identischer Prompt, Gemini-Version
Unter Exorzisten
Die bürgerliche Hauptstadtpresse berichtet: Gleich 32 Autoren, die ihre Bücher bislang im Westend Verlag veröffentlicht haben, verkünden in einem offenen Brief an die Geschäftsführung des in Frankfurt ansässigen Verlags, dass sie diesen verlassen werden. „Wir distanzieren uns hiermit von der Neuausrichtung Ihres Verlagsprogramms.“ (…)
Mit der „Neuausrichtung“ ist gemeint, dass der Verlag, der sich bislang „ausdrücklich als Plattform für kritische, linke Perspektiven auf gesellschaftliche Entwicklungen“ verstanden hat, wie es bis vor kurzem auf der Verlagsseite stand, nun auch Bücher von Autoren wie Wolfgang Kubicki und Ulf Poschardt verlege, mithin sich rechten Positionen öffne.
Die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die gefühlt „linken“ Damen und Herrn Autoren sind noch nicht einmal mehr in der Lage, jemanden in ihrer virtuellen Nähe zu dulden, der nicht ihrer stromlinienförmigen Meinung entspricht, ohne ein exorzistisches Reinigungsritual zu zelebrieren.
Insel der Sterne, revisited mit KI
Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht, die schlechter Spanisch sprachen als ich. Die Kinder hatten noch nie eine Kamera gesehen und reagierten dementsprechend. Das obere Foto (eingescanntes Dia) und das unten habe ich mit KI bearbeitet. ChatGPT schlug vor, um alte Fotos zu verbessern:
Wenn du nur ein Tool willst:
Beste Gesamtwahl: Topaz Photo AI (kostenpflichtig)
Beste Profi-Kontrolle: Adobe Photoshop
Beste kostenlose Lösung:
GIMP + Real-ESRGAN Github
Ich finde, der Authentizität schadet es nicht.
Rewards for Justice
Hat jemand Hintergrundwissen und braucht 15 Millionen Dollar?
Vielleicht sollte man die Genossin Vedi Emde fragen, die bestimmt Geld braucht für neue Halstücher, ob sie jemanden in der antisemitischen Mischpoke dort kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt? Oder sollte man gleich Jack Ryan anheuern?
España, una, pequeña, libre
Berliner Zeitung: „Die spanischen Konservativen gewinnen die Andalusien-Wahl – sind künftig aber auf die rechte Partei Vox angewiesen. Die Partei von Premier Sánchez fährt eine historische Niederlage ein.“
Man darf sich freuen, dass der Israel-Hasser Sánchez einen Denkzettel bekommen hat. Offenbar wollen die Spanier seine Politik nicht.
Ich habe mir einen Artikel aus der spanischen Zeitung El País zusammenfassen lassen (ChatGPT):
„Die konservative PP [vergleichbar mit der CDU] unter Juan Manuel Moreno gewinnt zwar erneut deutlich die Wahl, verliert jedoch ihre absolute Mehrheit. Statt 58 hält sie nun nur noch 53 Sitze und ist damit auf die Unterstützung der rechtspopulistischen Vox angewiesen, um weiter regieren zu können. Trotz Stimmenzuwachs verliert die PP fünf Mandate.
Die sozialdemokratische PSOE erzielt mit 28 Sitzen ihr schlechtestes Ergebnis in Andalusien überhaupt. Spitzenkandidatin María Jesús Montero konnte den Niedergang der Partei nicht stoppen, auch wenn die Verluste geringer ausfielen als befürchtet.
Großer Gewinner auf der linken Seite ist Adelante Andalucía, eine linksnationalistische andalusische Partei. Sie steigert sich von zwei auf acht Sitze und wird damit zur wichtigsten alternativen linken Kraft neben der PSOE. Besonders stark ist sie in Cádiz und Sevilla. Der Erfolg wird als Ausdruck eines neuen andalusischen Regionalbewusstseins interpretiert.
Vox legt leicht zu und gewinnt einen zusätzlichen Sitz. Obwohl das Ergebnis schwächer ausfällt als in anderen Regionen Spaniens, besitzt die Partei nun erneut eine Schlüsselrolle, da Moreno ohne ihre Unterstützung nicht regieren kann. Vox fordert unter anderem eine „nationale Priorität“ bei Sozialleistungen.
Die Wahlbeteiligung stieg deutlich an. Insgesamt bleibt das rechte Lager zwar stärker als die Linke, doch die progressive Seite gewinnt durch den Erfolg von Adelante Andalucía wieder an Gewicht. Der Artikel bewertet Morenos Sieg deshalb als „bitteren Sieg“: Er bleibt Wahlsieger, verliert aber seine politische Unabhängigkeit von Vox.“
Vox ist gegen die Autonomierechte der spanischen Regionen und strebt stattdessen eine zentralistische Verfassung an; sie lehnt Immigration und Feminismus ab. Die Partei hat sich selbst als „antifaschistisch, antinazistisch und antikommunistisch“ bezeichnet.
In Spanien ist die Politik immer ein bisschen anders, weil das Thema regionale Autonomie oft alles anderes überlagert, wobei es bei uns – außer beim Länderfinanzausgleich – überhaupt keine Rolle spielt.
Die „Rechten“ sind also für einen zentralistischen Staat und „Antifaschisten“. Die „linken“ Sozialisten Antisemiten. Irgendwie ist alles verkehrt herum.
