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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 26.04.2007, 20:26 Antworten mit ZitatNach oben

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BASISDEMOKRATINNEN IN GTTIGEN
"Rechtsextremismus": Fragend schreiten wir voran
Gestern war ich bei den Guten in Gttingen. Motto der Veranstaltung, Zitat: "Trotz gegenlufiger Erfahrungen und Untersuchungen wird rechtes Gedankengut nach wie vor hauptschlich in den Kpfen greiser Altnazis oder militanter Neonazis aus den neuen Bundeslndern verortet. Die Studie 'Vom Rand zur Mitte' (Brhler, Decker 2006) zeigt im Gegensatz dazu, dass rechtsextreme Einstellungen in der brgerlichen Gesellschaft verbreitet und auch in der Studierendenschaft konsensfhig sind." Zu meiner berraschung und wohl auch zu der der Veranstalter kamen ber 100 Studentinnen und Studenten und lauschten Alex Demirovic und mir, wie wir uns auf dem Podium herumstritten. Der Unterhaltungswert war offenbar hoch, denn kaum jemand verlie den Saal vor 22 Uhr, obwohl drauen eher ein Biergartenwetter vom Feinsten war.

Veranstaltungen, die die Guten fr die Guten ber die Bsen abhalten laufen immer in Gefahr, Gefhle zu hinterlassen wie ein Kinoabend mit Jack Nicholson und "The Shining: Boah, was haben wir uns wieder gegruselt! Schon wieder immer mehr Neonazis immer fter immer schlimmer! Und keiner merkt es auer uns! Ich habe an der brigens Studie kein gutes Haar gelassen. Allein schon das Wort "Auslnderfeindlichkeit" allberall! Wer gar nicht begreift, um was es geht, kann bestimmt nicht die Fragen stellen, die zu stellen wren, wenn es um das Thema Rassismus und Antisemitismus geht.

Wir stritten und ber die Rolle der Politischen Bildung (Argumente helfen nicht gegen Vorurteile), ob die Menschheit zum Besseren zu wenden wre, wenn man sie mit vernnftigen Argumenten aufklrte (nein), ob das Kapitalverhltnis vorausgesetzt sei, um Antisemitismus historisch zu perpetuieren (nein, den christlichen Antijudaismus gibt es schon 2000 Jahre), und andere hbsche Themen mehr, worber sich die Linken regelmig in die Haare kriegen. Im Gegensatz zu meiner studentischen Zeit prgelt man sich aber nicht mehr gegenseitig vom Podium herunter, sondern bleibt hbsch sittsam sittsam sitzen und stellt Fragen oder faselt das Publikum, wenn man VIP ist, vom Podium her mit dem Guten, Schnen und Wahren zu.

Meine Abschlussthese vorneweg. Ich zitierte den bei einigen Leuten berhmten Leserbrief Walid Nakschbandis in der Sddeutschen vom 19.09.2000, der auch den Schlusssatz meines Buches "Nazis sind Pop" bildet und der den kackbraunen Kameraden von den Burschis bis zu den Dumpfglatzen schn regelmig den Schaum vor den Mund treibt:

"Es ist Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Schaut Euch ins Gesicht! Findet endlich 55 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg heraus, wer Ihr seid und warum Ihr so seid. Bekennt Euch zu Euren Neonazis, zu Euren Rechtsradikalen. Und kommt uns nicht noch einmal damit, das Problem Rechtsradikalismus sei auch ein Phnomen der Franzosen, der Englnder oder der Schweden. Sagt uns nicht, dass es Nazis, Neonazis, Faschisten und Rechtsradikale schlielich berall gibt. Hrt auf damit, uns vorzumachen, dass Deutschland die meisten Auslnder aufgenommen hat und eines der tolerantesten Lnder dieser Gotteserde sei. Merkt Ihr nicht, dass Ihr Euch widersprecht, wenn Ihr dieses Toleranzzeugnis ablegt?

