Macht ohne Kontrolle

Ein hervorragender Artikel im Tagesspiegel über das unheilvolle Wirken der „Troika“ in Griechenland: „Sie erpressten Minister, spielten sich zum Gesetzgeber auf und machten gemeinsame Sache mit den reichen Eliten. Die als Kontrolleure eingesetzten Technokraten aus IWF, EZB und EU-Kommission hatten in den Krisenstaaten eine Macht jenseits aller demokratischen Kontrolle. (…) Allein die Mittelschicht, die Staatsangestellten, die Rentner, Kranken und Arbeitslosen mussten die Last der Anpassung tragen. Die wirtschaftlichen Eliten hingegen blieben überall verschont. Schlimmer noch: Die Troika zwang die Regierungen, wertvolle Staatsunternehmen zu Schleuderpreisen zu verkaufen, und verhalf so den Privilegierten, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern (…).

Der Artikel fußt auf der gleichnamigen Arte-Reportage.

Man muss sich nur mal die Medienberichte früher ansehen über die „Hilfspakete“. Es wird die üblichen Verdächtigen nicht daran hindern, immer nur nach „Privatisierung“ zu schreien. So sind sie eben, die Gläubigen des „freien“ Marktes.

Kommentare

6 Kommentare zu “Macht ohne Kontrolle”

  1. ...der Trittbrettschreiber am Februar 26th, 2015 6:19 am

    … ist das nicht eine Strophe aus dem Lied „Deutschland im Jahr der Wende und danach“?
    Die Songschreiber werden irgendwie immer träger(Kassenschlager aus der Schublade) – aber Retro-Look ist eben in. Alles frisch? Aber ja – frisch aus der Dose: Immer wieder lecker.

  2. rainer am Februar 26th, 2015 8:42 am

    …die gehören alle an die Wand gestellt…..

  3. Ruedi am Februar 26th, 2015 2:21 pm

    Wo ist die Insel, auf die Leute wie Ackermann, Merkel und wie die alle heissen, entsorgt werden können?

    Arte-Reportage = anderthalb Stunden Horror.

  4. Ahmed am Februar 26th, 2015 2:25 pm

    Das Feindbild der „Marktgläubigkeit“ ist da wohl nicht mehr passend. Was soll dieser Strukturfaschismus mit Marktwirtschaft zu tun haben? Da tun einem die Liberalen ja fast schon leid

  5. Kapitalistenschwein am Februar 27th, 2015 7:55 pm

    Als Murxist glaubt man halt das die Speerspitzen des Geldsozialismus (IWF,EZB) und der Sowjet in Brüssel Ausgeburten kapitalistischer Verschwörungen sind. Dialektik vom Feinsten !

  6. lepus am Februar 28th, 2015 6:34 pm

    @Kapitalistenschwein
    Es ist nicht die Dialektik sondern das schlichte Weltbild:
    Da kann die nationale oder internationale Staatsbürokratie alles bis zum letzten durchregulieren – wenns schiefgeht war’s der Freie Markt oder einfach der Kapitalismus.
    Ist halt das Synonym für alles Böse.

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