Islas Ballestas

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Bootsausflug zu den Islas Ballestas vor der Küste Perus (bei Pisco), März 1984.

Aus meinem Reisetagebuch:
In Pisco ging uns das Hotel Mi Casa auf die Nerven, obwohl es extrem billig war: Total verdreckte Klos ohne Wasser und Licht, ebenso das winzige Zimmer. Der einzige Pluspunkt war das Fenster zur Straße. Außerdem hatte wir beide – mit einem Tag Unterschied – Darm- und Magenverstimmung und fühlten uns sauelend.

Das herausragende Erlebnis war der Ausflug zu den Inseln. Die Leute sind manchmal richtig lieb und niedlich, so der Opa, der die Karten dazu verkauft. Klein, weisshaarig, murmelt bei unseren Namen etwas von como los rusos und freut sich.

Die Inseln: Klippen mit Felsentoren, schäumende Brandung, Pelikane, Pinguine, Möwen, kleine Enten, Seelöwen. Die peruanischen Touristen haben natürlich nichts besseres zu tun als die Tierchen mit Händeklatschen und Pfiffen zu belästigen.

Länger hätte ich in Pisco nicht bleiben können. Das Baden ist schlecht, die Strände in Pisco Puerto sind verdreckt, und das Wasser ist flach und kalt. Auffallend war ein riesiges Holzkreuz mit Totenkopf und anderen angenagelten Gerätschaften.

Viele Leute aus der Sierra scheinen an die Küste zu ziehen, vielleicht wegen des Wetters oder auch, weil es den Menschen hier besser zu gehen scheint. Den Zeitungen ist zu entnehmen, dass die Förderung der Wirtschaft nach dem Parteien-Prinzip zu funktionieren scheint, und zwar ziemlich krass. Die Gebiete, die zum Beispiel unter “linker” Verwaltung stehen, kriegen gar nichts.

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