„Regionalbewusstsein“ halte ich für reaktionäre romantische Kapitalismus-Kritik. Das gilt auch für Schottland, Wales oder die Basken. Als ob es nun eine baskische oder andalusische „Nation“ gäbe – alles Mumpitz. Man kann nur froh sein, dass unsere Sorben nur wenige sind. Sonst könnten die auf die Idee kommen, einen eigenen Staat zu wollen oder sich Polen anzuschließen.
Das beste Szenario für China
„Erfüllt Putin seine Kriegsziele, gewönne Russland gegenüber China wieder an Stärke und könnte seine Abhängigkeit reduzieren. Gleichzeitig kann China aber auch kein Interesse daran haben, dass Russland diesen Krieg verliert.“ Denn dann würden wieder westliche Kapazitäten frei. Laut Wagner ist das beste Szenario für China, wenn „der Krieg weiter andauert“. (Zitat aus der bürgerlichen Presse)
OK, Human!

A cinematic conceptual illustration showing the contrast between authentic human creativity and artificial intelligence. In the center, a human writer sits at a glowing desk, surrounded by handwritten notes, evolving drafts, flowing ink, fingerprints, and organic creative chaos. Around the writer, transparent timelines, revision layers, heartbeat-like data streams, and luminous process trails visualize the journey of genuine human thought. In the background, faceless AI-generated text clouds dissolve into geometric patterns and sterile machine grids. The scene symbolizes proof of human authorship rather than AI detection. Emotional, intellectual, trustworthy atmosphere. Futuristic but human-centered. Soft warm lighting mixed with cool digital holograms. Highly detailed, symbolic storytelling, editorial illustration style, cinematic depth, ultra realistic, subtle cyberpunk aesthetics, 8k –ar 16:9 –stylize 250
(sup>
Der folgende Text wurde von ChatGPT verfasst; das obige Bild von Midjourney, das Schaubild und das Bild unten von ChatGPT.
Ich frug: „Was kannst du mir über die Website/Software OKHuman sagen, die angeblich KI-generierte Texte erkennen kann und menschliche Texte zertifiziert?“ (Fünf Sekunden für die Antwort.) „Verfasse aus deiner Antwort einen journalistischen Text, den man in ein WordPress-Blog einfügen kann.“
OKHuman: Kann diese Plattform wirklich menschliche Texte zertifizieren?
Seit dem Siegeszug von ChatGPT, Claude und anderen generativen KI-Systemen stehen Schulen, Universitäten und Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Wie lässt sich überhaupt noch feststellen, ob ein Text von einem Menschen oder von einer KI geschrieben wurde?
Während zahlreiche sogenannte „AI Detectoren“ versuchen, KI-generierte Texte anhand statistischer Muster zu erkennen, verfolgt die Plattform OKHuman einen anderen Ansatz. Das Unternehmen behauptet nicht, künstliche Intelligenz direkt zu entlarven. Stattdessen soll der eigentliche Schreibprozess eines Menschen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Doch wie funktioniert das – und wie glaubwürdig ist dieser Ansatz wirklich?
Weg von der KI-Erkennung, hin zum Schreibprozess
Klassische KI-Detektoren analysieren fertige Texte. Sie suchen nach sprachlichen Mustern, typischen Satzstrukturen oder statistischen Auffälligkeiten, die auf Systeme wie GPT [Sprachmodelle aus der GPT-Familie, also die Technik hinter OpenAIs ChatGPT] hindeuten könnten.
Das Problem dabei: Moderne Sprachmodelle werden immer besser. Inzwischen gelten viele KI-Erkennungssysteme als unzuverlässig. Menschliche Texte werden teilweise fälschlich als KI-generiert markiert, während überarbeitete KI-Texte oft unerkannt bleiben.
Genau hier setzt OKHuman an.
Die Plattform konzentriert sich nicht auf den fertigen Text, sondern auf dessen Entstehung. Während des Schreibens werden offenbar verschiedene Metadaten erfasst, darunter:
- Schreibdauer,
- Bearbeitungsverläufe,
- Überarbeitungen,
- Schreibpausen,
- Versionsänderungen.
Am Ende entsteht daraus eine Art Zertifikat oder „Stamp“, der bestätigen soll, dass ein Mensch tatsächlich an diesem Text gearbeitet hat.
Kein KI-Detektor im klassischen Sinn
OKHuman betont ausdrücklich, kein klassischer KI-Scanner zu sein. Statt zu fragen: „Ist dieser Text von einer KI geschrieben worden?“ lautet die eigentliche Frage: „Kann nachgewiesen werden, dass ein Mensch aktiv an diesem Dokument gearbeitet hat?“
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Denn die Plattform versucht nicht, künstliche Intelligenz direkt zu identifizieren – etwas, das selbst Experten zunehmend für schwierig halten. Stattdessen soll eine Art Vertrauensnachweis entstehen, vergleichbar mit einer Versionshistorie in Google Docs oder Commit-Verläufen bei Softwareentwicklern.
Die Schwächen des Systems
Trotzdem bleibt die Idee nicht ohne Kritik. Denn ein dokumentierter Schreibprozess beweist nicht automatisch, dass keine KI beteiligt war. Nutzer könnten weiterhin:
- KI-generierte Abschnitte einfügen,
- Texte umformulieren,
- Inhalte schrittweise übernehmen,
- oder KI parallel zum Schreiben verwenden.
