Wissenschaft im Kapitalismus

Die Berliner Zeitung zitiert aus den Geheimverträgen zwischen der Deutschen Bank und der Humboldt-Universität: (via Fefe)

„‚Alle Forschungsergebnisse der Universitäten oder ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Rahmen der zwischen den Vertragspartnern abgestimmten Forschungsprojekte entstehen, sind der Deutschen Bank […] zur Freigabe vorzulegen.‘ (…) Bankmitarbeiter sollen ‚Lehraufträge erhalten und zu Prüfungen herangezogen werden können‘ – ’soweit die Interessen der Deutschen Bank nicht beeinträchtigt werden‘.“

Sehr schön und pädagogisch wertvoll. Die Katholische Kirche könnte es nicht besser machen.

Liebe Kinder: So funktioniert der Kapitalismus! Alles, aber auch alles muss sich dem Profit unterordnen. Eine Freiheit der Forschung und Lehre gibt es nur pro forma, denn etwas, was nicht profitabel ist, ist unnütz, unwertes Leben, Ballast, kann dem sozialverträglichen Ableben zugeführt werden.

Kommentare

One Kommentar zu “Wissenschaft im Kapitalismus”

  1. Granado am Mai 28th, 2011 12:33 pm

    Äh, magst du die TAZ nicht oder die Berliner Zeitung nicht? (Kindlich/nicht-investigativ?)

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