www.burks.de Foren-bersicht www.burks.de
Burkhard Schr�ders [Burks] Forum - f�r Kosmopoliten und Kaltduscher
burks.de: Forum für Kosmopoliten und Kaltduscher
burksblog.de: ab 01.01.2008 geht es hier weiter!
privacyfoundation.de: German Privacy Foundation
 FAQ  •  Suchen  •  Mitgliederliste  •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login
 Schon wieder eine Bombenbauanleitung Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen
Autor Nachricht
burks
Webmaster
Webmaster


Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 04.11.2005, 23:40 Antworten mit ZitatNach oben


HOME [BURKS.DE]
POLITIK
[NETZ]KULTUR
INTERNET
MEDIEN
INTERNATIONAL
WISSENSCHAFT
LIFESTYLE
LATINOBLOG
HAUSMITTEILUNG
BLOGROLL:
PRESSTHINK
INDUSTRIAL TECHNOLOGY & WITCHCRAFT
REGRET THE ERROR
JONET MEDIENLOG
NETZPOLITIK.ORG
SCHOCKWELLENREITER
BILDBLOG
JOURNALISM.ORG
BILDSPRACHE
CYBERJOURNALIST.NET
JOCHEN WEGNER
CYBERWRITER
DIE GEGENWART
DIENSTRAUM
EDITORIX
DON ALPHONSO
DRAMOLETTE
BEHINDERTENPARKPLATZ.DE
SPREEBLICK
PR BLOGGER
WEITERBILDUNGSBLOG
KOSMOBLOG
BLOGS!
INFAMY
MEDIENRAUSCHEN
ONLINEJOURNALISMUS.DE
PJNET TODAY
PUBLIZISTIK BERLIN
POINTERONLINE
WORTFELD
BELLE DE JOUR
SHESAIDDESTROYED.ORG
OWL CONTENT
..
INTERNET
Aktuell04. November 2005
BURKS' FORUM
Blogging!

ber diesen Artikel diskutieren I
(fr alle)

ber diesen Artikel diskutieren II
(nur fr registrierte NutzerInnen des Forums)

INTERNET UND TECHNIK
Neues vom Datenkraken Google
Unbekannte Features der Mutter aller Suchmaschinen
Menschenrecht auf Bloggen?
Handbuch fr Blogger und Cyber-Dissidenten
Sauberer Kopfschuss
Es begab sich aber auf einer Internetseite
Die schlechteste Homepage aller Zeiten
Fr Trash-liebhaber
Hat Yahoo den Lngeren?
Krieg der Suchmaschinen
Die Entwicklung schreit nach Evolution
Mach mehr aus deinem Rechner
Paranoia-Surfen
Java Anon Proxy
Die Klingelton-Seuche
Knstler gegen Klingelton-Abzocke
Sehr geehrter Kunde!
Phishing
Ist Pretty Good Privacy kriminell?
US-Gericht: Verschlsselte Datensind bse
Interview mit der Roboterin Intellibuddy
Beinahe knstliche Intelligenz
Recherchieren Sie ber Phylax L.!
Was macht eigentlich Jean-Pierre Hintze?
Besser online!
Miszellen zum Onliner-Treffen
Publikumsbeschimpfung in der McSchily-ra
Zeigen sie Internet-schnfflern die Rote Karte!
Mein Computer wurde gehackt!
Acht populre Irrtmer ber Sicherheit
Screening Ciphire
Alternative zu Pretty Good Privacy?
Wrmer! Hilfe! Wo ist die Broklammer?
Experten warnen vor dem bsen Internet
Elektronische Postkarten ab sofort verboten
Rot-Grn: Abhren leicht gemacht
Letzte Warnung: Word fr Journalisten
Was kann man gegen Belehrungsreistenz tun?
Fake-Bankers Albtraum
Die Online-Mafia schreddern!
Links sind doch strafbar
10000 Juristen auf dem Meeresgrund
"Weltnetz" ohne Links
Unsere Online-Medien und das Internet
Workshop: Spuren verwischen im Internet
Ebay: Polizei rt zur Schnitzeljadd
Workshop: Spuren verwischen im Internet
Ebay: Polizei rt zur Schnitzeljadd
Vorsicht! Phishing!
Wie klug sind die SurferInnen?
sieg-heil.de, DENIC
Das DENIC in der Kritik
Herausnehmbares Gehirnmodul
Der Mensch der Zukunft
Vade retro, SMS!
Neue Drogenszene entlarvt
Kinderpornografie bei [bitte selbst ausfllen]
Schlag gegen Straftter im Internet?
Die Spam-Mafia Teil 1
Virenschreiber liefern Spam-Infrastruktur
Die Spam-Mafia Teil 2
Virenschreiber liefern Spam-Infrastruktur
Fr Rtselfreunde
Steganografie fr Dummies
DAS BILD DES TAGES
Camino de los Incas, Peru Burks
WETTER
Belmopan (Belize)
Haga-Haga (Azania)
Mandalay (Myanmar)
Notre-Dame-du-Portage (Kanada)
Seattle (USA)
Melbourne (Australien)
Hongkong (China)
Colonia San Jordi (Mallorca)