Das System kann also eher belegen, dass jemand mit dem Dokument gearbeitet hat – nicht jedoch, dass der gesamte Inhalt ausschließlich menschlichen Ursprungs ist.
Hinzu kommen Datenschutzfragen. Auch wenn OKHuman nach eigenen Angaben nicht den eigentlichen Text analysiert, entsteht dennoch eine umfangreiche Schreib-Telemetrie. Dazu gehören möglicherweise Informationen über Arbeitsweise, Tippverhalten, Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Pausen.
Gerade im Bildungsbereich könnte das kritisch gesehen werden. Datenschützer dürften sich fragen:
- Wer speichert diese Daten?
- Wie lange bleiben sie erhalten?
- Und welche Rückschlüsse lassen sich daraus über Nutzer ziehen?
Die Branche sucht nach neuen Lösungen
Der Fall OKHuman zeigt vor allem eines: Die Diskussion um KI-generierte Inhalte verschiebt sich gerade grundlegend.
Viele Experten gehen inzwischen davon aus, dass reine KI-Erkennung langfristig kaum zuverlässig funktionieren wird. Sprachmodelle imitieren menschliche Schreibweisen mittlerweile zu gut.
Deshalb entstehen neue Ansätze:
- Schreibprotokolle,
- Versionsnachweise,
- kontrollierte Schreibumgebungen,
- digitale Signaturen,
- kryptografische Watermarks,
- oder eben Systeme wie OKHuman.
Die Idee dahinter lautet nicht mehr: „Erkenne die Maschine.“ Sondern vielmehr: „Dokumentiere den Menschen.“
Fazit
OKHuman wirkt auf den ersten Blick moderner und plausibler als klassische KI-Detektoren. Statt fragwürdiger Textanalysen setzt die Plattform auf die Dokumentation des Schreibprozesses.
Allerdings bleibt auch dieser Ansatz weit von einem eindeutigen Beweis menschlicher Autorschaft entfernt. Letztlich handelt es sich eher um ein Vertrauenssystem als um eine technisch unangreifbare Zertifizierung.
Ob sich solche Plattformen langfristig durchsetzen, dürfte vor allem davon abhängen, wie Schulen, Universitäten und Unternehmen künftig mit KI-generierten Inhalten umgehen wollen.
Denn eines scheint bereits klar zu sein: Die Zeit, in der sich KI-Texte zuverlässig allein anhand ihres Sprachstils erkennen ließen, geht wahrscheinlich zu Ende.
Zur Ehrenrettung der Humanoiden muss ich natürlich noch etwas anmerken. Außerdem habe ich gern das letzte Wort. Was hätte ich anders formuliert? In willkürlicher Reihenfolge:
- Sätze fängt man nicht mit „denn“ an. Grammatikalisch ist das zwar korrekt, denn – wenn „denn“ einen Satz beginnt – handelt es sich um einen Konjunktionalsatz mit nebenordnender Konjunktion, auch als „Bindewort“ bekannt.
- Alle Zwischenüberschriften sind gähnend langweilig – ein typisches Problem der KI.
- „Die Branche sucht nach neuen Lösungen“ – Wolf Schneider würde urteilen: „Direkt aus dem Anus einer Werbeagentur ausgeschieden.“
- Eine künstliche Intelligenz benutzt kein starkes und korrektes, aber archaisches Verb wie „frug“.
- „Beweis menschlicher Autorschaft“. Nein, keine Schäfte. Ein Beweis, dass der Autor ein Mensch war.
- Keine „-ung“-Wörter wie „Herausforderung“.
- „Der eigentliche Schreibprozess“ – was ist mit dem uneigentlichen Schreibprozess? Fasel-Rhabarber.
- „Dürfte davon abhängen“ und „scheint klar zu sein“. Nichts Genaues weiß man also nicht. Vielleicht sollte man dann besser die Kresse halten?
Luxury und andere Beliefs

Die Qualitätsboulevardmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Wir nehmen wieder Dinge zusammen durch, die gar nicht zusammengehören.
Medien und die Ostfront
Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft, ob es heute nicht ehrenrührig ist, sich „Journalist“ in Deutschland zu nennen. Mit dieser haltungsaffinen belehrungsfreundlichen Mischpoke möchte ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.
Ich sehe in der Tagespresse keinen Journalismus, wie ich ihn verstehe, nirgends. „Expertin entlarvt“ – soll ich da etwa weiterlesen? „Digital-Terror“? WTF? Und wieso denke ich jetzt an Immobilienmakler?

Die Qualitätshauptstadtmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Es kömmt darauf an, was mit dem suggeriert wird, was als Cluster von „Nachrichten“ angeboten wird. „Ukraine meldet“ ist kein Journalismus, sondern ungefragte Weitergabe von Propaganda. Das ist genau so „seriös“ wie die zahlreichen Krankheiten Putins, von denen die üblichen Verdächtigen gern herumraunen.
„Seine Frau versucht“ – auch das ist suggestiv und hat mit dem Thema rein gar nichts zu tun. „Politisch isoliert“ bedeutet nur, das man in der selbstreferenziellen Medienblase nicht mehr auftaucht. Außerdem ist das nicht mess- und verifizierbar, gehörte also in einen gekennzeichneten Kommentar, nicht in eine Nachricht.

