Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Wilhelm Brauckmann

Wilhelm Brauckmann, Holzwickede, Nordstr. 19, geboren am 27.05.1888 in Holzwickede, heiratete und wurde Vater zweier Töchter. Zuletzt arbeitete er als Maurerpolier bei der Firma Horstkorte. In das Fadenkreuz der Nationalsozialisten geriet er durch seine engagierte Tätigkeit in der SPD und der Gewerkschaft. Ohne weiteren Anlass wurde er am 01.09.1933 von der Polizei verhaftet und in das Konzentrationslager Bergkamen-Schönhausen verschleppt, wo er unter desolaten Verhältnissen eingesperrt und schwer misshandelt wurde. Nach seiner Entlassung im Oktober 1933 war er dauerhaft arbeitsunfähig, musste sich regelmäßig bei der NSDAP-Ortsgruppenleitung melden und wurde unter ständige „Betreuung“ eines Truppführers gestellt. Von den Folgen der Misshandlungen erholte sich Wilhelm Brauckmann nicht mehr und verstarb am 01.08.1937.

Kommentare

2 Kommentare zu “Kein Vergeben! Kein Vergessen!”

  1. flurdab am Mai 16th, 2019 2:57 am

    Kümmert sich dort jemand um den Stolperstein?
    Hier wo ich wohne sind die Steine selten blank, den Bewohnern der Häuser scheinen sie seltsam gleichgültig.
    Dabei sind sie doch „Denkmäler“.

  2. ... der Trittbrettschreiber am Mai 18th, 2019 12:18 pm

    Diese Stolpersteine zeigen einmal mehr, wie doppelzüngig unser Ordnungsrecht ist. Behörden müssen gefahren abwehren, lassen aber zu, dass in Fußgängerzonen derartige Gefahren absichtlich eingebaut werden. Bei Regenwetter sind diese Schimpf- und Fluchmäler derart rutschig, dass man tatsächlich stolpert und in eine Gefahrensituation für Leib oder Leben gerät. Verlogen sind sie allemal, denn sie erzeugen kein Andenken im Gestürzten sondern Zorn. Wenn schon ein Denkmal, dann ein richtiges, aufrichtiges, sichtbares und zu würdigendes. Woher kommt diese Bewunderung für diesen Schrott, man ruft „Kunst“ und „Geschichtsaufarbeitung“ und merkt nicht, wie rindsköpfig die Geister in diesem Land geworden sind, nur eben mit amputierten Hörnern.
    Herr Ober – ein Glas Milch bitte.

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