Wir kennen Euren inneren Zustand. Dafr haben wir einen Blick und die ntige Sensibilitt. Und da wir Euch kennen, werden wir uns auf Euch nicht mehr verlassen. Wir gehen unseren Weg und der ist schmerzlich und voller Dornen, aber am Ende erfolgreich. Ihr knnt uns herabsetzen, beleidigen, demtigen oder verletzen, aber Ihr werdet uns nicht los. Ihr habt nur die Chance, mit uns zu leben. Ein Leben ohne uns wird es fr Euch nicht mehr geben. Die Ibrahims, Stefanos, Marios, Laylas und Sorayas sind deutsche Realitt. Ihr werdet es nicht verhindern knnen, dass bald ein trkischstmmiger Richter ber Euch das Urteil fllt, ein pakistanischer Arzt Eure Krankheiten heilt, ein Tamile im Parlament Eure Gesetze mit verabschiedet und ein Bulgare der Bill Gates Eurer New Economy wird. Nicht Ihr werdet die Gesellschaft internationalisieren, modernisieren und humanisieren, sondern wir werden es tun fr Euch. Ihr seid bei diesem leidvollen Prozess lediglich Zaungste, lstige Gaffer. Wir werden die deutsche Gesellschaft in Ost und West verndern. Wir Auslnder."


Die Lichterkettentrger haben die Nazis bisher nur verschieden interpretiert, es kmmt aber darauf an, die Machtverhltnisse anzugreifen. Ein Student sagte ganz richtig, dass die deutsche Asylgesetzgebung mehr Todesopfer gefordert hat als alle rassistischen Gewalttaten zusammen. Also weniger gegen Rechtsextremismus, sondern mehr tun fr die Rechte der Einwanderer, das ist die Parole.

Aber eine Frage stelle ich mir immer wieder: Warum nur ist die deutsche Linke so staatstreu und obrigkeitsfreundlich? Da jammern doch alle darber, dass es Armut gibt, dass die industrielle Reservearmee auf den Boden des Existenzminimumns gedrckt wird, dass alle zu wenig Geld htten, es gebe den so genannten "Sozialabbau", kommt immer wieder als Textbaustein. Ich wusste noch nie, was das ist. Was wird wo im Kapitalismus abgebaut, was vorher da war? Und was hat der Staat damit zu tun? Die Herr- und Frauschaften der Linken apellieren immer wieder mehr oder weniger direkt an die da oben, doch netter und freundlicher zu den Untertanen zu sein und ihnen mehr Brosamen vom Kuchen abzugeben. Das, liebe Guten, ist ein naiver Schmarrn.

Es geht um die Teilhabe an gesellschaftlicher Macht. Die Frage, wer deutsch sei und wer dazugehre, wird jeweils so beantwortet, dass man sich von der Art und Weise, gesellschaftliche Hierarchien zu definieren, Vorteile verspricht. Und ich will auch nicht, dass die Guten den Einwanderern wagen vorzuschreiben, ob die sie deutsche Fahne benutzen drfen oder nicht. Ich sagte gestern, dass ich es interessant fnde, wenn Einwanderer aus arabischen Lndern oder der Trkei whrend der Fuballweltmeisteschaft mit deutschen Fahnen herumgelaufen seien. Das zeige, dass sie den "eingeborenen" Deutschen demonstieren wollten, dass sie "dazugehrten", mit den Mitteln, ber die sie verfgen. Aber die Deutschen waren so im kollektiven nationalen Wahn, dass sie nicht zuhrten.

Ich habe mich in Gttigen unter den jungen Leuten amsiert. Ab und zu tut es gut, wieder mitten und lobesam in die dickste Redeschlacht zu springen und rechts und links Hiebe zu verteilen, dass zu beiden Seiten die Lichterkettentrger hinuntersinken.
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BURKS ONLINE 26.04.2007
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