Faxnummern selektieren

Spiegel online: „…überwachte der BND ab 1999 mindestens 50 Telefon- und Faxnummern oder E-Mail-Adressen von Journalisten oder Redaktionen auf der ganzen Welt mit eigenen sogenannten Selektoren.“

Ach.

Besonnene Greise und andere Medien

Die Jungle World über einen „Ordnungsversuch für die deutsche Medienlandschaft„, „den der fake think tank polisphere veröffentlicht hat.“

Cicero allerdings sagte: „Greise, die besonnen und weder grämlich noch unfreundlich sind, haben ein erträgliches Alter, Schroffheit aber und Unfreundlichkeit machen jedes Alter lästig.“ Vor allem für andere, was man bei der Cicero-Lektüre nicht selten spürt. Zudem drängt auch die Achse des Guten in diese Kategorie, doch kann man Leuten wie Henryk M. Broder sicher viel vorwerfen, aber nicht, dass sie vielschichtig und differenziert sind.

Har har.

This willingness to experiment

Ihr müsst jetzt stark sein. Die New York Times schreibt über „How the Communist Party Guided China to Success“.

Ich gendere, du genderst, er, sie, es gendert

Antrag der SPD in Mitte laut Tagesspiegel – die BVV solle ihre GO ändern (§ 25): „In der Tagesordnung können nur Drucksachen behandelt werden, die eine gegenderte Sprache, also eine Berücksichtigung der Geschlechter, beachten. Drucksachen, die beispielsweise nur die männliche oder nur die weibliche Form benutzen, können nicht Bestandteil der Tagesordnung einer BVV sein. Das gilt auch bei der Einreichung von dringlichen Drucksachen.“

Und die Wohnung war wüst, aber nicht leer

fummelei

Ich hätte nicht alles gleichzeitig zu renovieren anfangen sollen.

[x] Spüle fertig
[x[ Fritz!Box 7490 gekauft, angeschlossen und konfiguiert. (Hey, das Teil ist wirklich gut und selbsterklärend.)
[x] Loch für das Telefonkabel durch eine 45 cm dicke Wand gebohrt (Danke, Helge!)

[x] Videos angesehen, wie man Scotchloks benutzt und nichts verstanden. Oder hab ich mir die falschen Teile besorgt? Wenn ich mir die Telefondose so ansehe. traue ich mich da jetzt nicht mehr dran. Wieso hat das verdammte Kabel vier Enden und das Original-Telefonkabel nur zwei? Und das Scotchlok drei Löcher?

Trial and error? Ich denke nicht dran, ich brauche mein Internet.

Bosnien und Kosovo – Europas vergessene Protektorate

Bosnien und Kosovo

Da setze ich mich gut gelaunt an den Frühstückstisch und schaue mir so ganz nebenbei Artes Mediathek auf dem Tablet an. Danach fühlte ich mich, als müsste ich die Fäuse ballen und auf irgendjemanden losgehen.

Absoluter Sehbefehl für „Bosnien und Kosovo – Europas vergessene Protektorate“ (53 Minuten).

Selten eine Sendung gesehen, die so gut informiert und auch die Hintergründe erklärt. Rein zufällig lernt man auch, die Imperialismus Kapitalismus funktioniert. Ich habe mir vorgestellt, was geschähe, wenn ein Lehrer diese Reportage in den Schule durch und die Schüler fragte, welche Konsequenzen sie zu ziehen vorschlügen. Vermutlich würde er dann entlassen.

Früher war usw.

Früher war Berlin schöner. Architekten scheinen keinen Geschmack mehr zu haben. Oder es liegt am Kapitalismus.

Gerne unter Normalos

Ich habe mal die Links meiner Blogroll zum Thema „Neukölln“ durchgesehen. Die B-Lage ist rausgeflogen: Gendersprech und Veganer-Scheiß (und Techno sowieso) sind für mich kleinbürgerlich und reaktionär, auch wenn man sich gefühlslinks kostümiert.

