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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6761
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BeitragVerfasst am: 26.07.2007, 22:10 Antworten mit ZitatNach oben

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INTEGRATIONSGIPFEL
Sie werden assimiliert
Der Weg zur Hlle ist bekanntlich mit Meilensteinen guter Vorstze gepflastert. Auch der "Integrationsgipfel" am 12. Juli sei "ein Meilenstein in der Geschichte der Integrationspolitik", sagte Kanzlerin Merkel. Worum es ging, wei schon jetzt niemand mehr. Wolfgang Schuble meinte: "Es gibt aber unterschiedliche Stufen der Integrations-
bereitschaft."

Auf den unteren Stufen dieser Bereitschaft stehen offenbar die Trkische Gemeinde, die Fderation trkischer Elternvereine, die Trkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung und die Trkisch-Islamische Union der Anstalt fr Religion (Ditib), letztere eine Art Tarnfirma des trkischen Religionsamtes. Die haben boykottiert und die gut deutsche Attitude der beleidigten Leberwurst kultiviert. Sie verlangten, dass das neue Zuwanderungsgesetz, das in Krze in Kraft treten soll und die EU- Richtlinien umsetzt, gendert werden soll.

Das post-rot-grne Deutschland hlt sich Beauftragte fr Migration, Flchtlinge und Integration. Zu Multikulti-Zeiten hieen diese Sonderreferate "Landesbeauftragte fr Auslnderfragen". Ganz frher widmeten sich "Sachbearbeiter fr Judenfragen" denjenigen, die gefhlt anders als der vermeintliche Mainstream waren. Beauftragte fr Negerfragen gibt es nicht, weil die Afrodeutschen nicht geflohen sind, im Volksmund ohnehin als Auslnder gelten und sich definitiv farblich nicht integrieren lassen wollen.

Was also ist und zu welchem Ende betreiben wir also Integration? Ulrich Herbert hat das in seinem klugen Buch ber die "Geschichte der Auslnderpolitik in Deutschland" (erschienen 2000) knapp formuliert: "Tatschlich aber wird die Debatte um den Zuzug von Auslndern in Deutschland seit etwas 120 Jahren unter den im wesentliche gleichen Fragestellungen und mit den gleichen Frontlinien gefhrt." Wo also bitte gehts zur Front?

Integration bedeutet: Die Ware Arbeitskraft sollte dem Markt potenziell uneingeschrnkt zur Verfgung stehen. Die groe Illusion ist: Einwanderung, also die Mobilitt von Menschen, sei politisch, konomisch und juristisch steuerbar. Dieser Fiktion unterliegen beide "Parteien": Vlkische Lobbyisten wie Schuble, die von einer Kulturnation unter dem Banner der Verehrung bestimmter hherer Wesen trumen, denken irrig, man knne durch Vorschriften das eherne Gesetz des Kapitalimus auer Kraft setzten - dass die Ware Arbeitskraft dorthin geht, wo es Arbeit gibt. Wer hingegen die Grenzen in Europa niederreien will, argumentiert moralisch hochwertig, lst aber kein Problem und keinen Konflikt.

Merkel betreibt - wie der iranische Prsident Mahmoud Ahmadinejad und die Lobby-Gruppen der Immigranten auch - ausschlielich Innenpolitik. Es gilt, die eigene Klientel bei der weltanschaulichen Stange zu halten. Beispiel: Ehegatten knnen knftig erst ab einem Alter von 18 Jahren nach Deutschland nachziehen. Sie mssen Deutschkenntnisse nachweisen. Merkel und die Integrations-Groupies argumentieren: Minderjhrige und zwangsverheiratete Brute, die kein Wort Deutsch sprechen, mssen jetzt drauen bleiben. Kenan Kolat, der Vorsitzende der Trkischen Gemeinde in Deutschland, beklagt, dass man die Verbnde der trkischen Einwanderer gar nicht gefragt habe. Das Zuwanderungsgesetz unterscheide "Menschen nach der Staatsangehrigkeit".

Beide Standpunkte sind richtig. Die Industrie sucht keine unqualifizierte Arbeitskrfte. Sie kann und wird die Politik Merkels mittragen: Zwangsbildung, Zwangssprachkurse, Deutschtests, Kulturtests, Demokratietests. Die neuen Deutschen, trkische und andere Einwanderer, haben primr andere Interessen: Die oft nur eingebildete "Identitt" des Herkunftslandes, Religion, Folklore, eine oft eher archaisch anmutende Haltung zur Geschlechterfrage, sind der Brckenkopf im Neuen, die "Heimat in der Fremde", wie Ethnologen das nennen. Trkische Einwanderer sind in Deutschland oft muslimischer als in der Trkei.

