Esst mehr Fleisch, revisited

puno Fleisch

Das Foto wurde im Januar 1980 auf dem Markt in Puno in Peru gemacht. Auch wenn es nicht so aussieht: Das Fleisch dort ist sicher von besserer Qualität als das, was in deutschen Supermärkten als verpacktes Fleisch verkauft wird, jedenfalls am ersten Tag des Verkaufs. (Revisited, vgl. 2012)

Wakaywillque

Wakaywillque

Das Tal des Rio Urubamba bei Ollantaytambo, Peru 1984. Im Hintergrund der Nevado Verónica (5,893 m), auch bekannt als Wakaywillque. Der Ausblick war atemberaubend schön.

Genau an diesem Punkt sind meine Begleiterin und ich gestartet zu einer einwöchigen Tour durch die Berge nach Machu Picchu.

In den Katakomben

iglesia San franciscoiglesia San francisco

Iglesia San Francisco, ein ehemaliges Kloster der Franziskaner, in Lima, Peru (1979).

„Lima bekam erst spät einen Friedhof. Um den Verstorbenen einen Platz zu geben, fand man eine andere Lösung – Katakomben unter der Kirche. Dieses Netz aus Gängen und Gewölben verzweigt sich unter der Stadt und diente einerseits dazu, bei Erdbeben entstehende Schwingungen aufzufangen; doch andererseits fanden dort bis 1808 etwa 25.000 bis 30.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte.

Die Knochen wurden Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt und sortiert. Heute sind sie in geometrischen Mustern angeordnet zu sehen.“

Zum Frauentag

playa del este

Die Playas del Este („Strände des Ostens“) östlich von Havanna (1984). Die Dame im Vordergrund ist meine damalige Freundin.

Amantani, revisited [Update]

amantani

Amantani, eine peruanische Insel im Titcacasee. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht. Dieses war das jüngste der Kinder der Gastfamilie. Das Mädchen wurde „Ultima“ (die Letzte bzw., Jüngste) genannt, vermutlich wird dieser Titel immer weitergereicht.

[Update] Danke, Andreas!

Schläfrig und heiss

reyes

Die Hauptstraße von Reyes im Departamento Beni in Bolivien (1984).

Damals war Reyes ein winziges, staubiges und brüllend heißes Nest. Hier habe ich eine Woche lang absolut nichts gemacht, ausser auf ein Flugzeug der Bolivianischen „Luftwaffe“ zu warten, das mich weiter in den Norden in den Pando brachte. (vgl. Rurrenabaque – Stilleben mit Katze und Schwein)

Haus des Geldes

casa de moneda

Potosí, Bolivien (1980), Casa de Moneda. Es gibt zwar viel schönere Fotos, aber aus meiner Perspektive hat offenbar niemand ein Foto geschossen.

Imperialistas ¡manos fuera de Venezuela!

san andres

Zusammenfluss von Rio Meta und Rio Atabapo, die hier – bei San Fernando de Atabapo – in den Orinoco münden. Auf der anderen Seite liegt Amanaven (Kolumbien). Fotografiert in Venezuela 1998.

Telepolis: „Vor 30 Jahren ereignete sich der berüchtigte Caracazo, der zum Aufstieg der bolivarianischen Bewegung führte“. – „Die Armen, die sowieso nichts mehr zu verlieren hatten, verließen ihre Barrios und protestierten im Zentrum von Venezuela. Dabei gingen auch viele Scheiben von Nobelläden zu Bruch. Die Polizei reagierte mit Massenrepression.

Dass heute man davon so wenig hört, ist nicht verwunderlich. Das Massaker an zum großen Teil nur mit Steinen bewaffneten Barriobewohnern von Caracas führte nicht dazu, dass die USA und die venezolanischen Nachbarländer die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortliche Regierung für illegitim erklärten und vor einen Internationalen Gerichtshof zerren wollten.

