Beschwerde an den Presserat

Presserat

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es geht um den Artikel auf Spiegel online vom 25.02.2015: „Warren Buffett zu Übernahmen in Deutschland: ‚Egal wie groß – wir zahlen bar'“.

Ich sehe in dem Artikel einen Verstoß gegen den Pressekodex Richtlinie 7.1 sowie Richtlinie 7.2. Der Artikel entspricht nicht den Mindeststandards der journalistischen Recherche, sondern ist ausschließlich Public Relations, also schlicht Werbung für die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway und deren Eigentümer, die als solche aber nicht gekennzeichnet ist. Es kommt nur eine Person zu Wort, es wird noch nicht einmal eine unabhängige Quelle genannt.

Der Beschwerdeführer unterrichtet u.a. Wirtschaftsjournalismus an einer privaten Universität in Berlin.

Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Schröder

Kommentare

One Kommentar zu “Beschwerde an den Presserat”

  1. Michael am Februar 26th, 2015 2:16 pm

    Gute Idee. Wobei gerade der Wirtschaftsteil des Spiegel bei mir schon seit Jahren keinen Seriositätsanspruch mehr hat. Mein diesbezügliches Schlüsselerlebnis war ein Artikel über SAP in der Printausgabe 37/2007. Der war in meinen Augen auch weitgehend Reklame – insbesondere das damalige Vorstandsmitglied Leo Apotheker wird auf geradezu hagiografischem Niveau beweihräuchert. Den Artikel habe ich sogar fotokopiert und archiviert – nichts ist eben völlig nutzlos sondern kann ggf. immernoch als schlechtes Beispiel dienen. Und als Werbeartikel ist er sogar richtig gelungen.

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