Panties-Bra

panties

Mode in Second Life – vielleicht sollte ich mehr über Mode bloggen? Har har….

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

Die Partei hat vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen den Deutschen Bundestag gewonnen.

Hart wie Thyssenkrupptata-Stahl

„Der thyssenkrupp-Konzern und die indische Tata-Gruppe wollen ihr Stahlgeschäft in Europa zusammenlegen. Das neue Unternehmen soll seinen Sitz in Amsterdam haben. Durch die Fusion könnten bis zu 4000 Arbeitsplätze wegfallen.“

Liebe Tagesschau! Ich habe etwas anzumerken.

1. Im Zeitalter des Internet kann man Links setzen auf Wörter, die man nicht einfach so versteht. Tata-Gruppe? Nie gehört. Ein Link wäre ein denkbarer Service. Interessiert Euch aber nicht. Dann geht doch sterben!

2. Statt „thyssenkrupp-Konzern“ schreibt man als Journalist besser: der Konzern Thyssenkrupp – das ist ein Eigenname, der deshalb groß geschrieben wird. Man muss nicht herumschleimen und die dämliche Werbesprache einfach übernehmen. Es heisst auch „der Spiegel“ und „Bild-Zeitung“ und mitnichten „SPIEGEL“ und „BILD“.

3. Es fallen nicht Arbeitsplätze weg, sondern es werden Arbeiter entlassen. Arbeitsplätze fallen nie, auch nicht weg. Journalisten sollten die Folgen dessen, was den Menschen geschieht, nennen.

4. Für welchen Marxschen Lehrsatz steht das oben erwähnte Ereignis? Klar, dass Ihr das nicht erwähnt. Man könnte diesen hier nehmen:
Das Wachstum der Produktivkräfte, mit ihren rascheren Kommunikationsmitteln, beschleunigter Zirkulation, fieberhaftem Kapitalumsatz, besteht darin, dass in derselben Zeit mehr produziert werden kann, also nach dem Gesetz der Konkurrenz mehr produziert werden muss. D.h., die Produktion findet unter immer schwierigeren Bedingungen statt, und damit unter diesen Bedingungen die Konkurrenz ausgehalten werden kann, muss auf immer größerer Stufenleiter gearbeitet, das Kapital immer mehr in einigen Händen konzentriert werden. Und damit dieses Produzieren auf größerer Stufenleiter profitabel sei, muss die Teilung der Arbeit und die Maschinerie beständig und unverhältnismäßig erweitert werden. (K. Marx, Arbeitslohn 1847, MEW 6, 548f.)

Fake News, revisited

fake news

Source: vice.com

VICE hat sich bei acht ausgewählten deutschen Medien angesehen, wie viele Falschmeldungen die auf Facebook publiziert haben. Das Ergebnis überrascht nicht, ist aber eine gute Diskussionsgrundlage, da die empirische Methode auch erklärt wird und nachvollziehbar ist. (VICE ist aus technischer Sicht eine grässliche Website, die einen sogar ohne Javascript völlig mit Spam aka Werbung überschüttet.)

Traumziel Bielefeld

Hübsche Glosse im Tagesspiegel über verschwundene Iraker.
„So ist das halt: Pech. 50 mehr oder weniger, darauf kommt es nun auch nicht mehr an, wenngleich sich zumindest die an der Auffindung beteiligten Polizisten wohl fragen werden: Wozu machen wir das eigentlich? Hätten wir die Karre nicht gleich durchwinken sollen, ganz nach Wunsch nach Bielefeld oder auch auf die Ostfriesischen Inseln?“

Tron nicht mehr reloaded

Am 18.09.2017 um 13:10 schrieb [xxx]:
wir produzieren gerade eine Podcast-Serie über bekannte Kriminalfälle für den Streemingdienst Deezer. In einem dieser Fälle geht es um den Fall von Boris Floricic.
Da Sie sich durch Ihr Buch ausführlich mit dem Fall beschäftigt haben und diesen demnach sehr gut kennen, würde ich mich sehr freuen, wenn ich Sie für ein kurzes, telefonisches Interview gewinnen könnte.

