Keine Lohnerhöhungen stemmen müssen

Der Wanderpokal “Lautsprecher des Kapitals” wird heute formlos verliehen an Yasmin El-Sharif („Studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Englische Philologie“ – dann ist man ja bekanntlich auch Experte in Ökonomie), die auf Spiegel online schreibt:

In der schweren Rezession ab 2008 sorgten – neben der Kurzarbeit – vor allem wieder die Tarifpartner dafür, dass die Unternehmen keine Lohnerhöhungen stemmen mussten, die sie womöglich in die Knie gezwungen hätten.

Da kommen einem glatt die Tränen, wenn man an das schwere Los der Kapitalisten „Unternehmer“ denkt, die so viel „stemmen“ müssen. Auch wenn hier nur eine Studie zitiert wird: Die Aufgaben der Journalisten ist es, kritische Fragen zu stellen und nicht, Propaganda wiederzugeben.

Remember: Der Wanderpokal “Lautsprecher des Kapitals” geht an Journalisten, die nichts davon beherzigen, die sich die Propaganda der Kapitalisten unkritisch zu eigen machen, die deren Neusprech und und Propaganda-Worthülsen übernehmen, die in Populär-Okonomie dilettieren, ohne jemals ein Buch über den tenzenziellen Fall der Profitrate oder die Theorie des Wert gelesen zu haben. Kurzum: die ihren Beruf nicht nur verfehlt haben, sondern auch noch dummschwätzen und sich als Lobbyist missbrauchen lassen, freiwillig oder aus Dummheit und/oder Ignoranz.

Kommentare

One Kommentar zu “Keine Lohnerhöhungen stemmen müssen”

  1. ...der Trittbrettschreiber am Februar 2nd, 2014 5:19 pm

    „die ihren Beruf nicht nur verfehlt haben, sondern auch noch dummschwätzen und sich als Lobbyist missbrauchen lassen, freiwillig oder aus Dummheit und/oder Ignoranz.“

    Missbrauch setzt das Vorhandensein von redlichem Gebrauch voraus. ‚Freiwillig‘ lässt gute Bezahlung vermuten. Dummheit lässt sich nicht kommentieren und Ignoranz (wessen?) könnte auch als zielstrebig(Mainstream-Erfolg) bewertet werden.

    Wir jedenfalls (unsere Gesellschaft) wollen das.
    Soviel ist schon mal klar. Sonst gäbe es diesen Trend nicht schon so lange.

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