Dafür habe ich die Proletarier-Kneipe Kaktus reloaded reingenommen, weil ich da selbst verkehre, obwohl der Schuppen manchmal völlig verraucht ist. Da trifft man aber noch normale Menschen. Die wissen zwar nicht immer, was LGBTQ bedeutet (weiß ich auch nicht), dafür haben sie aber schon einmal eine Currywurst gesehen.

Zivilisiertes Vermischtes

In Arizona sollen die zum Tode Verurteilten den Giftcocktail jetzt selbst mitbringen.

Das veranlasst mich zu der Frage: Was eigentlich ist „Zivilisation“?

Mehret eure Unbill

Kurze Durchsage von Fefe zum Thema „Lügenpresse.“ Glaube ich auf’s Wort.

Das Engelsche Gesetz und die grüne Blase

Grandioser Text auf Salonkolumnisten: „Warum Michael Moore nur unterdurchschnittlich viel für Lebensmittel ausgibt. Und was das alles mit dem Milieu der Besserverdienenden im Prenzlauer Berg zu tun hat.“

Und Zweifel kommt in diesem Milieu gar nicht gut, schließlich gehört man doch zu den Guten.

Home, sweet virtual home

Ianda

Ianda, die Heimat meines Avatars… Da ist natürlich besseres Wetter. (Und ich muss jetzt arbeiten.)

Syria is a world war without a solution

The Spectator: „Syria is a world war without a solution“

How the civil war in Syria escalated to a world war.
„In 2013, the war entered a new phase as Qatar led the 22 Arab League states in support of the Syrian rebels. The small gulf nation sent financial support totalling $1bn (£800m), according to the Financial Times. By 2014, the proliferation of jihadist groups and the Syrian power vacuum led to the rise of Islamic State which expanded from its base around Raqqa to invade and conquer parts of northern Iraq. The escalation made the war in Iraq and Syria essentially one large conflict. Isis recruited volunteers from all over the world. Of its 50,000 jihadist recruits, many came from countries within the EU, as well as Chechnya, Tunisia and China. Kurdish fighters in Kobani described Chechen snipers as the most effective marksmen they faced. Eventually more than 60 countries signed on with a US-led coalition to help defeat Isis.“

Werden wir so in deutschen Medien nicht lesen.

Revolution als Naturpänomen

revolution

„Eine Revolution ist ein reines Naturphänomen, das mehr nach physikalischen Gesetzen geleitet wird, als nach den Regeln, die in ordinären Zeiten die Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Oder vielmehr, diese Regeln nehmen in der Revolution einen viel physikalischeren Charakter an, die materielle Gewalt der Notwendigkeit tritt heftiger hervor. Und sowie man als der Repräsentant einer Partei auftritt, wird man in diesen Strudel der unaufhaltsamen Naturnotwendigkeit hereingerissen. Bloß dadurch, daß man sich independent hält, indem man der Sache nach revolutionärer ist als die andern, kann man wenigstens eine Zeitlang seine Selbständigkeit gegenüber diesem Strudel behalten, schließlich wird man freilich auch hineingerissen.“
Friedrich Engels an Karl Marx, 13. Februar 1851)

Manche Seminararbeiten Dinge bewahrt man gern auf, vor allem auch dann, wenn sie auf einer Reiseschreibmaschine geschrieben wurden. Damals waren wir Studenten noch fleißig. [Oppa-erzählt-wieder-aussem-Kriech-Modus off]

Das so genannte Kopftuchverbot

Die Partei „Die Linke“ scheint den säkularen Staat nicht mehr verteidigen zu wollen. Dann ist meine Wählerstimme wieder zu haben.

Lehrer dürfen im Unterricht auch kein Marx-T-Shirt tragen. Und das Kopftuch ist ein weltanschauliches Symbol. Als traditionelles Kleidungsstück war es in den siebziger Jahren aus den Städten in islamisch geprägten Ländern praktisch verschwunden. Heute trägt dort fast jede Frau Kopftuch. Diese Entwicklung geht auf das Konto der Islamisten. Sie haben die kopftuchlosen Frauen attackiert und eine Verbindung des Kopftuches zur Religion behauptet, die damals kaum empfunden wurde. Sie haben das Kopftuch zu ihrem Erkennungsmerkmal erkoren und durch seine ­Verbreitung in den achtziger Jahren ihre kulturelle Hegemonie erkämpft.