Das gefühlte Zentralorgan der deutschen Bourgeoisie von gestern (digitaler Ausriss)
Schröder ist Putins Mann. Weitere Nachrichten: Spaniens Regierungschef ist der Mann der Hamas und der Hisbollah. Merz ist Selenskijs Mann. Stegner ist der Mann des Islam. Man kann den Blödsinn bis ins Unendliche fortführen.
Fernost
Wechseln wir das Thema. Falls übrigens jemand eine Bombe auf den nordkoreanischen Diktator würfe, wäre das eine schlechte Idee. Und noch schlechter wäre dieser Bombenwurf, wenn der Täter sich gar nicht zu erkennen gäbe.
Luxurybeliefniks
Kommen wir zu den Sich-gut-Fühlenden.
„Der Artikel argumentiert, dass der Erfolg der Grünen in London weniger von ärmeren Wählern getragen wird, sondern vor allem von wohlhabenden, gut situierten Bewohnern attraktiver Innenstadtviertel. Obwohl Zack Polanski mit Forderungen wie Vermögenssteuer, höheren Kapitalertragssteuern und Gehaltsobergrenzen auftritt, zeigen die Wahlergebnisse laut Autor ein anderes Bild.
Die Grünen erzielten besonders gute Ergebnisse in reichen und beliebten Stadtteilen wie Highbury, Clissold Park oder De Beauvoir Town – Gegenden mit hohen Immobilienpreisen und wohlhabender Bevölkerung. Dagegen hielten ärmere Viertel mit höherer Kriminalität oder sozialen Problemen, etwa Homerton, Notting Dale oder Northumberland Park, eher zur Labour-Partei.
Der Autor interpretiert dies als Beispiel für sogenannte „Luxury Beliefs“: Wohlhabende Menschen unterstützen politische Ideen, die ihnen moralisches Prestige verleihen, deren negative Folgen aber eher ärmere Bevölkerungsschichten tragen müssten. Die Grünen würden damit vor allem das politische und moralische Selbstbild der urbanen Mittelschicht bedienen.“
Ist also exakt wie hier. Den Begriff Luxury Beliefs merke ich mir. Die Taz ist das Zentralorgan der Luxurybelievers (ChatGPT schlägt auch „Luxurybelieflings“, „Luxurybeliefocrats“ und „Luxurybeliefarians“ vor – gefällt mir!).
Internet verbieten!
Dann hatten wir noch eine lustige Meldung: „Der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments stuft VPNs als Gefahr für den Jugendschutz ein und fordert Auflagen gegen das Umschiffen von Altersverifikation.“ (Die Original-Quelle ist CyberInsider.
Virtual Private Networks seien ein „loophole that needs closing“. Tor haben sie vergessen. Und was ist mit dem Verbot von Verschlüsselung?
Übrigens surfe ich über das VPN meiner eigenen Fritzbox, wenn ich nicht zu Hause bin. Wie wollen die das verbieten?
Man muss es ganz unverblümt aussprechen: „Jugendschutz“ ist seit vierzig Jahren nur ein Vorwand, Zensur im Sinn der herrschenden Klasse im Internet einzuführen. Zum Glück sind die alle so dämlich, dass daraus nie etwas wird oder nur für Klein Fritzchen. Ernst würde es erst, wenn der European Parliamentary Research Service (EPRS) eine Bildungsreise nach China machen würde.

a static shot featuring a figure in military attire and a balaclava with their back to the viewer, against a large blue star of david symbol on a white wall. a laptop is placed on a shiny case in the foreground, displaying source code on the left of its screen and a stylized, luminous blue brain icon with „ai“ on the right, accompanied by network information below the code. –ar 16:9 –s 750
Naher-Osten-Front
– Wir haben das Gewohnte vom künstlich intelligenten Mossad: „Inside Israel’s AI targeting system: How data from a phone becomes a death sentence“.
„Der Artikel beschreibt, wie Israel mithilfe von künstlicher Intelligenz und umfassender Überwachung gezielt Mitglieder und Unterstützer der Hisbollah aufspürt und tötet. Im Mittelpunkt steht Ahmad Turmus, ein älterer Hisbollah-Funktionär aus dem libanesischen Grenzdorf Talloussah, der im Februar nach einem Anruf eines israelischen Offiziers bei einem Drohnenangriff getötet wurde.
Das israelische System kombiniert Daten aus Smartphones, Kameras, Drohnen, WLAN-Signalen, sozialen Medien und staatlichen Datenbanken. KI analysiert daraus Bewegungen, Kontakte und Verhaltensmuster, um sogenannte „Bedrohungsprofile“ zu erstellen. Laut dem Bericht kann die Software Ziele in Sekunden identifizieren – Aufgaben, für die früher viele Analysten Wochen gebraucht hätten.
Experten warnen jedoch vor großen Risiken: Die KI arbeite oft mit Wahrscheinlichkeiten statt mit sicherem Wissen. Menschen könnten allein wegen ihrer Kontakte oder ähnlicher Kommunikationsmuster fälschlich als Kämpfer eingestuft werden. Dadurch entstehe eine gefährliche „Illusion von Gewissheit“.
Der Artikel zeigt außerdem, dass Israel die Infrastruktur und Kommunikationsnetze im Libanon über Jahre infiltriert hat. Gleichzeitig versucht die Hisbollah inzwischen, sich anzupassen, etwa durch kleinere Gruppen und sicherere Kommunikationsmethoden.
