Die Götter sind alle tot

Religiöse Symbole sollten aus der Öffentlichkeit verschwinden. Ein säkularer Staat sollte Aberglauben und fromme Märchen aktiv bekämpfen. Wer das anders sieht, ist nicht links. „Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.“ (Lichtenberg im 18. Jahrhundert!) Dahinter sind wir schon zurückgefallen. Gott ist tot! (Anlass: Ein fürchterliches pseudolinkes Plakat auf Fratzenbuch)

Vielleicht sollte ich auch einen neuen Verein gründen.

Kommentare

12 Kommentare zu “Die Götter sind alle tot”

  1. Wolf-Dieter Busch am Dezember 14th, 2018 10:25 pm

    Lichtenberg lebte in einer katholisch oder evangelisch dominierten Welt. Seine Perspektive war: was verliert ihr außer euren Ketten?

    Nicht mit heute vergleichbar. Die Ketten der Mossis (als ehemals treuer Karl-May-Leser: es heißt Moslems, nicht Muslime) sind außerhalb seiner Perspektive, und sie sind mittelalterlich.

    Ich finde es falsch und verlogen, bei Kritik an unseren Mediaeval Warriors aus unangebrachtem Gerechtigkeitssinn die Christen mit zu meinen: nein und dreimal nein. Bei Eintritt ins Berufsleben bin ich aus der Kirche ausgetreten. Die Nachbarn links und rechts von mir sind christlich, meine Lebenspartnerin noch ein paar Stufen näher am Herrgott, und habe ich Probleme mit denen? Nicht im Geringsten.

    So. Und das versuch mal mit irgendwelchen Mossis. Aber dann gibts eine Fatwa. Frag Salman Rushdie. Oder frag den Betreiber des Youtube-Kanals achse:ostwest. Der ist qua Geburt Moslem, ausgetreten, und frag ihn mal, wie er sich so fühlt im Alltagsleben. Im Fernsehen hat er mal über Islamophobie dies gesagt: „Es ist keine Schande, Angst zu haben.“

    Noch was, Burkhard Schröder: weißt du, was deine Generalisierung über den Islam hinaus charakterisiert? Ein Gerechtigkeitssinn, entwickelt aus christlicher Prägung.

    Du, lieber Burkhard, bist christlich sozialisiert. Versuche nicht, da raus zu kommen. Keine Chance.

  2. rainer am Dezember 14th, 2018 10:46 pm

    ….wenn ich diese Kopftuchträger schon sehe, wird mir schlecht…..

  3. flurdab am Dezember 15th, 2018 8:22 am

    Das mit dem Lappen um den Kopf ist doch nichts religiöses. Das ist pure Arbeitsverweigerung!
    Damit kann Frau weder an der Standbohrmaschine noch der Drehbank ihren Beitrag zur Emanzipation leisten. Selbst der Arbeitseinsatz an der Supermarktkasse mit Rollband ist ausgeschlossen.
    Das die „Linken“ das Frauenbild der Konserativen so konsequent übernehmen ist löblich.
    Als nächstes steht das Frauenwahlrecht auf der To- Do- Liste.

  4. ... der Trittbrettschreiber am Dezember 15th, 2018 10:36 am

    da fehlt noch ein ‚umsonst‘ oder ‚gegen Windmühlen‘ im Vereinsnamen. Brauchts noch einen Präsidenten?

  5. ... der Trittbrettschreiber am Dezember 15th, 2018 10:40 am

    @rainer
    ;-)… meine chefin geht auch immer kotzen, nachdem sie mich mit kopfschmuck gesehen hat. deshalb habe ich immer diverse tüten (ryanair) am revers.

  6. Jonas am Dezember 15th, 2018 2:10 pm

    Ich finde die Unterscheidung wichtig zwischen:
    Ich protestiere dafür, ein Kopftuch tragen zu dürfen, falls ich will.
    ich protestiere dafür, kein Kopftuch tragen zu dürfen, falls ich will.

    Damit sind nämlich die Demonstrantinnen in Teheran und die in Deutschland sehr ähnlich. Es geht darum ein konsequentes Verbot auszuschließen, egal von welcher Seite, und zwar aus Prinzip.

  7. Crazy Eddie am Dezember 15th, 2018 4:01 pm

    Das Bestreben, die Privatsphäre der Staatsraison zu unterwerfen, kann aus linker Sicht nur unterstützt werden. Bei den Kindern schon muß man anfangen:
    Nieder mit dem Weihnachtsmann!
    Adventskalenderverbot!
    … und für die Erwachsenen:
    Subbotnik statt Weihnachtsfeiertage!

  8. Messdiener am Dezember 15th, 2018 8:11 pm
  9. ... der Trittbrettschreiber am Dezember 16th, 2018 10:29 am

    @Messdiener

    Für eine durch und durch masochistische Gesellschaft ist das eine katastrophale Aussage – vergleichbar mit einem ‚coitus interruptus‘ auf dem Rücksitz eines alten, TÜV-überfälligen Käfers aus Mexiko, dessen quietschenden Federkernpolster jedewede Freude am kontemplativen Betrachten der glitzernd sternblauen Dezember-Nacht verwehrt.

  10. Martin Däniken am Dezember 16th, 2018 6:58 pm
  11. ... der Trittbrettschreiber am Dezember 16th, 2018 9:28 pm

    @Martin Däniken

    sicher,ja. im altern liegt auch hybris. nur wer im alter genug geld hat, kann andere zum lachen zwingen.

  12. Martin Däniken am Dezember 18th, 2018 5:36 pm

    „…nur wer im alter genug geld hat, kann andere zum lachen zwingen…“
    Speziell wenn es was zu Erben gibt und man sich Chancen durch entsprechendes Wohlverhalten ausrechnet!
    Es gibt ja böse zukünftige Vererber,die sich einen Spass mit den Aspiranten erlauben…
    Und es muss ja nicht um Geld und materiellen Besitz drehen,so ein schöner Parteiposten o.ä geht ja auch…

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