Grafikkartenkühlung

Grafikkartenkühlung

Man muss sich nur zu helfen wissen. Ich habe hier einen älteren Windows-Rechner stehen, mit dem ich nur Second Life spiele und sonst nichts. Auf meinem Linux-Rechner geht das nicht, weil meine gute Grafikkarte samt Rechner bekanntlich beim LKA steht. (Meine Anwältin hat übrigens die Einstellung des Verfahrens gefordert.)

Leider stürzte Second Life in den letzten Wochen ständig ab; es war grauenhaft. Gestern hat ein guter Freund, dessen Computerkenntnisse sich zu den meinen verhalten wie meine zu denen Wolfgang Schäubles, zwei Stunden an der Hardware gefummelnt, um mögliche Fehlerquellen auszuschalten. Wir dachten schon, das Problem sei gelöst, aber es war leider nicht so – als er gegangen war, fror wieder der Bidlschirm ein. Da kam mir die rettende Idee, die wir ohnehin schon theoretisch diskutiert hatten: Die Soundkarte, die er neulich eingebaut hatte (weil der Rechner ein ehemaliger Server ist und keine besaß), steckt jetzt genau unter der Grafikkarte. Letztere wird von Second Life völlig ausgereizt und über 80 Grad heiß. Wir hatten festgestellt, dass sie um so heißer wurde, je detailreicher wir die Grafik der 3D-Welt einstellten. Die Soundkarte verändert den Luftstrom, so dass die Grafikkarte weniger gut gekühlt wurde. Und das brachte Second Life zum Absturz.

Ich habe jetzt das Gehäuse abgeschraubt und einen kleinen Standlüfter direkt neben die Grafikkarte gestellt. Und siehe da – ich konnte mich als Avatar drei Stunden frei bewegen – mit guter Grafikauflösung -, ohne dass der Client auch nur einmal abrauchte. Natürlich ist der Lüfter laut. Aber man kann ja Kopfhörer aufsetzen.

Ich bitte die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser auch nachzuschauen, ob sie im Inneren meines Zweitrechners den Bundestrojaner entdecken – ich habe ihn noch nicht gesehen.

Kommentare

2 Kommentare zu “Grafikkartenkühlung”

  1. peters am Januar 1st, 2009 5:42 pm

    Hallo Burks!

    Im derzeitig zu sehenden Bild sind doch offenbar alle drei PCI-Slots unter der Soundkarte noch frei. Einer davon ist derzeit zwar mindestens nicht benutzbar, weil die USB-Erweiterung dort am Heck des Gehäuses befestigt ist. Aber wenn Du die USB-Erweiterung, so Du sie überhaupt nutzt, eins tiefer verschraubst oder sogar weiter nach oben setzt, so kann dann die Soundkarte zwischen einem und bis zu drei Slots tiefer befesttigt werden. Der Graka kann das nur noch besser bekommen und vielleicht braucht man dann gar keinen Lüfter mehr oder ein kleinerer leiserer Lüfter täte es dann oder man drosslt den im Moment verbauten Lüfter noch ein wenig, was zu einem leiseren oder gar leiser und zu ca. 3-5 Watt weniger Verbrauch führt.

    Beste Grüße, Peter

  2. Petronius am Januar 1st, 2009 10:17 pm

    sieht wirklich nach GuMis Gebastel aus ;-p
    Wenn Du das Slotblech direkt unter der Grafikkarte entfernst und den Lüfter an die dafür vorgesehene Stelle unten im Gehäuse schraubst (so daß selbiger in das Gehäuse hineinbläst) sollte es auch funktionieren und Du kannst das Gehäuse sogar wieder zuschrauben, was der Geräuschkulisse in Deiner Wohnung gut tun dürfte. (Ja, das Innere des Rechners wird rapide verkeimen – aber das wird es so oder so, spielt also keine Rolle)
    Es ist tatsächlich keine blöde Idee, die Soundkarte soweit es irgend geht von der Grafikkarte entfernt zu montieren. Der Grund ist hier aber ein elektronischer: der Grafikprozessor kann u.a. aufgrund variabler elektrischer HF-Felder zu Knacken, Knistern und Pfeiffen bei der Soundausgabe führen (und zwar in Abhängikeit von der Belastung der GPU) – weiter weg bedeutet hier weniger Störungen. (ok, ist die kurze Version, aber mehr führe hier zu weit)

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