Am Ende schildert der Text die letzten Stunden von Turmus: Nachdem er einen Anruf der Israelis erhalten hatte, sagte er seiner Familie, sie solle das Haus verlassen, weil „sie sein Gesicht kennen“ und es keine Möglichkeit gebe zu entkommen. Kurz darauf wurde er getötet.“

Jerusalem, Nachlaot, Oktober 2025
– Ich traue mich jetzt nicht mehr, den Ausgang der Wahlen in Israel im Oktober vorherzusagen. Netanjahu hat zwar jetzt eine ganz große Koalition gegen sich, die wesentlich mehr Stimmen bekäme als der Likud, aber man sieht schon im Ansatz, dass dieses Bündnis sehr brüchig ist.
Die Die Jerusalem Post „berichtet über die schwere Personalkrise der israelischen Armee (IDF). Generalstabschef Eyal Zamir fordert dringend mehr Soldaten, insbesondere die Einberufung großer Zahlen ultraorthodoxer Juden (Haredim), die bisher oft vom Militärdienst befreit sind.
Zamir warnte, dass die Armee wegen der vielen Gefallenen, Verwundeten und psychisch belasteten Soldaten sowie der anhaltenden Einsätze in Gaza, Libanon, Syrien und dem Westjordanland an ihre Grenzen komme. Laut ihm brauche die IDF bis 2027 etwa 15.000 zusätzliche Soldaten, darunter viele Kampfsoldaten.
Er fordert drei neue Gesetze: längere Wehrpflicht, längeren Reservedienst, sowie ein wirksames Gesetz zur Einberufung der Haredim.
Politisch ist das Thema hoch umstritten, weil Premierminister Benjamin Netanyahu auf die Unterstützung ultraorthodoxer Parteien angewiesen ist. Kritiker werfen der Regierung vor, aus politischen Gründen keine gerechte Wehrpflicht durchzusetzen und damit die Sicherheit Israels zu gefährden.
Oppositionspolitiker wie Naftali Bennett und Gadi Eisenkot erklärten, dass die Verweigerung der Einberufung ultraorthodoxer Männer Soldatenleben koste und die Einsatzfähigkeit der Armee schwäche.“
Das Thema Armee und Einberufung der Orthodoxen wird die Wahl entscheiden. In Israel kann jeder mit jedem koalieren. Man sollte trotz der Umfragen den Machiavellisten Netanjahu nicht abschreiben.
Schwarzer Senf und anderes
Ich hatte mir vor einiger Zeit aus dem Senfladen Unna „Ruhfpott-Senf“ mitgebracht und ihn gestern einigen Freunden, die ich eingeladen hatte, kredenzt, natürlich zusammen mit Wurstwaren. Der ist wirklich schwarz – aber nicht aus Kohle gemacht.



Ich bin jetzt mit den Aufräumungsarbeiten der kleinen Party fertig.
Es gab übrigens Süßkartoffel-Erdnuss-Kokosmilch-Suppe, Westfälischen Kartoffelsalat, Nudelsalat nach Burkscher Art, Käsekuchen sowie Erdbeer-Buttercreme-Torte (eigene Entwicklung, auf dem Foto noch in Arbeit und ohne Sahne), dazu Talisker aus Schottland, Penderyn aus Wales, Bushmills aus Nordirland, Casillero del Diablo (Rotwein aus Chile) und Cepa Lebrel aus Spanien.
Den Backofen musste ich auch von Grund auf reinigen.

Tag der Befreiung
Dazu höre man die passende Musik oder singt etwas.
Die Deutschen so: „Auch die Buchstaben [ ] und [ ] mit denen die russischen Pan[ ]er im Ukrainekrieg gekenn[ ]eichnet sind, dürfen der Mitteilung [ ]ufolge nicht ge[ ]eigt werden.“
Zwischenruf
„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Weitere Nachrichten: „SPD hat in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit.“ – „Immer mehr Muslime sagen sich vom Islam los.“
Keychronig [Update]
Ich brauchte eine neue Tastatur, weil bei meiner alten schon die Buchstaben abfielen. Ich habe ausnahmsweise nicht sofort das Angebot der Großbourgeoisie durchsucht, sondern mich beraten lassen – ich muss nicht verraten von wem.
🏁 Meine klare Empfehlung (für dich)
Wenn dir wichtig ist:
Beleuchtung + Linux + langlebig[
👉 nimm Keychron V6 (egal ob normal oder 8K)
Das ist die einzige Option hier, die alles sauber kombiniert.
Ich wanderte alsbald zum einheimischen Elektronikfachhandel, um die Keychron zu bestellen (sie hatten sie natürlich nicht da).
Ich werde sie behalten, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht noch einmal kaufen. 1) Ich habe sie mit Bluetooth nicht zum Laufen bekommen. Linux ist im Manual nicht vorgesehen, außerdem ist das so winzig geschrieben, dass ich es kaum lesen konnte.
Das mitgelieferte Kabel ist sowohl zum Verbinden mit dem PC als auch zum Aufladen da – das erfuhr ich erst von ChatGPT. Wenn man das Kabel benutzt, muss man den Akku nicht aufladen (steht nicht im Handbuch). 2) Außerdem ist es viel zu kurz. Ich musste zwei USB-Kabelverlängerungen dranstecken – zum Glück hatte ich noch welche.
