Verdachtsberichterstattung, oder: typische Mischung aus (wenigen) Tatsachen, (vielen) Halbwahrheiten und (vor allem) Unwahrheiten [Update 2]

RBB: “Stasi-Verdacht gegen Chef des Berliner Journalistenverbandes. (…) Laut rbb-Informationen soll er in den 80er-Jahren als Informeller Mitarbeiter tätig gewesen sein.”

Tagesspiegel: “Bernd Lammel, Vorstandsmitglied und Chef des Berliner DJV-Landesverbandes, soll laut RBB-Informationen in den 80er-Jahren als Informeller Mitarbeiter tätig gewesen sein. Vieles scheint an der Sache aber noch ungereimt.”

Starke Zweifel an der Verdachtsberichtserstattung sind angebracht. Der Autorin des RBB-Beitrags sei schon 2009 vom Kammergericht Berlin vorgeworfen worden, mit Beweismitteln “manipulativ” umgegangen zu sein. Das behauptet Dr. Detlef Hardorp, Bildungspolitischer Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg. “Es wurde suggeriert, man habe etwas in der Hand, was die Vorwürfe belegt'”.

Probst wurde 2008 vom Journalistenverband Berlin-Brandenburg, dem anderen Landesverband des DJV in Berlin, der mit dem DJV Berlin um Mitglieder in Konkurrenz steht, mit einem Preis ausgezeichnet.

“Man merkt die Absicht und ist verstimmt.” (Wilhelm Busch) Der DJV Berlin hatte sich vor mehr als zehn Jahren im Streit gespalten. Jetzt steht wieder ein Bundesverbandstag an, auf ein neuer Bundesvorsitzender gewählt werden muss. Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg wird selbstredend abstreiten, mit dem Fall Lammel irgendetwas zu tun zu haben.

Es wäre für mich aber nicht überraschend, wenn man auf Umwegen versucht, Mitglieder des DJV zu diffamieren.

Der Vorstand des abgespaltenen Berliner DJV-Landesverbands JVBB (Journalistenverband Berlin-Brandenburg, der 2006 noch VBJ hieß), schäumte in einem Brief an den Vorstand des damaligen Konkurrenzverbands DJV Berlin, in dem auch Bernd Lammel erwähnt wurde, über mich:
Auf seiner Internet-Seite äußert sich das Mitglied des DJV Berlin, Burkhard Schröder, zum wiederholten Male über den Verein Berliner Journalisten. (…) In der von Herrn Schröder bekannten und für seine vermeintlich journalistische Tätigkeit typischen Mischung aus (wenigen) Tatsachen, (vielen) Halbwahrheiten und (vor allem) Unwahrheiten wird dabei (…) der VBJ verunglimpft, Das für sich wäre angesichts des Autors und seiner zweifelhaften Reputation nicht weiter erwähnenswert.”

[Update] Die Autorin des RBB-Berichts wurde sogar 2011 zur Rechnungsprüferin im Journalistenverband Berlin-Brandenburg gewählt, ist also eindeutig befangen.

[Update 2] Bericht der FAZ

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Date posted: Montag, September 14th, 2015 10:56 | Under category: DJV Berlin, DJV Bundesverband, DJV Landesverbände
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