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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 08.03.2006, 23:43 Antworten mit ZitatNach oben

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VERSCHLSSELUNG VON E-MAILS
Beschlagnahmt doch!
GnuPGZugegeben, das Urteil des BVG ist schon ein paar Tage als und auch die Meldungen darber. Aber es muss uns beschftigen, weil die Themen Lauschangriff, berwachung, Abhren, gelangen sie denn in die Medien, beweisen, dass Journalisten sehr merkwrdige Dinge schreiben. Man ist hinterher nicht viel schlauer als vorher.

"Bundesverfassungs-
gericht schwcht Datenschutz bei E-Mails und Handy-Daten" (Heise Newsticker). "Kein Fernmeldegeheimnis fr gespeicherte Emails" (Telepolis). "Karlsruhe hebt Fernmeldegeheimnis fr E-Mails auf" (Netzeitung). "Kein Fernmeldegeheimnis fr abgeschlossene Kommunikationsvorgnge" (intern.de). So weit, so gut.

"Fernmeldegeheimnis gilt nicht zu Hause" (taz). Die taz sei frei nach Wilhelm Busch gelobt: Sie sagt es klar und angenehm, was erstens, zweitens drittens km: "Wie Karlsruhe nun feststellte, gilt bei solchen Durchsuchungsaktionen das Fernmeldegeheimnis nicht. Dieses Grundrecht schtze nur vor den Gefahren, die dadurch entstehen, dass beim bertragungsvorgang ein Diensteanbieter eingeschaltet ist. Sobald die Nachricht beim Empfnger angekommen ist, ende der Schutzbereich des Fernmeldegeheimnisses. Denn nun knne sich der Brger wieder selbst vor unbefugter Kenntnisnahme schtzen, zum Beispiel indem er Mails und SMS lscht oder mit Passworten sichert. Die Richter verwiesen auf das Briefgeheimnis, das entsprechend konstruiert sei. Es gelte nur, solange der Brief von der Post befrdert wird. Wenn ein Brief zu Hause auf dem Tisch oder unter dem Bett liegt, sei er auch nicht mehr vom Briefgeheimnis geschtzt. Beim Empfnger angekommene E-Mails, SMS (und Briefe) werden allerdings vom Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung geschtzt, da es dabei ja um persnliche Daten geht. Das heit, dass Computer und Handys nur in den Grenzen des Verhltnismigkeitsprinzips ausgewertet werden drfen."

Alles klar? "Indem er Mails und SMS lscht oder mit Passworten sichert" ist natrlich grober Unfug und von der taz frei dazuerfunden. Man lscht keine Mails, sondern verschlsselt sie. Aber die taz-Mitarbeiter kmmern sich offensichtlich nicht um ihre Privatsphre. Deutsche Journalisten eben. Man kennt das.

Das Bundesverfassungsgericht hat weise entschieden. Der Tenor des Urteils sagt: Auerhalb der eigenen Wohnung kann der Brger keinen Einlfuss darauf nehmen, ob jemand seine Leitung anzapft, die Briefe ffnet oder die E-Mails liest. Deshalb schtzt das Fernmeldegeheimnis die Untertanen per Gesetz vor dem - wie gewohnt - allzu begehrlichen bergriffen der Obrigkeit. Zuhause jedoch soll er sich selbst schtzen. Wenn dieses Prinzip doch nur von unseren Jugendschutzwarten und anderen Zensoren beherzigt und verstanden wrde! Eigenverantwortung, kein paternalistischer Filterzugriff! Medienkompetenz, kein jugendschtzerisches Gefasel!

Was heit das? Sollen sie doch beschlagnahmen! Der normale Mensch verschlsselt seine E-Mails, nur der DAU, der Ignorant und der Faulpelz schreiben weiter penetrant elektronische Postkarten. Deswegen verfehlt die Diskussion das Thema.

Und jetzt zu etwas fast ganz Anderem. Heute habe ich bei der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen die Verschlsselungssoftware GnuPG installiert - bzw. GnuPG-Pack Basics, weil dort leider nur mit Windows gearbeitet wird.

Man lernt am meisten, wenn alles schief geht. Murphys Law trifft immer zu. Vorab: Ich habe es hingekriegt, aber geflucht ber Online-Anleitungen wie diese:
"Nach der Installation die ggf. mit einem Neustart des Rechners abgeschlossen wird startet fortan beim Hochfahren des GnuPGComputers das Frontend WinPT immer automatisch mit (siehe Symbol in der Systemleiste, ber das Sie die Funktionen von WinPT per Rechtsklick aufrufen)." Ach, wenn alles immer so schn, leicht und einfach wre, wie man sich das bei den Programmierern vorstellt!

