Hanging Gardens oder: Programmierung 42 komplexer Polygone

hanging gardens

Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein komischer Typ, der sich für allerlei komische Sachen interessiert. Ich baue virtuelle hängende Gärten (hier in: Ianda), obwohl ich Hetero bin. Ich schreibe Bücher und lehre Studenten und arbeite gleichzeitig als Bodygard. Ich bin linksradikal und greife dennoch hart gegen (meistens) Araber durch, die sich (meistens) nicht benehmen können. Meine Vorurteile gegen Polen halten sich in Grenzen, obwohl ich beruflich nur mit Polen zu tun haben, die nur noch das Wort Kurwa aussprechen können, womit sie mich meinen. Ich verweigere mich dem Gendersprech, und meine Studenten mögen es (jaja, private Elite-Uni). Ich kann in Südamerika ohne Karte und ohne Google Earth reisen, war aber noch nie in Griechenland oder Großbritannien.

Ich muss das jetzt irgendwie sagen, weil ich für lau gerade virtuelle Münzen herstelle, für jemanden, der sie braucht, und mich frage, ob das mit 42 zu tun hat ob ich vielleicht besser eine sinnvolle Sache tun sollte – nein, ich habe acht Tage durchgearbeitet, davon fünf 12 Stunden, und eine Nacht gar nicht schlafen können; ergo: Ich erlaube mir daher, jetzt um 2.10 Uhr in der Frühe nur dummes Zeug zu veranstalten, zum Beispiel hier über Blumenarrangements und den Aufgang zum Hauptquartier meines Avatars zu posten, obwohl das Publikum etwas Politisches erwartet oder zumindest eine klarere corporate identity dieses Blogs, das sich ursprünglich den Weltläuften und dem hinreichenden Erklären derselben gewidmet hatte, aber oft mäandernd ins logisch Ungefähre abschweift, der seichten Unterhaltung wegen, die zu genießen als Bedürfnis ich den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern kühn und anmaßend unterstelle.

Kommentare

7 Kommentare zu “Hanging Gardens oder: Programmierung 42 komplexer Polygone”

  1. ... der Trittbrettschreiber am April 5th, 2017 6:11 am

    Was haben Pflanzenarrangements mit sexueller oder was auch immer für einer ‚Ausrichtung‘ zu tun?
    Ich finde es schon schlimm genung, dass Farben für politische Zwecke missbraucht werden. Ich werde mich also fürder im Blumenladen vor dem Kauf von mutierten Riesen-Gänseblümchen zur Kiezkathegorie gendern müssen. Was bedeutet eigentlich Ketchup auf Ganzkörperkondom?

    PS Eine sehr schöne Stimmung – es ist (für mich) bemerkenswert (selten), dass Virtuelles Sehnsucht nach Realem (Italien, Spanien, Waldkirch)wecken kann.

  2. tom am April 5th, 2017 2:00 pm

    Politisches hatte ich nicht erwartet; Deinen Text allerdings las ich nur, auf (leises) Sprechen desselben verzichte ich immer.
    „Jemand wird wie ein Artikelwort dekliniert, verliert aber in der gesprochenen Sprache im Dativ und Akkusativ oft die Endung.“
    Schon vor Jahrzehnten prognoszierte ich, dass alle Fragewörter letztlich zu einem mittellang gezogenen http://www... mutieren würden. Bei richtiger Intonation kann dann sogar auf den Rest der Frage verzichtet werden, der Befragte wird auch so wissen, was gemeint ist. „Jemand“ ist auf dem besten Weg.
    Den Garten finde ich garnicht übel, ein echter wirkt aber irgendwie noch – echter.

  3. tom am April 5th, 2017 2:02 pm

    lol, irgendwas hat aus triple-w ein Stück internetz zu machen versucht; ich war das nicht!

  4. admin am April 5th, 2017 4:17 pm

    @tom: habe ich korrigiert, muss an der Zeit gelegen haben…

  5. Publicviewer am April 5th, 2017 4:34 pm

    Ich findś gut, sei wie Du bist, schön echt links nämlich so, wie es heutzutage kaum noch vorkommt.

    Gruß
    Der Viewer

  6. andreas am April 5th, 2017 4:58 pm

    ACHTUNG SPOILER! Mir deucht es fehlen ein paar Schatten.

  7. tom am April 5th, 2017 5:56 pm

    Solange die Zeit keine schlimmeren Auswirkungen auf Burks hat, äh, sich nicht schlimmer auf burks auswirkt, schließe ich mich gern den viewerischen Worten an!

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