Im Gegenteil: Die US-Regierung betonte damals, dass es um so notwendiger sei, mit der Regierung von Venezuela zusammenzuarbeiten.“

Ceterum censeo: Hände weg von Venezuela!

Maisinseln oder: Esst mehr Fleisch!

san andres

Fleischverkauf auf Corn Island (Nicaragua 1981), spanisch: Islas del Maiz. Der gestürzte Diktator Somoza hatte angeblich geplant, sich dorthin zurückzuziehen. Die kolumbianische Insel San Andres (da war ich 1979) liegt nicht weit, und der Drogenhandel blühte schon damals. Auf der Insel gibt es nichts von Belang, auch keinen Mais.

Aus meinem Reisetagebuch: „Ein verdreckte Unterkunft, Hotel Playa, ein winziges Zimmer über einem Laden. Im Hinterhof backen sie Brot aus Kokosnüssen, zwei riesige schwarze Öfen qualmen vor sich hin. Ein Affe, ein Esel, jede Menge Hühner und Hunde. Vorn auf der Strasse hackt jemand Fleisch auf einem Holzklotz, die Köter geifern herum. In Sichtweite des Strands zahlreiche Schiffswracks. Das Innere der Insel besteht nur aus Dschungel. Ein paar Soldaten dösen in Hängematten. Sand mit Steinen, Steine mit Sand. Ein Schiff fährt uns vor der Nase weg. Wer weiß, was die transportieren und von dem wir Ausländer nichts wissen sollen….“

(Vgl. Die Küste der Miskito)

Puesta del Sol

san andres

Die Insel San Andrés, Kolumbien (kein deutscher Wikipedia-Eintrag?), liegt auf der Höhe der Küste Nicaraguas, noch nördlich von Bluefields, und war 1979, als ich das Foto gemacht habe, ein verschlafenes Eiland, auf dem nur einige reiche Kolumbianer Urlaub machten.

Der 4. November 1979 war mein erster Abend in Südamerika. Ich war von Tegucigalpa, Honduras, nach San Andres geflogen.

Grabwächter, revisited

san augustin

Ein Grabwächter der San Agustín – Kultur in den kolumbianischen Anden. Die Statue ist rund 1500 Jahre alt. (Fotografiert 1979)

Traffic Analysis

berlin

Caracas, Venezuela, Anfang März 1998

Sierra de Falcón

sierra de San luis

Sierra de Falcón südlich von Coro, Venezuela 1998.

Ich hatte einen speziellen Grund, dorthin zu reisen – obwohl die Gegend in Reiseführern nur selten erwähnt wird. Ich habe übrigens immer das berühmte South America Handbook benutzt – die Briten verstehen etwas vom (individuellen) Reisen.

The Spanish Road is a fantastic 3-hr walk through orange groves and tropical forest from Curimagua to Cabure. Take water as there is none en route.

Spanish road? Ganz einfach: Diesen Weg durch die Berge haben die Konquistadoren im 16. Jahrhundert genommen, die von Coro aus nach Süden zogen. Ich habe das Thema im 1. Kapitel des 2. Teil meines Romans verarbeitet: „Am Rio Tocuyo“.

Memories

venezuela

16. Januar 1998 – die Küste Lateinamerikas kommt in Sicht – hier Venezuela. Nach 14 Jahren Abwesenheit kehrte ich in meine zweite (bzw. dritte) Heimat zurück. Als ich bei Sonnenuntergang auf dem Flughafen in Caracas ankam, war ich glücklich.

Trockenfisch aus Amanaven

amanavenamanaven

Amanaven, Cumaribo, Vichada, Kolumbien 1998. Dort war damals nichts, außer ein paar Hütten und Trockenfisch. Heute machen die auf Ökologie.

Auf der anderen Seite des Rio Guaviare, der dort in den Orinoco mündet, liegt das venezolanische San Fernando de Atabapo.

