Ein Artikel ohne Links ist nichts wert

„Journalismus, der nichts kostet, ist jedenfalls nichts wert“, schreibt Stephan Ruß-Mohl, Professor für Journalistik und Medienmanagement an der Università della Svizzera italiana in Lugano in der Süddeutschen. Er leitet auch das European Journalism Observatory [sueddeutsche.de ist nicht in der Lage, einen Link dahin zu setzen, sondern schreibt ihn aus (www.ejo.ch), damit man nicht darauf klicken kann – deutscher „Online“-Journalismus at its best].

Der gute Mann schreibt auch folgendes: „Gewiss, wir nutzen auch andere Informationsquellen, seien das die alten Medien oder das Internet, um uns medizinische oder rechtliche Kenntnisse zu verschaffen. Wir möchten uns den Profis ja nicht völlig ausliefern und ihnen zumindest kritische Fragen stellen können. Aber letztlich vertrauen wir ihnen eben doch.“

Informationsquellen außer dem Holzmedienmainstreamjournalismus? Gibt es die überhaupt? Ach ja: „das Internet“. Igitt, man kann dieses berüchtigte Internet wohl nur mit der Kneifzange anfassen. Man kann es leider nicht ignorieren. Aber wenn Stephan Ruß-Mohl zu bestimmen hätte, reichten die Tagesschau, die Süddeutsche und das Feuilleton der ZEIT, um uns ausreichend über die Weltläufte zu informieren. Mehr braucht man gar nicht zu wissen.

Wer so etwas schreibt, hat keine Ahnung und lebt mental noch im letzten Jahrhundert. Die armen Journalisten, die an diesem journalistischen Observatorium ausgebildet werden und sich mit diesem Professor herumschlagen müssen!

Vermutlich schicken sie die alle nach Deutschland ins Land der Offliner. By the way: Ich traue den so genannten Profis nicht (by the way: wer soll das sein? Leyendecker?), weil sie gar keine Profis sind, sondern hohle Windbeutel, die mit der German Internet-Angst zu kämpfen haben.

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