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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6762
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BeitragVerfasst am: 11.11.2006, 22:34 Antworten mit ZitatNach oben

Politik11. November 2006
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NEUE SPRECHBLASE DES DJV GEGEN DAS BSE
Klein Karlchen und der Rechtsextremismus
Der so genannte "Kampf gegen Rechts" ist bekanntlich gescheitert. Das hat viele Grnde: Was "rechts" ist, wei niemand so recht, der "Kampf" beschrnkt sich weitgehend auf inhaltslose Sonntagsreden, Sprechblasen, moralthologische Appelle und andere Luftblasen, die Totalitarismus-Doktrin ist immer noch Staatsreligion - man redet also ungern ber Antisemitismus, sondern lieber von "Extremismus".

Ein besonders lehrreiches Beispiel fr das gut Gemeinte, das man besser nicht htte tun sollen, ist eine "Mannheimer Erklrung", die der DJV-Verbandstag 2006 verabschiedet hat. Es kommt gar offenbar nicht auf den Inhalt an. Der interessiert niemanden, sondern nur auf die Agitprop. Man kann sich damit brsten, zu den Guten zu gehren. Diese Erklrung ist vom Antragsteller, dem DJV Baden-Wrttemberg, nicht nur in grottenschlechten Deutsch formuliert worden, sondern in fast jedem Satz sachlich falsch.

Ich habe versucht zu verhindern, dass ber diesen Unfug abgestimmt wurde und vorgeschlagen, dass es besser wre, wenn der DJV-Vorsitzende der Kollegin Andrea Rpke, die von Neonazis verprgelt wurde, einen Blumenstrau und persnliche Gre bermittelte, statt weihrauchschwangere Textbausteine in die Welt zu blasen. Aber die Gruppendynamik der Lichterkettentrger stand dem entgegen. Wenn eitle Ex-Lokalredakteure im Rentenalter sich aufblasen zum Rechtsextremismus-Experten und auf Klippschulen-Niveau daherquatschen, wie Klein Fritzchen sich die Welt vorstellt, dann wei man: Rationale Argumente mssen leider drauen bleiben. Und Karl Geibel konnte noch nie das Wasser halten, wenn es angebracht war.

Dr. Wolfgang Stckel, der Vorsitzende des bayrischen Landesverbands gab zudem den Kulpok und den Schmutzfink und faselte etwas von "Bombenbauanleitungen", die auf meiner Website zu finden wren, um mich zu mobben. Man kennt das: Abgehalfterte Apparatschiks, denen keine Argumente mehr einfallen, werfen gewhnlich mit Dreck und hoffen, dass sich die Anderen davon einschchtern lassen. Das ist in jedem Sport- und Kegelverein wie auch im DJV so. Wer keine Scham und keinen Anstand hat und dem nichts mehr peinlich ist, der hat die meisten Qualifikationen fr einen Funktionrsposten schon erfllt.

Nun aber zur Sache: "Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilt den wachsenden Rechtsextremismus, zunehmende rechtsradikal motivierte Straftaten und Neo-Nazi-Aufmrsche in Deutschland. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus sowie Diffamierung und Gewalt gegen ethnische, soziale, kulturelle und andere Minderheiten sind in einer Demokratie nicht tolerabel.

Der DJV ruft die Medien und ihre Journalistinnen und Journalisten auf, ber den Rechtsextremismus noch strker aufzuklren und sich mit ihm kritisch auseinanderzusetzen. Rechtsextremismus darf sich nicht weiter schleichende verbreiten und bis in die Schulhfe vordringen. Dazu muss der Rechtsextremismus durch Berichterstattung entlarvt werden.

Der DJV appelliert an alle Kolleginnen und Kollegen, jedwede Form von gewalt zu verurteilen, Extremisten Einhalt zu gebieten und fr den Schutz der Menschen in unserem Land einzutreten. Durch Berichterstattung sollte die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit extremistischen Einstellungen befrdert werden. Dabei sollte der Vermittlung der demokratischen WErte einer toleranten und solidarischen Gesellschaft breiten Raum eingerumt werden. Die erschreckende Verbreitung rechtsradikaler, auslnder- und minderheitenfeindlicher Gedanken in unserer Gesellschaft erfordert diese direkte inhaltiche Auseinandersetzung auch durch die Medien."


