Computer-Vodoo im Tatort

Selten so einen bescheuerten und unrealistischen Tatort gesehen wie „das goldene Band“. Gut, ich bin befangen, weil die ich Lindholm eh nicht leiden kann. Aber wer ist auf die Idee gekommen, dass man so eben mal eine Spyware, die in Echtzeit gerade geschriebene (und natürlich unverschlüsselte) E-Mails mitliest, auf einen Rechner installieren kann – von einem USB-Stick aus? Dazu muss sich das „Opfer“ schon ziemlich dumm angestellt haben – vermutlich so wie der Drehbuchautor Stefan Dähnert mit seinem Computer umgeht.
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Kommentare

9 Kommentare zu “Computer-Vodoo im Tatort”

  1. Martin am Dezember 16th, 2012 11:11 pm

    Richtig lustig fand ich den „mal eben so“-Ausflug nach WEISSRUSSLAND! Man gut, dass die Opfer nicht aus Nordkorea kamen…

  2. Unerster am Dezember 17th, 2012 1:54 am

    Habe es auch gesehen. Frau Lindholm ist auch für die VDS. Wenn die VDS im Film eine Rolle gespielt hätte dann wäre die Frau arg dran gewesen.
    Einfach Stick rein, Augenblick warten und dann ins Auto und beobachten. War das nicht ein Journalist, der mit dem Stick?
    Diese Software ist bei der Polizei erst 2014 fertig deshalb musste auf Spezialisten zurückgegriffen werden.
    Sie durfte ja auch mit einem handgeschriebenen Zettel ein Kind mit in die EU nehmen.

  3. hartmut am Dezember 17th, 2012 8:44 am

    Du hast den echt gesehen? hab ich mir erspart…

  4. Usul am Dezember 17th, 2012 9:48 am

    Wieso? So ähnlich hat sich Stuxnet verbreitet: Windows-Kiste, USB-Stick, Autostart von Windows bzw. ein paar Sicherheitslücken dazu, fertig.

    Auf einem ordentlich gepatchten, aktuellem Windows funktioniert das heutzutage nicht mehr, aber so abwegig ist das nicht, weil in der Vergangenheit hat das funktioniert.

    Verschlüsseln von Emails bringt hier auch nix: Wenn man so eine Schadsoftware auf dem Rechner hat, kann die die Emails vor dem Verschlüsselungsprozess abgreifen. Jeder Keylogger, der es auf ein System geschafft hat, kann später verschlüsselte Emails so abgreifen.

    Gegen diesen ganzen Kram kann man sich mehr oder weniger schützen, wenn man das geeignete Know-How hat und sich des Problems bewusst ist. Ist aber bei vielen nicht der Fall. Und selbst wenn, 100%ige Sicherheit ist nicht erreichbar.

    P.S.: Ich habe den Tatort nicht gesehen und beziehe mich nur auf die Schilderung hier.

  5. elvis am Dezember 17th, 2012 10:32 am

    AAber wer ist auf die Idee gekommen, dass man so eben mal eine Spyware, die in Echtzeit gerade geschriebene (und natürlich unverschlüsselte) E-Mails mitliest, auf einen Rechner installieren kann – von einem USB-Stick aus?

    Burks, Sie sind nicht mehr auf technische Höhe.

    Würden Sie öfter TV schauen, vor allem die abendlichen Krimi-Serien bei der ZDF, dann wüssten Sie das offensichtlich jedem deutschen Kriminaler die Bankdaten, E-Mails, Providerlogs, Handydaten und und und der bösen Menschen binnen Minuten vorliegen. Dazu braucht es keinen Gerichtsbeschluss und nix. Einfache Computertastatur reicht.

    Bei der Soko Wien dauert dieser Vorgang – incl. Ausdruck und Auswertung – nur Sekunden. Bei der Soko Wien ist der Ausbildungsstand sogar derartig hoch, dass sich 3 Kriminaler mit Pistolen gegen vier böse Menschen mit Sturmgewehren und Splitterschutzwesten durchsetzen können. Da ist Rambo nix gegen. Da wundert es mich gar nicht das Herr Hitler ein gebürtiger Österreicher war.

  6. Herr Lehmann am Dezember 17th, 2012 2:35 pm

    Die weiblichen Kommissare in diversen Tatorten und Privatsendern empfinde ich als Zumutung, welche ich mir einfach nicht antue.
    In der Realität gibt es doch gar nicht soviele weibliche Kriminalbeamte, Frauen und Logik…
    Also wohl nur Strategie des GEZ-Fernsehens zur Umerziehung der Bürger?
    Den „Borowski“ aus Kiel fand ich anfangs ganz gut, leider werden die Geschichten zunehmend abstrus.
    Da bleiben für mich nur noch Leitmayer & Batic…

  7. admin am Dezember 17th, 2012 4:48 pm

    Münster! Münster! Und Dortmund!

  8. rainer am Dezember 18th, 2012 8:13 am

    …und noch was….wer einen Deutschen heiratet, hat nicht bautomatisch einen deutschen Pass…und wee
    einen deutschen Pass hat, der braucht keine Aufenthaltserlaubnis….

    grottenschlecht gemacht…

  9. Peggy am Dezember 20th, 2012 8:44 am

    Also ich habe den Tatort nicht gesehen, verfolge diese Reihe seit über einem Jahr nicht mehr, seit ich gemerkt habe daß es deutlich besserer Serien z. B. von der BBC gibt.
    Aber: Man sollte sowas immer als SPIELfilm betrachten. Das sind keine Dokumentationen. Da kann auch mal das Einstecken eines USB-Stick symbolische Handlung gesehen werden. Ist ja in der Theaterwelt nicht unüblich, solch Abkürzungen zu gehen.
    Ich weiß daß es wehtut, aber weisst Du, Burks, die Frau ist in echt auch gar nicht bei der Polizei …

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