3) Die Tastatur ist überraschend klein, man muss sich erst an das Gefühl gewöhnen. Mir kam es vor allem darauf an, dass sie nicht gleich wieder auseinanderdröselt oder Tasten verliert (es werden sogar einige Ersatztasten, für ESC zum Beispiel, mitgeliefert.) Einige Tasten findet man nicht sofort.
Auch die Beleuchtung ist, was die Usability angeht, ungenügend, wie auch die zwei Seiten im Handbuch. 4) Es sind nicht die Tasten beleuchtet, sondern die Zwischenräume – was ist recht blödsinnig finde. Das ist einfach respektlos und nicht kundenfreundlich.
5) Merkwürdig finde ich, dass die Tastatur auf allen Seiten offen ist (vgl. Foto unten). Der Staub kann also von überallher eindringen.
Positiv ist der Anschlag – zwar nicht so schwer wie bei einer Schreibmaschine, aber man fühlt, was man tippt. Wenn das Teil stabil und langlebig bleibt, kann ich damit leben.
[Update]
– Mehrere Tasten sind doppelt belegt, wenn man herumprobiert, findet man sie. Vermutlich kann man das mit einer
– Die Anleitung, wie der Wireless-Modus funktionieren soll, ist beschissen unverständlich, zumal noch nicht einmal erklärt wird, welches Modell wie funktioniert („some models only support wired mode“).
– Die seitlichen Öffnungen könnten, wie das Publikum schon anmerkte, das Reinigen mit Druckluft einem Fön erleichtern – daran habe ich nicht gedacht.
– Ich fragte ChatGPT: Ich brauche eine kabelgebundene Gaming-Tastatur, beleuchtet, die auch für Linux funktioniert, schlage welche mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vor. ChatGPT empfahl die Redragon Kumara K552 RGB, die weniger als 50 Euro kostet, aber auch so klein ist wie die, die ich jetzt habe. Ich bestand auf einem Vergleich von „Mittelklasse“-Tastaturen (vgl. oben).
Quid est veritas oder: #WirVerlassenXNicht
„Spricht Pilatus zu yhm: Was ist warheyt?“
Wir gehen das Thema X aka social media, das gerade wie ein Sau durch’s Dorf gejagt wird, anders an. Man weiß schon immer vorher, wer was warum sagt. Oder: Wer gendert, verlässt X aka Twitter und begibt sich zu irrelevanten Nischenprodukten wie Bluesky und bleibt unter Seinesgleichen. Was wollen mir die Künstler damit sagen? Feigheit vor dem imaginären Feind?
„Die politische Geschäftsführerin Pegah Edalatian über dieses parteiübergreifende Zeichen gegen Hass und Hetze blabla fasel…“ Muss man das noch kommentieren? Ein sinnfreier Textbaustein nach dem anderen. Zeichen setzen oder auch: Flagge, wahlweise Gesicht zeigen (und nicht etwas das Gesäß). Entschieden natürlich. Geschlossen. Und jetzt alle Klatschmarsch gemeinsam.
Ich bin schon seit Ewigkeiten bei X, aber noch nie hat mir ein wohl- oder übelwollender Algorithmus irgendwas von den SPDGrüneLinken vor die Füße gespült, das auch nur einen Gedanken wert gewesen wäre.
Auch die Bürgerlichen und Kapitalismus-affinen, die zaghaft anmerken, man müsse doch mit den Gegnern diskutieren, kommen mit einem jammernden Unterton einher:
„Der Rückzug sendet ein fatales Signal. Er wirkt wie eine Kapitulation vor den Bedingungen statt wie ein Versuch, sie zu verändern. Natürlich ist X kein neutraler Raum mehr. Moderation und Tonlage haben sich verändert, viele Akteure haben sich bereits zurückgezogen. Doch genau deshalb wäre eine sichtbare, widersprechende Stimme notwendig. Wer Desinformation kritisiert, muss ihr auch widersprechen – und zwar dort, wo sie entsteht.“
Was war jemals „neutral“? Und welche „Tonlage“ in Dur und Moll ist gemeint? Werden die Nutzer immer pöhser, wie seinerzeit im Internet, als AOL seine Zugangssoftware als CD (das ist so eine schimmernde Scheibe) unter das Volk streute und plötzlich auch Klein Fritzchen fragte: Bin ich schon drin?
„Viele Akteure haben sich bereits zurückgezogen“? Sind das nicht Fake News? X hat an mehreren Tagen in diesem Jahr neue Rekorde bei Zugriffen und Nutzerzahlen verzeichnet und ist mit rund 600 Millionen monatlichen Nutzern das fünftgrößte soziale Medium der Welt – und nach wie vor mehr als zehnmal so groß wie sein Konkurrent Bluesky.
Die fantasieren sich allesamt einfach ihre eigene gefühlte Welt als Wille und Vorstellung herbei.
What we know about Cole Tomas Allen
„In October 2024, Allen donated $25 to ActBlue, a political action committee that raises funds for Democrats, according to the Federal Election Commission. The money was earmarked for Kamala Harris’ presidential campaign. It was his only political donation listed on the FEC website in the past decade,“ berichtet die Los Angelese Times.
Der verhinderte Attentäter auf Trump ist einfach an einer Sicherheitskontrolle vorbeigelaufen.
