Abzocker-Mentalität bei ARD und ZDF

„Alle illegalen downloads haben der deutschen Dokumentarfilmbranche materiell weniger geschadet als die Vertragspraxis von ARD und ZDF an einem einzigen Tag.“ (Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) laut carta über die Vertragspraxis der öffentlich-rechtlichen Sender)

Kommentare

2 Kommentare zu “Abzocker-Mentalität bei ARD und ZDF”

  1. erforderlicher Name am Juni 3rd, 2012 12:21 pm

    Ich frage mich gerade eh, welchen materiellen Schaden der Download einer Fernsehdokumentation nach sich ziehen könnte. Die meisten davon werden später höchstens nochmal anlassbezogen aus dem Archiv gekramt oder in irgendeinem digitalen Nischensender des ÖR nachts um 2 Uhr nochmal ausgestrahlt. Auf DVD erscheinen die meisten Filme eh nie und das Honorar der Filmemacher wird nicht im DVD-Einzelhandel, sondern über Gebühren erwirtschaftet.

    Jeder Filmemacher, der unter diesen Bedingungen arbeitet und dabei nicht nur ans Honorar denkt, sondern auch will, dass Leute sein Werk auch abseits eines schmalen Zeitfensters gesehen werden kann, sollte die Up- und Downloader eigentlich sogar begrüßen.

  2. redsnapper am Juni 3rd, 2012 1:15 pm

    hat mich die ganze zeit schon gewundert warum es so lange dauert bis da mal etwas drüber gemeldet wird. dazu kommt noch das produktionsmittel für interessante produktionen finanziell so lange gekürzt werden, daß entweder der bericht leidet, oder am ende kein geld mehr übrig bleibt um davon zu leben. ich könnte mühelos vom hundertsten ins tausendste weiter haare raufen was zum beispiel die arbeitsbedingungen von kamerateams betrifft, die täglich nachrichten produzieren. speziell freie teams die auf zuruf zum einsatz kommen. immer die neuesten produktionsmittel zu immer niedrigeren tages-, halbtages-, oder stundensätzen. freie teams kosten auch keine feiertags- oder sonstigen zuschläge wie das bei den wenigen festen teams sitte ist. wenn dann bei regionalreportagen stunden wegen der jäger und sammlermentalität uninformierter, planloser fest angestellter germanisten-reporter drehverhältnisse ins groteske steigen (1:30 statt 1:10) und pausen angemahnt werden um mal die gewichte von der schulter zu bekommen und etwas nahrung auf zu nehmen (leberkässemmel), dann hat man zum letzten mal einen drehauftrag erhalten.
    zurück zur angesprochenen mehrfachverwendung gilt das im übrigen auch für stabis (standbilder). da wird von zeitungen einmal zu wenig bezahlt und dann die daten endlos als ganzes oder in teilen honorarfrei weiter verwurstet. lustig das dann im speziellen die ÖR-anstalten die stirn haben arbeitsbedingungen bei discountern als unrecht anzuzählen.

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