Eine Replik auf Cicero

DJV Blog: „Vielmehr hat der DJV darauf hingewiesen, dass laut Ziffer 6 des Pressekodex Journalisten und Verleger keine Tätigkeiten ausüben, die die Glaubwürdigkeit der Presse in Frage stellen könnten. Das gilt für Lobby-Organisationen genauso wie für Parteimitgliedschaften.“

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Das doppelte DJVchen, revisited

djv

„Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

Wenn unter Journalisten Hauen und Stechen angesagt ist, mische ich gern mit. Die Sache wird nämlich immer doppelt interessant, wenn man hinter die Kulissen blickt: Die Öffentlichkeit interessiert sich nicht für Vereinmeierei, spannend ist also, was nicht berichtet wird, vom wem – und wer wie involviert ist. So war es beim Deutschen Journalistenverband (DJV) schon oft. Deren Vereinsblättchen „Journalist“ hat sich nicht mit investigativem Ruhm bekleckert, wenn es um die eigenen Querelen und die unzähligen Prozesse ging, mit dem man sich seit 10 Jahren gegenseitig überzogen hat.

Aktuell berichtet der geschätzte Kollege Daniel Bouhs (kann verschlüsseln!) in der Taz (05.05.2014) und zeitnah im medium magazin (nicht online verfügbar) erfreulich korrekt über die Situation in Berlin. Dort gibt es gleich zwei Landesverbände des DJV, den DJV Berlin (das Original – dort bin ich Mitglied) und den JVBB (eine Abspaltung vom DJV Berlin).

[Mehr auf burks.de]

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Sponsoring redaktioneller Presseveröffentlichungen

Pressemeldung des DJV: „Der Deutsche Journalisten-Verband hat das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs begrüßt, das Presseverlage zur klaren Kennzeichnung werblicher Texte verpflichtet. Nach dem Richterspruch müssen redaktionelle Texte, die von Unternehmen bezahlt werden, mit dem Wort ‚Anzeige‘ ausgewiesen werden (Az. I ZR 2/11).

Die Pressestelle des DJV ist wie gewohnt nicht in der Lage, einen Link auf das Urteil (pdf) zu setzen. Von Online-Journalismus hat man dort keine Ahnung.

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Personalien

Michael Ramstetter

Aus dem DJV-Newsletter vom 14.12.2012

Vgl. auch die FAZ vom 08.12.2003: „DJV kritisiert ADAC als Blattmacher“.

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Seehofers Journalistenschule

qualitätsjournalismus

Abschlussprüfung an Seehofers Journalistenschule. Themen: „Warum man Interviews autorisieren lassen sollte“ und „Wie man am besten ein Amt im DJV bekommt“.

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DJV Brandenburg wird nicht ausgeschlossen

Ergebnis, dass der DJV Brandenburg „noch eine Chance“ erhält (ohne Gewähr): 281 Stimmen, 1 ungültig, 23 Enthaltungen, 40 nein, 217 ja.

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Lautsprecherduktus von Sprechblasenfacharbeitern und ihrer Claqueure

„Ja, wenn die Regierenden uns wenigstens, mit funkelnder Krone, blitzendem Schwert und dramatischer Rede eine Schau böten, die unsere Seele erbaute, oder Charaktere zeigten, um die zu bangen es sich lohnte! Aber die meisten von ihnen strahlen nichts aus als Langeweile, und die Weisheiten, die sich von sich geben, sind Gemeinplätze, nach dazu schlecht vorgetragen.“ (Stefan Heym († 2001) aus dem Off über die DJV-Vorstandswahlen 2013 (in: „Filz. Gedanken über das neueste Deutschland, 1992)

Es ist schon erstaunlich, dass es den Funktionären des DJV gelingt, den Antrag, einen ganzen Verband (auch wenn der, wie man sagt, nur eine Art Chimäre sei) auszuschließen, öffentlich nicht zu erwähnen, damit niemand dumme Fragen nach den Hintergründen stellt. Alle bloggenden DJV-Claqueure halten sich daran. Und vernmutlich nehmen die sich noch ernst und halten sich für „Journalisten“.

Auch die Spaltung des DJV Berlin und woran die Wiedervereinigung immer noch scheitert, wird eisern verschwiegen. Das kann nur funktionieren, weil die mediale Öffentlichkeit den DJV, der immerhin der größte Journalistenverband Deutschlands ist, nicht mehr wahrnimmt, weil das, was dort im permanenten Lautsprecherduktus aus der Zentrale verlautbart wird, nur aus Sprechblasen besteht oder schlicht Blödsinn ist („Konken für starken Journalismus“, „Google vermeiden“).

Nur zur Erinnerung: MediaACT: „Criticism – unknown to German journalists“.

„More than one-third of the questioned German journalists never or hardly ever criticize their peers; two-thirds are never or hardly ever criticized even by their supervisors. Conclusion: Although German journalists regularly attack politicians and managers, they lack the experience of turning a critical view on themselves. This is a key result of an international study“.

Der DJV bestätigt das wieder auf’s Schönste.

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[Bitte selbst ausfüllen] für [bitte selbst ausfüllen]

Pressemeldung des DJV zum Verbandstag 2013: „Konken für starken Journalismus“.

Weitere Meldungen: „Deutscher Bauernverband für starke Landwirtschaft.“ – „Deutscher Bundeswehrverband für starke Bundeswehr.“ – „Deutsche Polizeigewerkschaft für starke Polizei.“ – „Deutscher Fleischerverband für starkes Fleischerhandwerk.“

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Day by day

Wolf Siegert, Vorstandsmitglied des DJV Berlin, über den aktuellen Bundesverbandstag des DJV: „Bemerkenswert: Alle 15 vom DJV-Berlin nach Hannover entsandten Mitglieder sind in der Liste der „Teilnehmer/innen DJV-Verbandstag 2012“ vom 26.09.2012 [sic!], 10:09:05 als „Freier Journalist“ oder „Freie Journalistin“ ausgewiesen.“ [mehr…]

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Ene, mene, muh und raus bist du

Das Begrüßungswort zum DJV Verbandstag 2013 spricht Stefan Heym: „In Wirklichkeit ging es wohl zu, wie es immer in der Geschichte zugeht: alle handeln nach Zwängen, die sich einer aus dem anderen ergeben, und die Vernunft zieht den Kürzeren.“

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