1. In meinem Impressum steht, dass ich keine unverschlüsselten E-Mails beantworte. Es ist unhöflich und respektlos, das einfach zu ignorieren.

2. Zum Thema „Tron“ gebe ich keine Interviews mehr. Es ist alles geschrieben bzw. gesagt worden. Sorry.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Vollpfostenjournalismus, reloaded

Die Süddeutsche verherrlicht den Mut von Terroristen.

Sind Menschen, die in eine Menschenmenge fahren oder schießen, in der Gewissheit, dass sie ihre Tat gar nicht oder nur kurz überleben könnten, feige? Ihr Überfall auf Ahnungslose ist heimtückisch. Ihre Auftraggeber mögen feige sein. Sie selbst sind es nicht. Ihre Tat zeigt ungeheuren Mut – zwar nicht jenen besonnenen Mut, den Aristoteles als Tugend pries, sondern einen mörderisch-tollkühnen. Aber auch der verlangt etwas, was im Westen immer mehr zum Fremdwort geworden ist: Selbstüberwindung.

Da hat sich aber jemand selbstüberwunden einen runtergeholt und nicht zum ersten Mal.

Ceterum censeo: Jedes Wort, das mit UNG endet, steht unter dem Generalverdacht des Blödsinns.

Ja. Nein. Ung. Das Burkssche Gesetz.

Halina Wawzyniak (Die Linke“) auf Zeit online: „Die originäre Aufgabe von Linken-Politik ist, das System infrage zu stellen, nicht konkrete Personen. Das System infrage zu stellen, meint nicht dessen Abschaffung, sondern dessen Weiterentwicklung.“

Nein, Halina. Der Kapitalismus gehört abgeschafft, wie schon vorher der Feudalismus oder die Sklavenhaltergesellschaften. Er macht das selbst, aber man kann ihm dabei helfen, sich „weiterzuentwickeln.“ Man muss dem gemeinen Volk ja nicht verraten, was danach kommt, weil es noch vor dem bösen K-Wort zurückschreckt, aber man muss den Leuten sagen, wie man das ungefähr machen will und was an dessen Stelle treten soll.

By the way. Ich formuliere jetzt das Burkssche Gesetz: „Für Mitglieder der Partei ‚Die Linke‘ ist es unmöglich, auch nur drei deutsche Sätze zu sagen, ohne dass ein Wort vorkommt, das mit UNG endet.

Kurvig

New York+

Das Foto habe ich 1982 in New York gemacht. Leider weiß ich nicht mehr, welches Gebäude das ist.

Embedded Journalism

Telepolis: „Wie der BND die deutschen Medien steuerte“. – „Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom über Verbindungen der geheimen Dienste, die bis in die Chefredaktionen der größten deutschen Medien reichen“ Der Artikel wird aber nichts nützen.

Interessant ist, dass meine Vermutung über die Ramelsberger von der „Süddeutschen“ geteilt wird. Da sind wir dann wieder bei der „Online-Durchsuchung.“

Leidenschaftlich beim Casting

vorstellungsgespräch
Source: Sassy Socialist Memes

Kulturrelationismus et al

Die Schweizer WOZ über falsche Toleranz gegenüber Intoleranz. Sehr interessanter und streitbarer Artikel. WählerI*/_@xnnen der Grünen beißen in alle Tischkanten.

Ianda, City of Gor und politisch irrelevant sowie inkorrekt

ianda

Noch einmal – weil in Eile – etwas Unpolitisches und total Irrelevantes: Meine virtuellen Heimatstadt Ianda (die ich auch selbst erbaut habe) #game_designer #second_life #gor

Sperma im Kugelschreiber

Lesenswert von Tapfer im Nirgendwo über eine hässliche Fake-News-Geschichte im „Spiegel“. Lesenwert, insbesondere auch die Kommentare.