Gesetzt sind bei "Wir sind gegen das Bse"-Deklarationen selbstredend kulturpessimistische Komparative: Alle wird immer schlimmer. Der DJV ist gegen Gewalt. Wer htte das gedacht! "Wachsende", "zunehmende", "noch strker", "erschreckend" - diese Textbausteine hren wir schon seit mindestens 15 Jahren, immer wieder und immer wieder. Wie eine Gebetsmhle wiederkuen die Lichterkettentrger, es gbe immer mehr Nazis et al. Dabei ist das gar nicht wahr. Die Zahl derjenigen Menschen mit rassistischen und antisemitischen Einstellungen ist seit den siebziger Jahren gleich geblieben. Derartige bemhte Stze sagen nichts aus, sind noch nicht einmal gut gemeint, sondern einfach nur dumm.

Unterstes Niveau sind suggestive Phrasen von "schleichender Ausbreitung": Was soll das heien? Warum gibt es Rassismus? Warum gibt es Antisemitismus, den die "Mannheimer Erklrung" mit keinem Wort erwhnt? Wer schleicht wo herum? Der Antisemitismus ist die zentrale ideologsche Klammer, die alle braunen Kameraden vereint. Und den will man nicht benennen? Das ist garantiert kein Zufall: Der Vorsitzende des DJV Baden-Wrttemberg ist bekanntlich christlicher Laienprediger, und die 2000 Jahre christlicher Antijudaismus haben in den Kpfen ihre Spuren hinterlassen. Und, muss man hinzufgen: Was ist mit den Kindergrten, in die "der Recchtsextremismus" vermutlich auch "schleichend" vordringt?

Auch der Nominalstil geht einem auf die Nerven. Aber da mssen wir jetzt durch. Man kann nicht von einem ehemaligen Leonberger Provinzredakteur verlangen, dass er die deutsche Sprache und guten Stil beherrscht oder gar "Deutsch fr Profis" von Wolf Schneider gelesen hat.
"...die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit extremistischen Einstellungen"...ung, ung und nochmals ung. Das ist Politbro-Stil. Mitnichten geht es um "Extremismus". Ich zitiere mich selbst vom 20.02.2005 an dieser Stelle: "'Der "Extremismus'-Diskurs bestimmt den medialen Mainstream seit dem Kalten Krieg. "Extrem" ist etwas mehr als normal. "Rechtsextrem" hiee: rechts, nur ein bisschen mehr. Also so vlkisch wie die Konservativen, aber militant. Die Legende vom 'Extremismus' ist die "Lebenslge der Republik: sie suggieriert, die erste deutsche Demokratie, die Weimarer Republik, sei von den 'Radikalen', den Nazis und den Kommunisten, gemeinsam zerstrt worden. In Wahrheit haben die Nationalkonservativen, die Vorlufer der Christdemokraten, die Weimarer Republik den Nazis ausgeliefert. Wer Neonazis meint, aber von "Extremisten" redet, hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst."

Der letzte Satz der Erklrung ist der schlimmste: Ein Journalist sollte vor gar nichts erschrecken, auch nicht vor verbandsinternem Mobbing. Er sollte sich auch nicht mit der guten oder gut gemeinten Sache gemein machen. Ein Journalist sollte also khl beobachten, keine Resolutionen verabschieden, keine Lichterketten hochhalten, keine Gesichter und Flaggen zeigen und auch keinen volkserzieherischen Auftrag erfllen. Ein Journalist sollte auch kein Parteibuch besitzen. Das macht, wie der Name schon sagt, parteiisch.

"Auslnder- und minderheitenfeindliche Gedanken"? Ich habe in "Nazis sind Pop" (erschienen 2000) geschrieben: Der Begriff "Auslnderfeindlichkeit" ist der zentrale Topos des rassistischen Diskurses. Am 02.11.2003 stand auf spiggel.de:

"Neonazis haben nichts gegen Auslnder. Wer das behauptet, beleidigt die deutschen SportlerInnen Gerald Asamoah, Amewu Mensah und andere Afrodeutsche und verngstigt unntig norwegische Steuerberater, die nach Deutschland reisen wollen. Es gibt selbstredend auch zu viele Auslnder in Deutschland. Das kann nicht oft genug betont werden. Deutschland ist das einzige Land Europas, das sich seine Einwanderer weitgehend als Menschen zweiter Klasse, als 'Auslnder' hlt. Wenn die Einwanderer als Deutsche akzeptiert werden und den deutschen Pass haben, sehen wir weiter."

Der DJV hat sich mit dieser Erklrung lcherlich gemacht. Es hat auch kein ernst zu nehmendes Medium darber berichtet, dass der DJV jetzt, im Jahr 2006, meint, den Rechtsextremismus zum 876sten Mal verurteilen zu mssen. Werfen wir den gndigen Mantel des Schweigens darber und treten wir die "Mannheimer Erklrung" in die Tonne.
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BURKS ONLINE 11.11.2006
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