Auch das ist unter anderen Vorzeichen schon da gewesen. Um 1890 war die Wiarus Polski, die grte polnische Zeitung im Ruhrgebiet, ein Blatt fr praktische Lebenshilfe und ideologisch weitaus harmloser als die Hurriyet heute. Nachdem die fast 1000 polnische Vereine von den deutschen Behrden drangsaliert und sogar verboten wurden, wurde die Wiarus Polski radikal antionalistisch und witterte berall zwangweise Germanisierung. Die Klientel empfand und wollte das so hren. Wenn die Hurriyet Merkel des "glatten Rassismus "zeiht und die Sabah" hhnt, es handele sich um "Integration mit 12 Leuten, statt 2,5 Millionen", darf das nicht wundern. Wie man in den Immigrantenwald hineinruft, so schallt es hinaus.

Eins ist unstrittig und gut: Diese gut gemeinten inhaltslosen "Gipfel" halten das Thema Einwanderung im ffentlichen Diskurs. Die Lebenslge der Deutschen,. vor allem aber der Christdemokraten in der Kohl-ra war, es gebe keine Einwanderer. Die Lebenslge der paternalistisch gesinnten Pro-Auslnder-Fraktion war, man msse den hilflosen Flchtligen helfen, eine Art kollektives Krankenschwester-Syndrom nach Art der hheren Tchter, die frher Heime fr gefallene Mdchen grndete. Der Boykott der "Trken" ist gut, weil er eindeutig demonstriert, was fehlt: Die Betroffenen werden nicht gefragt.

Der Boykott ist schlecht, weil er suggeriert, dass die Boykottierenden die authentischen Verfechter der Interessen der trkischen Einwanderer seien. Die eigentlich interessanten Fragen mssen sich sowohl Deutsche als auch Immigranten stellen, tun das aber noch nicht kontrovers und vehement: Wer ist deutsch? Was bedeutet in der Praxis, dass Staat und Kirche sowohl in der Trkei als auch in Deutschland laut Gesetz getrennt sind? Darf es Religionsunterricht in der Schule geben? Kann man die Nation wechseln wie die Staatsbrgerschaft? Fragen, die in die im innenpolitischen Streit in der Trkei so aktuell sind wie hierzulanden.

Die bndnisgrne Renate Knast bemngelt, dass der nationale Integrationsplan vage und unverbindlich sei, die schrferen Einwanderungsgesetze jedoch ganz real. Das Argument ist richtig, aber trifft nicht ganz das Thema: Integration la Groe Koalition bedeutet eine Art Selbstethnisierung der Gesellschaft. Die deutsche Industrie bekennt sich "zur ethnischen Vielfalt" als Einstellungskriterium. Vlkischer Pluralismus als Merkmal der Ware Arbeitskraft? Der Bund wird vermehrt Zuwanderer in seiner Verwaltung beschftigen. Gibt es also demnchst eine Quotenreglung fr Sdlnder beim Einwohnermeldeamt? Mindestens zehn Prozent Afrodeutsche als Nachrichtensprecher im Fernsehen? Und wem wre damit geholfen?

Integration frei nach Merkel hat etwas sehr Strenges und Protestantisches. Der kollektive Schwur von Berlin lautet: Wir verpflichten uns, lieb zu den Immigraten zu sein. Nie wieder Diskriminierung, nie wieder Rassismus." Konventionalstrafen sind nicht vorgesehen. Jeder Brger in Deutschland solle die gleichen Chancen auf Bildung, Entwicklung und damit auch auf Wohlstand haben, sagte Merkel. Auch das ist eine groe Illusion und eine Lge ohnehin: Integration, was auch immer das heit, bedeutet gar nichts. Bildung garantiert genausowenig einen Arbeitplatz. Entwicklungshilfe ntzt bekanntlich dem Entwickler immer mehr als dem zu Entwickelnden und ist purer Egoismus. Das gilt auch auch fr Entwicklungshilfe im Innern, Integration genannt. Das gute Gewissen, etwas getan zu haben, wird gratis mitgeliefert.

Die trkischen Verbnde, die sich diesem schnen Traum verweigern, schenken ihrer Klientel damit unfreiwillig reinen Wein ein. Wer glaubt, die Zukunft werde schn und gut, weil er oder sie Deutsch spricht, die Genderfrage korrekt behandelt und die Scharia abscheulich findet, der irrt und hat Flausen im Kopf.

Die Borg wurden brigens zum Integrationsgipfel nicht eingeladen. Sie htten das Motto zweifellos so formuliert: "Sie werden assimiliert. Widerstand ist zwecklos."

Dieser Artikel erschien leicht verndert am 19.07.2007 in der Jungle World unter der berschrift "Das groe Multikulti-Chaos".
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BURKS ONLINE 26.07.2007
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