Cerveza Potosina

Cerveza Potosina

Auf dem Werbeschild steht: Trinke niemals Wasser oder ähnliches, trinke immer (dein) Cerveza Potosina (Bier). Fotografiert 1980 in Potosi, Boliven. Das hätte hierzulande wieder irgendwelche schmallippigen Jugendschützer und Tugendwarte auf den Plan gerufen.

Rio Mamore, revisited

rio mamore

Mit dem obigen „Seelenverkäufer“ war ich vor vierzig Jahren eine Woche unterwegs auf dem Río Mamoré, von Puerto Villaroel bis nach Trinidad. Damals war alles überschwemmt und wir brauchten vom Río Mamoré bis in die Vororte von Trinidad ein Kanu, weil die Strasse nicht mehr da war. Von Trinidad sind mein Begleiter und ich dann an die brasilianische Grenze geflogen. (Vgl. mein Posting aus dem Jahr 2011)

Heiss und träge

San Fernando de Atabapo

Ein träger und brüllend heißer Sonntag in San Fernando de Atababo am Orinoco (1998). Ich finde den Platz auf der aktuellen Karte gar nicht mehr; das Gebäude der Guardia Nacional Bolivariana war auch da – ich hatte sogar eine „Audienz“ beim Kommandanten. Vielleicht haben sie es abgerissen…

Ich schrieb 2011: …der letzte Ort am oberen Orinoco, den man noch mit „öffentlichen“ Verkehrsmitteln erreichen kann – sogar in der Trockenzeit nur per Boot. „Man sollte allerdings bedenken“, schreibt der Reiseführer, „dass solche Touren auf eigene Faust nicht ganz ungefährlich sind, man bewegt sich hier schon am Rande der „zivilisierten“ Welt. Gen Süden und Westen gibt es nur noch selten Orte – den Casiquiare aufwärts ist das Gebiet fast menschenleer.

Hotel am süßen Fluss

Ciudad de Puerto Barrios

Puerto Barrios, Guatemala 1981. Der Ort war damals ein verschlafenen Nest, heute sieht das da von oben fast wie eine große Stadt aus.

Templo de la Merced [Update]

Pasto Iglesia San Felipe

Mit diesem Foto, ebenfalls am 11. oder 12. Dezember 1979 aufgenommen, hatte ich ein schwieriges Problem zu lösen. Ich wusste nur noch, dass es eine Kirche in Pasto, Kolumbien zeigt – und vielleicht ist es auch seitenverkehrt?

Nachdem ich in Spanisch und Englisch nach Bildern von Kirchen in Pasto gegoogelt hatte, stellt sich heraus, dass eben diese Kirche bei Alamy.com falsch beschriftet/getaggt worden war. Es handelt sich mitnichten um die Kirche San Francisco, sondern um die Iglesia San Felipe. Offenbar bin ich auch wieder der einzige Mensch, der ein Foto aus diesem Blickwinkel geschossen hat.

Mit Google Earth habe ich sie wiedergefunden, aber ich kann mir die Perspektive des Fotos nicht erklären – außer mit der Tatsache, dass es schon fast vierzig Jahre her ist und alles dort umgebaut wurde. Die genaue Adresse ist Cra. 27 #12-41, Pasto, Nariño, Kolumbien.

In meinem Reisetagebuch steht nicht viel, ausser dass es saukalt war und oft geregnet hat und dass ich froh war, am einem der nächsten Tage in einem klapprigen Bus nach Tumaco an der heißen Pazifik-Küste zu sitzen.

[Update] die kundiger Leserschaft hat mich jetzt überzeugt, dass es sich um den Templo de la Merced handelt. Und ich habe noch mal nachgesehen: Ich habe irdendwo in der Calle 19 übernachtet. Dann stimmt auch der Blickwinkel. Die freie Fläche im Vordergrund könnte der heutige Plaza del Carnaval sein.

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