Unter smarten Cyberübernommenden
Ich wollte ursprünglich etwas zu dem angeblichen „Hack“ des messengers Signal schreiben, aber Falk Steiner auf Heise hat alles dazu kommentiert, was zu sagen ist: Es gab keinen Hack, sondern nur die Ignoranz und Dummheit. der betreffenen bzw, betroffenen Anwender.
Was müssen Sie tun, wenn Sie einen SMS-Code und/oder PIN eingegeben, aber noch Zugriff auf Ihr Konto haben.
Ihr Messengerkonto ist gehackt! Angreifer könnten in Zukunft Ihr Konto vollständig übernehmen!
Ach. Ach was. So etwas liest man täglich allüberall – auf Fratzenbuch, in Secondlife, WhatsApp. Irgendein Dödel hat mal wieder auf alles geklickt, was nicht bei drei auf dem nächsten Baum war und schreit dann, wenn das Konto nicht mehr zugänglich ist: „Ich wurde gehackt“.
Ich hatte hier schon unzählige Male über Phishing geschrieben und will mich nicht wiederholen. Es ist sowieso sinnlos.

Gehen Sie davon aus, dass den Angreifern nun möglichweise Ihre Handynummer bekannt ist.
Möglicherweise steht meine Handynummer auf meiner Website.
Ich sage nur: Kein HTML in E-Mails Erlauben. Wenn das nicht geht, nicht klicken, ohne den Header gelesen interpretiert zu haben. Ein vernünftiges E-Mail-Programm benutzen oder die Optionen einer kleinweich-unvernünftigen Software zwingen, die Risiken zu minimieren. Keine unverschlüsselten E-Mails lesen. So einfach ist das.
„Aber Anbieter können das Problem vor dem Bildschirm nicht lösen, wenn dieses sich nicht für Grundsätze der IT-Sicherheit interessiert.“, schreibt Heise.
Eben. Aber dumm herumlabern können sie alle, über Chatkontrolle, über russische oder chinesische „Hacker“ und „Online-Durchsuchungen“.

Dieselbe E-Mail im HTML-Format (oben) und im Textformat (unten).„>
Auf wackligen Füßen
Legal Tribune Online: Wer öffentlich „das Existenzrecht des Staates Israel leugnet“, soll sich künftig regelmäßig strafbar machen. Gleiches gilt für einen öffentlichen „Aufruf zur Beseitigung des Staates Israel“. So sieht es ein Gesetzentwurf aus dem CDU-geführten hessischen Justizministerium vor, der am Donnerstag in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt vorgestellt wurde.
Ich halte davon nichts, und es wird nichts dabei herauskommen. Der Staat sollte sein Gewaltmonopol nicht benutzen, um Meinungen, auch wenn sie noch so dämlich und falsch sind, zu unterdrücken.
Man kann sich auch trefflich darüber streiten, ob die Forderung, der Kernlande Israels – Samarien – sollten in einen arabischen Staat umgewandelt werden, nicht auch strafbar sein sollte. Dann käme die Bundesregierung auf die Anklagebank.
Der neuerliche Entwurf begegnet den gleichen verfassungsrechtlichen Bedenken. Die LTO vorliegende Entwurfsbegründung geht auf die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz auf mehreren Seiten ein. Die Verfasser erkennen zwar an, dass es sich bei der vorgeschlagenen Strafnorm nicht um ein „allgemeines Gesetz“ handelt, was Art. 5 Abs. 2 Grundgesetz (GG) für zulässige Einschränkungen der Meinungsfreiheit eigentlich verlangt. Sie sehen aber eine Ausnahme erfüllt, die das Bundesverfassungsgericht in 2009 formuliert habe.
Auch juristisch steht die Sache auf sehr wackligen Füßen. Ich möchte nicht, dass einer der antisemitischen Pappnasen verknackt wird und dann das Bundesverfassungsgericht das neue Gesetz wieder in die Tonne tritt.
Nicht vergessen
Als Deutscher wird man natürlich auch in Amsterdam daran erinnert, dass wir im 2. Weltkrieg die Niederlande besetzt hatten. Die Mehrheit der Niederländer leistet übrigens keinen Widerstand.
„Das Nationalmonument steht jährlich im Mittelpunkt des niederländischen Volkstrauertages (Nationale Dodenherdenking) am 4. Mai, wenn der niederländische König einen Kranz niederlegt und abends um 20 Uhr zwei Schweigeminuten im ganzen Land eingehalten werden.“ – „1995 kam es in den Medien landesweit zu Aufregung, als das Denkmal dringend restauriert werden musste und ausgerechnet eine deutsche Firma die internationale Ausschreibung gewann und die Arbeiten ausführte.“
Wie unterscheiden sich Niederländer von Dänen? Ich war 1977 oder 1978 in Kopenhagen und habe mir damals das Museum des dänischen Freiheitskampfes 1940-1945 angesehen:
1943 kam es zu einer Welle von Unruhen in größeren dänischen Städten. Als Folge davon trat die Regierung zurück. Das deutsche Besatzungsregime verhängte den Ausnahmezustand. Als der dänische Widerstand von der geplanten Deportation aller Juden aus Dänemark erfuhr, begann eine groß angelegte Rettungsaktion. Es gelang, die überwältigende Mehrheit aller in Dänemark lebenden Juden zu retten.
Mehr muss man dazu nicht sagen.
