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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 28.06.2005, 14:29 Antworten mit ZitatNach oben



POLITIK
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STUDIE: PROLETARIAT NICHT LINKER ALS ALLE ANDEREN

Ein Fnftel aller Gewerkschaftler sind braune Kameraden

Von Burkhard Schrder

VideotextGanz verschmt kommt die Meldung daher. Im Videotext von Kabel1, direkt neben dem Hinweis auf lesbische Nacktfotos und andere journalistisch hochwertige Produkte des Privatsenders. (Spiggel.de ist dafr bekannt, gesellschaftlich relevante Informationen bildlich etwas prgnanter aufzubereiten als gemeinhin - hier: im Videotext bei Kabel1 - blich.)

Nur das Hamburger Abendblatt und die Welt publizieren sie: "Jedes fnfte Gewerkschaftsmitglied denkt rechtsextrem." Diese These wird hiesigerseits und aus aktuellem Anlass natrlich erfreut rezipiert.

Wenn man genauer hinschaut und die schlampig hingeschmierten Textbausteine weglsst, ist das Ergebnis der Studie interessant. Sie wurde von den Gewerkschaften selbst in Auftrag gegeben, ist also nicht affirmativ oder verharmlosend. Die Welt schreibt:
" Besonders verbreitet seien solche Einstellungen vor allem unter einfachen Arbeitern (34 Prozent). Unter denjenigen jedoch, die keiner Gewerkschaft angehrten, htte hier nur in 18 Prozent der Flle Rechtsextremismus festgestellt werden knnen,..." Noch einmal ganz langsam von vorn: Arbeiter, die einer Gewerkschaft angehren, sind fter Rassisten und Antisemiten als Gewerkschftler. Htten Sie's gewusst?

Leider verrt und niemand etwas ber die Kriterien des so genannten "Rechtsextremen". Man muss das Schlimmste befrchten, wenn schon Michael Fichter, ein Mitarbeiter der Studie, das Unwort "Auslnderfeindlichkeit" in den Mund nimmt - begriffen haben die Herrschaften also nichts. (Wieso knnen die Redakteure unserer "Online"-Medien uns diesen Link nicht anbieten, damit die geneigte Leserin und der wohlwollende Leser sich selbst ein Bild machen knnen, wer da zitiert wird?)

Ich htte es brigens gewusst. Das Hamburger Abendblatt zitiert als einzige Quelle Details:
"berrascht hat noch ein anderes Ergebnis. Bei der Mittelschicht gibt es eineinhalb Mal so viele rechtsextreme Gewerkschafter wie Nichtmitglieder, nmlich 19 zu 13 Prozent. Bei Unter- und Oberschicht dagegen sind die Nicht-Organisierten extremer. Zur Mittelschicht zhlen die Forscher Facharbeiter und hhere Angestellte. Sie sind fr die Gewerkschaften sehr wichtig, da sie die Hlfte der Mitglieder und viele Funktionre stellen. "Die Leute haben Abstiegsngste. Sie knnen die Vernderungen nicht so schnell mitmachen", sagte Volker Roocha, Referatsleiter beim Bundesvorstand des DGB."

Die ernst zu nehmende Forschung Gewerkschaftler und Lesbensagt das ohnehin schon seit langem: Diejenigen, die etws zu verlieren haben, sind anfllig fr rassistische Ideen. Rassismus ist das Versprechen, nach irrationalem Gutdnken gesellschaftliche Hierarchien zum eigenen Nutzen neu festlegen zu knnen. Die Verlierer eher nicht. Der ffentliche Diskurs "argumentiert" anders: Dort werden "die Arbeitslosen" mit "Rechtsextremismus" in Verbindung gebracht. Das war schon immer ein Irrtum und ein Vorurteil - aber eben deshalb wird es nicht verschwinden.

By the way: nein, Herr Heitmeyer hat nicht Recht: hier geht es nicht um die so genannten Modernisierungsverlierer, die zu braunen Kameraden werden. Das Begriff ist affirmativ, weil er eine fiktive Teleologie des Kapitalismus (der angeblich "modern" wird) enthlt. Das ist jedenfalls strittig.

Jetzt stellen sich jedoch zwei ungelste Menschheitsfragen: Sind Journalisten linker als Arbeiter? Und: Wenn nicht, was jeder zugeben wird, dann muss man - ganz ohne Studie und Empirie - behaupten: Jedes fnfte Mitglied einer Journalisten-Gewerkschaft denkt vermutlich "rechtsextrem". Ich lasse mich gern um ein paar Prozentpunkte herunterhandeln.



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