FYI: Exegi Momumentum, final

Spüle

Fertig. Kosten: 0,00 Euro. Erdbebensicher bis 6.0 Richterskala. Ich musste die Schublade neu bauen und vergrößern.

The Lost Continent

Wissenschaftler haben Reste von Gondwana entdeckt.

Trump in den Fängen des Weltjudentums

Ulrich W. Sahm über die Presseagentur dpa: „Weiter geht es bei dpa im Stil des Machwerks des zaristischen Geheimdienstes, den Protokollen der Weisen von Zion: ‚Trump, von einflussreichen jüdischen Parteispendern mit auf den Thron gehoben, hat eine Totalumkehr in der Nahost-Politik versprochen.‘ Dieser Satz und die nachfolgende Aufzählung einflussreicher jüdischer Millionäre verstärkt den Eindruck einer Weltverschwörung des Finanzjudentums, das mit ihrem Reichtum die amerikanische Politik lenkt. (…)

Nachdem die ursprüngliche Version des „missverständlichen“ Korrespondentenberichts bei Focus, den Stuttgarter Nachrichten, HNA, der Märkischen Oderzeitung und vielen anderen am frühen Morgen veröffentlicht worden war, verteilte die dpa tatsächlich am späten Nachmittag eine überarbeitete Neufassung. Netanjahu ist nun nicht mehr ‚politischer Unruheherd im Nahen Osten‘.“

Manchmal lernt man aus den „Korrekturen“ von Texten mehr als vom Original. „Aber wir haben bereits mit den Autoren gesprochen und den Text, der so nie hätte gesendet werden dürfen, mit ihnen sehr, sehr kritisch ausgewertet.“ Schon klar.

Unterwegs an der Front [Update]

Zeit online über die Sonnenallee: „Gibt es No-go-Areas in deutschen Städten? Für manche Menschen schon. Unterwegs mit einem Rabbiner in Berlin.“

Zur Begrüßung deutet Teichtal eine kleine Verbeugung an – er darf Frauen nicht die Hand geben.

Interessant. Hatten wir schon mal, aber irgendwie anders.

[Update] Eine lesenswerte Erwiderung auf Zeit online: „An der Front nichts Neues“.
Im deutschen Diskurs wird der Jude häufig als schwacher, bedrohter Mensch wahrgenommen, der vom potenten, gefährlichen Moslem bedroht und vom starken, zivilisierten Deutschen beschützt werden muss. So kann der Deutsche beweisen, dass er gewiss nicht antisemitisch ist, dass er die Lektion gelernt hat. Über jüdisches Leben, über religiöse und kulturelle Merkmale des Judentums wird weniger berichtet – vielleicht weil eine Mehrheit so etwas auch nicht lesen möchte. Berichte, in denen ein Jude eine proaktive Rolle einnimmt, eine emanzipierte Haltung zeigt, eine selbstbewusste Meinung vertritt, passen nicht ins Bild.

Exegi monumentum aere perennius, revisited

SpüleSpüleSpüle

Das Ganze ist ein ziemlicher Pfusch, hat jedoch nichts gekostet. Das vor rund neun Jahren gekaufte Original war aber noch viel pfuscher. Die Spüle ist aus Holzmüll zusammengebaut, wackelt nicht mehr, und die Schublade funktioniert auch wieder. Farbe soll noch dran, eine Tür muss noch passend geprügelt werden, und eine kleine Zwischenleiste fehlt noch. Den Anbau samt zweiter Schublade spare ich mir für später auf. Ich wolle aber um 9 Uhr abends an einem Samstag meine Nachbarn nicht mehr mit dem Geräusch der Kreissäge traktieren.

Daher heute keine Politik und keine Kommentare zu den Weltläuften.

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