Vielleicht ist es ja der Plan

Ich habe in den letzen Tagen oft mit Leuten über Trump geredet. Nein, niemand von denen hatte mit Medien zu tun. Einfache Leute, wenn man so will: Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Polizisten, Putzfrauen- und Männer, Angestellte und Facharbeiter. Alle sprachen positiv über Trump in dem Sinn: „Er ist bescheuert, aber ich finde es klasse, dass er tut, was er angekündigt hat.“

Ich vermute ganz stark, dass sich die mediale Blase, in der die meisten Journalisten leben, nicht aufgelöst und dass ihre kleinbürgerliche Scheinwelt, die auch für ihre Clinton-Manie verantwortlich ist, mit der Realität nichts zu tun hat. Das wird noch spannend werden.

Vielleicht war es der Plan zu versuchen, die Wahlversprechen Trumps einzulösen in dem Wissen, dass es juristisch fragwürdig ist, nur um den eigenen Wählern das zu zeigen, was die schon „wussten“: Das „Establishment“ ist gegen uns.

Ich erkläre mir den Schaum vor dem Mund der Trump-Gegner (die Reihen fest geschlossen und jetzt alle zusammen: Boah, ist der eklig und doof) so, dass die Mittelschicht (aka Kleinbourgeoisie) live hört und fühlt, wie ihre Lebenslüge den Bach runter geht: Gutes Benehmen, sich an die Regeln zu halten sowie „Erziehung und Bildung“ (das „richtige“ Sprechen) sichern eben nicht den sozialen Status im Kapitalismus, geschweige denn den sozialen Aufstieg. Das wusste die herrschende Klasse, zu der Trump gehört, immer schon, und das Proletariat auch.

Kommentare

6 Kommentare zu “Vielleicht ist es ja der Plan”

  1. Michael am Februar 5th, 2017 3:42 pm

    Ich nehme mal die Erkenntnis mit: Dumme und unseriöse Politik wird einfach schon allein dadurch klug und seriös, indem sie schon im Wahlkampf angekündigt wurde.

  2. Wolf-Dieter Busch am Februar 5th, 2017 4:13 pm

    Für die Klagelieder der Qualitätsschreiberlinge hege ich ebenfalls milde Verachtung …

    … das lenkt aber nicht vom Kern ab. Trump ist der Joker im Kartenstapel, den keiner wollte. Was nach Trump raus kommt, weiß keiner.

    Positiv zu vermelden: die Strippen, die Clinton & Co gezogen hat, dürfen wir als gerissen ansehen. Dafür zieht „the Trump“ neue. Die Chance besteht darin, dass diese Strippen nicht länger existieren, als er im Amt ist. Das schafft zwo Zeitfenster: eins, zum Aufbau der Connections und ein weiteres nach Trumps voraussichtlich unrühmlichen Abgang.

  3. Der Aufstand am Februar 5th, 2017 4:24 pm

    Ja, aber irgendwie fehlt Ihm die kühle Sachlichkeit das begonnene auch erfolgreich zuende zu bringen. Stattdessen läßt er sich scheinbar schön provozieren, das kann ihm schnell um die Ohren fliegen.
    Das macht ihn berechenbar und die Gegenseite wird reagieren….
    Ansonsten eine interessante Sichtweise die auch ich sehr teile.

  4. Martin Däniken am Februar 5th, 2017 5:47 pm

    Für mich ist DJT jemand der Angst vor klugen Menschen hat und selber weiss das er nicht klug ist!
    Und er hat Macht!!!
    Ich denke immer wieder an den Präsidenten aus „The Deadzone“ von Stephen King…
    Wenn jemand Angst hat sollte er auch nicht von Bannon „beraten“ werden,der sich so äusserte:
    „Finsternis ist gut!“
    Und
    „Es wird Krieg mt China geben!“

  5. dasuxullebt am Februar 6th, 2017 12:35 pm
  6. andreas am Februar 6th, 2017 1:41 pm

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