„Das Nationale Holocaust-Museum ist das erste und einzige Museum, das die Geschichte der Judenverfolgung in den ganzen Niederlanden erzählt.“
Wer sich mit dem Thema auskennt, erfährt in dem Museum nicht viel Neues. Man wird nur immer wieder daran erinnert, wie aktuell das Thema ist, vor allem jetzt wieder in Deutschland.
Das sollte man auf der Neuköllner Sonnenallee aufhängen – mal sehen, was dann passierte.
Es gab natürlich auch Gerechte und Menschen, die das Unheil klar sahen und beschrieben, wie in Deutschland Friedrich Kellner. Unter dem Pseudonym Dr. W. Bottema C. Az. schrieb Levie Fles 1933 das Büchlein „Hitler, Reformer oder Verbrecher“. Er warnte vor dem Regime und schilderte, wie die deutsche Regierung begann, die deutschen Juden zu misshandeln und wie sich die deutsche Außenpolitik veränderte. Dies geschah also Jahre vor der Reichspogromnacht, ja sogar erst zu Beginn der Zeit, als Hitler an die Macht gekommen war.
Im Museum sind auch zahlreiche Dokumente und Fotos über die, die mit dem Nazi-Regime kollaborieren. Die sollte man gar nicht so groß darstellen. Ihre Namen sollten auf ewig ausgelöscht und vergessen sein. Aber dann könnte man leider nicht mehr darüber berichten.
Klaartje de Zwarte-Walvisch kannte ich gar nicht. Sie wurde 1943 in Sobibor ermordet. Ihr Tagebuch ist erhalten, wurde aber erst sehr spät entdeckt und erschien 2009
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kleine Museum empfehlen soll. Für Niederländer ist es sicher interessanter als für informierte Deutsche.
In der Stadt sieht man auch oft Stolpersteine. Etwa 102.000 bis 104.000 Juden aus den Niederlanden wurden während der deutschen Besatzung im Holocaust ermordet. Das entspricht rund 75 % der jüdischen Bevölkerung der Niederlande vor dem Zweiten Weltkrieg (ca. 140.000 Personen). Damit gehörte die Vernichtungsrate dort zu den höchsten in Westeuropa.
Eindrucksvoller fand ich das Holocaust Namen Monument, das erst seit wenigen Jahren existiert.
Das Monument besteht aus Backsteinmauern in Form von vier hebräischen Buchstaben לזכר. Sie bedeuten von oben gesehen «Im Gedenken». Auf jedem Backstein steht der Name eines Opfers, das Geburtsdatum und das Alter zum Zeitpunkt der Ermordung. Die Besucher können um die vier Buchstaben herumlaufen, die Mauern bilden ein Labyrinth von Passagen. Von oben werden die Mauern von einem Stahlrand abgeschlossen, in dem sich Bäume und Wolken sowie die Mauern darunter spiegeln. Nahezu 80 Prozent der namentlich aufgeführten Familien wurden vom NS-Regime im Zuge der Shoah völlig ausgelöscht.
Den Satz des Maimonides kann ich unterschreiben – er passt wunderbar zum Titel seines Hauptwerkes. Maimonides lebte übrigens, bevor das Nibelungenlied niedergeschrieben wurde. „Shemoneh Perakim“ („acht Kapitel“) ist eine klassische Einführung in die jüdische Moralphilosophie
Ich diskutiere öfter mit einem Freund, der lateinamerikanischer Jude ist und keinen deutschen Linken kennt, der nicht Antisemit ist. Uns ist gemeinsam, dass wir beide Zen versucht und praktiziert haben – ich in den späten 80-ern unter der Anleitung von Hugo Makibi Enomiya-Lassalle. Von Zen-Meistern hört man meistens sinngemäß, wenn sie einen nicht auslachen wegen dummer Fragen: Es ist eh alles Quatsch und sinnlos, aber man muss sich trotzdem anstrengen und sein Bestes geben. Darauf können wir uns immer einigen.
Stay Vigilant!
Mehr auf cybernews.com: „Die EU präsentierte am Mittwoch eine neue App zur Altersverifizierung, mit der Nutzer ihr Alter online nachweisen können, ohne persönliche Daten an Plattformen weiterzugeben. Dadurch entfällt für Websites die Notwendigkeit, sensible Informationen zu sammeln.“
Laut Moore speichert die App eine verschlüsselte PIN lokal. Entscheidend ist jedoch, dass die Verschlüsselung nicht mit dem Identitätsspeicher des Nutzers verknüpft ist, in dem sensible Verifizierungsdaten gespeichert werden.
Damit kann die Sicherheitslücke einfach umgangen werden. „Durch das Löschen bestimmter, mit der PIN verknüpfter Werte aus den Konfigurationsdateien der App und einen Neustart der App kann ein Angreifer eine neue PIN festlegen und gleichzeitig weiterhin Zugriff auf die unter dem vorherigen Profil erstellten Anmeldeinformationen behalten. Im Endeffekt akzeptiert die App wiederverwendete Identitätsdaten unter einer neu definierten Zugriffskontrolle.“
Pavel Durov, Mitgründer und CEO von Telegram, hat dazu eine hübsche Veschwörungstheorie, die ich für gar nicht so unwahrscheinlich halte. Die Sicherheitslücke sei kein technischer Fehler.
Die Russen machen sich auch schon darüber lustig, obwohl sie natürlich im Glashaus sitzen.





























