Was kann also alles danebengehen? Erst einmal Administrator-Rechte verschaffen. Dann: Auf dem Rechner mit Windows 2000 ist kein Winzip installiert. Darauf muss man erst einmal kommen. Als Linuxer ist man so etwas nicht gewohnt. Das lsst sich beheben - also die "Textversion" von Winzip (funktioniert nur 30 Tage) downloaden. Programme kaufen? Har har.

GnuPG installieren: Funktioniert, obwohl ein Laie mit den zahlreichen Features vllig berfordert wre. RSA? IDEA? Expert Modus? Die Verfasser der zu Recht berchtigten fucking manuals sind einfach nicht in der Lage, zunchst das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Man soll die Leute nicht abschrecken, sondern ihnen Lust machen, sich mit dem Thema zu beschftigen!

Man fragt sich auch, wenn sich schon jemand traut, den "Expert Modus" anzuklicken und die Schlssellnge auf 4096 Bit einstellt, warum die Software nervig fragt: "Brauchen Sie wirklich so einen groen Schlssel?" Was geht das das Programm an? Halt's Maul, mchte man rufen, wenn man es mit knstlicher Intelligenz zu tun htte.

Man braucht also drei Programme zum Verschlsseln; GPA, WinPT und GnuPG? Nein? Oder wie oder was? Nein, die Programmierer legen nur Wert darauf, dass ihr kleines Programm einen eigenen Namen bekommt und jeder, der etwas herunterldt, stundenlang einen abschreckenden Quatsch lesen muss wie:
"Because it does not use the patented IDEA algorithm, it can be used without any restrictions. GnuPG is a RFC2440 (OpenPGP) compliant application." Wen interessiert das? Niemanden. Also in die Tonne oder ins Kleingedruckte.

Dann strzt WinPT natrlich nach der Installation ab und ist von der Taskleiste verschwunden. Wie erklrt man das jemandem, der neben einem sitzt und darauf wartet, dass ihm (hier: ihr) erklrt wird, wie man E-Mails verschlsselt? Man kann Windows die Schuld geben, das stimmt sowieso meistens. ber den Datei Manager gesucht, erscheint das Symbol wieder.

Vielleicht war es mein Fehler: Aber falls man unter Windows GnuPG installiert, sollte man nicht ein Schlsselpaar mit Admin-Rechten erzeugen. Wenn man dann als einfacher User das Programm nutzen will, ist kein Schlsselpaar mehr da. Darauf muss man erst einmal kommen. Geduld! Geduld! Alles noch mal von vorn.

Schlssel erzeugen, einen ffentlichen Schlssel - den von Burks - importieren. Man muss alles vormachen. Sehr interessant: GPA zeigt den importierten Schlssel an, WinPT jedoch nicht. Wie soll man das jetzt dem geduldigen Zuschauer erklren? Mehrere Versuche, ber die Zwischenablage, per WinPT importieren, per GPA importieren - geht alles nicht. Auerdem findet man unter Windows nie etwas wieder, wenn man etwas gespeichert hat. Administrator. Eigene Dateien. Anwendungsdaten. All Users. Das ist ja schlimmer als im Labyrinth des Minotaurus.
GnuPG
brigens: Das Problem lst sich von selbst nach einem Neustart. Darauf muss man erst einmal kommen. Und nachdem alles luft und sogar Outlook Express begreift, wie man Texte verschlsselt und wieder entschlsselt, entschdigen einen die entzckten Rufe des Publikums und die Aaahs und Ooohs: Wie? So einfach ist das? Das sieht ja richtig klasse aus!

Eben. Aber ein DAU bleibt ein DAU, wenn man ihn nicht in den Allerwertesten tritt. Aber ich trete gern und meistens auch erfolgreich. In den letzten zwei Wochen habe ich drei Leute dazu erfolgreich dazu gebracht, ihre Mails an mich zu verschlsseln - und heute ein ganzes Bro. Das sind rund 80 Leute im Jahr. Wenn nur 100 Leute anderen GnuPG installieren und begreiflich machen wrden, wren das also 8000 sicherheitsbewusste Brgerinnen und Brger mehr: und, fragt sich der Missionar, wenn die wiederum... undsoweiter. Dann wren alle Pressemeldungen, dass die so genannten Sicherheitskrfte auf die E-Mails der Untertanen zugreifen, einfach Makulatur. Und das wre gut so.
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BURKS ONLINE 08.03.2006
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