Anonymer Reichtum

Die Taz ruft zum Klassenkampf klärt über Fakten auf:
Die Reichen werden reicher, die Mittelschicht verliert. Die Zahlen, die gerade für mediale Aufregung sorgen, sind zwar nicht taufrisch. Aber man kann es nicht oft genug sagen: In Deutschland besitzen die obersten 10 Prozent mehr als die Hälfte des Volksvermögens. Gleichzeitig hat die ärmere Hälfte nichts. Viele Deutsche glauben zwar, dass sich Leistung lohnen würde. Doch Deutschland ist eine brutale Klassengesellschaft.
Es ist sogar noch schlimmer, als es die offiziellen Zahlen zeigen. In Wahrheit dürften die obersten 10 Prozent über mindestens 62 Prozent des Volksvermögens verfügen – und das reichste Hundertstel dürfte bereits ein Drittel aller Besitztümer kontrollieren. Genaues weiß man nicht: Reichtum ist anonym in Deutschland.

Dürfte? Ach ja? Haben wir denn nicht so genannte „Wirtschaftsjournalisten“ wie den rechtspopulistischen und Kapitalismus-affinen Herrn Tichy? Haben wir keine Wirtschaftsteile in deutschen Medien, die so etwas aufklären könnten? Was machen die den ganzen Tag? Den Kapitalismus schönreden? Quod erat demonstrandum.

Ach ja, da war noch Uwe Krüger mit seiner unangenehmen Medienforschung: „Ganz auf Linie mit den Eliten“ sind sie, die „führenden“ Journalisten. Und die anderen hoppeln brav hinterher.

Nein, eine „Lügenpresse“ ist nicht nötig. Es reicht die Schere im Kopf, bestimmte Fragen einfach nicht zu stellen. Fragen Sie den Esoteriker Volkswirtschaftler Ihres Vertrauens von der so genannten „AfD“.

Kommentare

2 Kommentare zu “Anonymer Reichtum”

  1. Martin Daniken am Januar 27th, 2016 7:38 pm

    Immer passend Volker Pispers Berufsgruppen, die die Welt nicht braucht

  2. Godwin am Januar 30th, 2016 11:24 am

    naja – es gibt halt keine „Reichtumsforschung“ oder etwas ähnliches.
    Gibt auch kein Melderegister, wo man aufgenommen wird, wenn man über Summe x an Vermögen/Kapital verfügt. usw usf
    Für Armut gibt es das alles.
    Dafür gibt es Bankgeheimnisse, Persönlichkeitsrechte (inkl. dem Recht, in Ruhe gelassen zu werden) uder dergleichen mehr

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