Cultural Appropriation oder: Geifernde Blockwarte

Die FAZ schreibt über den Quatsch der so genannten „kulturellen Aneignung“. (Wörter, die mit -ung enden, stehen ohnehin immer unter dem Generalverdacht des Blödsinns.) Wieder so ein Lifestyle-Unfug aus der US-amerikanischen Mittelklasse; könnte direkt auch von den Grünen stammen.

„Irgendwas läuft schief, denkt man, wenn man die Blockwarte eifern sieht.“ Well said.

Im Hubschrauber

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Nein, ich bin nicht vom BER aus geflogen, obwohl man die unfertige Halle sieht (Foto ganz oben), sondern von Schönefeld aus. Meine Schwester und ich wollten unserer 91-jährigen Mutter das Gefühl einen Hubschrauberfluges gönnen. Sie hat es genossen. Wenn das Leonardo da Vinci gesehen hätte!

Paritätische Sprechschau

Ein interessantes Interview mit Jutta Ditfurth in der FAZ über die Diskussionskultur in so genannten „Talkshows“ und eitle Hampelmänner.

Ach ja, Grüne, aber dann drohen alle bekannten Grünen: Wenn die kommt, komm ich nicht. Jürgen Trittin, Claudia Roth. Und sie kommen bei den Redaktionen damit durch.

Wie kann man so etwas antun? Ich schaue keine Talkshows (mal abgesehen, dass ich keinen Fernseher habe), und ich finde es auch politisch irrelevant. Gibt es eigentlich verlässliche Zahlen, wie viele Leute sich das ansehen, und aus welcher Klasse die kommen?

Es gibt den bildungsbürgerlichen Anspruch nicht mehr, sich in anderen als dem eigenen Milieu auch nur auszukennen, geschweige denn dissidente Haltungen wenigstens zu begreifen.

Well said, dude! (gibt es da auch eine weibliche Form für?)

Doğum günün kutlu olsun!

Deniz Yücel

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Deniz Yücel!

Ganz kleine Verwüstungen

verwüstungen

Liebe Kollegen von Spiegel online, ich bedaure, dass ich schon wieder etwas anzumerken habe. Wolf Schneider schrieb in Deutsch für Profis schon 1984 sinngemäß: „In Wüste verwandeln“ sei ein Superlativ, den keine Fantasie übersteuern könne. „Schwere Verwüstungen“ seien so sinnvoll wie „starke“ Orkane oder „ziemliche“ Katastrophen.

Was würde Wolf Schneider gar zu Eurem Supersuperlativ „schwerste Verwüstungen“ sagen? Vermutlich verschlüge es ihm die Sprache. Darauf muss man ja erst einmal kommen.

„Für Verwüstungen sorgen“ oder dieselben „anrichten“ seien außerdem Streckverben. „Verwüsten“, in welcher Zeit auch immer, beschriebe das, was geschah, ausreichend. Ich füge hinzu: Man richtet einen Schaden oder ein Dinner an, der Hurrikan richtet gar nichts an. Er verwüstet halt.

„Verwüstung“ gestattet übrigens keinen Plural, genau so wenig wie Versandung, Vermehrung oder Verehrung. Oder sollte der Hurrikan jetzt in Florida mehrere Verwüstungen angerichtet haben?

„Das Spreizwort ’schwere Verwüstungen anrichten‘ ist ein in Großauflage gedrucktes Etikett für einen gehobenen Versicherungsfall, das in den Köpfen etlicher Journalisten zweieinhalb leichte Verwüstungen angerichtet hat.“

Ciudad de México oder wie?

mexiko stadt

Mexiko Stadt, 1979

Liebe Kollegen von Spiegel online: Die Hauptstadt von Mexiko heisst entweder Mexiko-Stadt (deutsch) oder Ciudad de México (spanisch, auch México Ciudad), sie heißt aber in einem deutschen Artikel keinesfalls „Mexiko-City“. Das ist Denglisch und gleich doppelt falsch. Wenn schon anglifiziert, dann auch „Mexico-City“. Aber warum sollte man hierzulande die Hauptstadt eines vorwiegend Spanisch sprechenden Landes auf Englisch schreiben?

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