DAS BSE BOOMT IM INTERNET, WO SONST

Schon wieder eine Bombenbauanleitung

Von Burkhard Schrder


Bombenbauanleitungen im Internet - das Lieblingsthema aller Jugendschutzwarte, selbst ernannter Internet-Blockwarte und anderer Zensoren. Die Diskussion reicht ein Jahrzehnt zurck - die "Argumente" haben sich seitdem nicht gendert. Im Usenet findet sich zum Beispiel die "Einfhrung in die Sprengchemie", Unterrichtsmaterial ziviler Sprengunternehmen zur Berufsbildung angehender Sprengmeister." Diese "Bombenbauanleitung", die keine ist, habe ich im August 2003, also vor mehr als zwei Jahren, auf meiner Website publiziert - als Zitat, "garniert" mit anderen ffentlich zugnglichen Quellen.
Mitgliederbetreuer
Die blichen Verdchtigen, allen voran Bayerns Beckstein, fordern mit schner Regelmigkeit "Filter", um das vorgeblich Bse dem sittlich gefhrdeten Publikum vorzuenthalten. Auch kommerzielle Trittbrettfahrer und Ex-Innenminister Schily haben sich einschlgig geuert. Was viele nicht wissen, schreibt Matthias Schindler: "Die Veteranen werden sich erinnern, da wir das alles schon mal mit der Verschlsselung und dem Verbot des Einsatzes von Crypto ohne Hintertr hatten."

Bevor wir im Stoff weitermachen, hier noch eine Bombenbauanleitung. Das Impressum der Seite fehlt, der Autor steht nicht im Telefonbuch - wir zitieren dennoch wohlwollend:

Bauanleitung fr eine Atombombe

1) Besorgen Sie sich zunchst etwa 100 Pfund (50 Kilo) waffengeeignetes Plutonium von Ihrem rtlichen Lieferanten. Ein Atomkraftwerk oder eine Wiederaufbereitungsanlage empfiehlt sich hierfr nicht, da das Fehlen von grsseren Mengen Plutonium die Ingenieure, die dort arbeiten, recht unglcklich machen kann. Wir schlagen Ihnen vor, sich mit der rtlichen Terroristenorganisation oder vielleicht mit den jungen Unternehmern in Ihrer Nachbarschaft in Verbindung zu setzen.

2) Bitte denken Sie daran, dass Plutonium, insbesondere reines, angereichertes Plutonium, ein wenig gefhrlich ist. Waschen Sie nach dem Basteln Ihre Hnde mit Seife und warmen Wasser, und erlauben Sie Ihren Kindern oder Haustieren nicht, im Plutonium zu spielen oder es zu essen.

briggebliebener Plutoniumstaub eignet sich hervorragend, um Insekten zu vertreiben. Sie knnen die Substanz gerne in einem Bleibehlter aufbewahren, wenn Sie auf Ihrem rtlichen Schrottplatz gerade etwas Geeignetes finden. Aber eine alte Keksdose tut's eigentlich genauso gut.

3) Formen Sie jetzt ein Metallbehltnis, in dem Sie die Bombe zu Hause aufbewahren knnen. Die meisten handelsblichen Metallfolien knnen so gebogen werden, dass man den Behlter als Briefkasten, Henkelmann oder VW-Kfer tarnen kann. Benutzen Sie keine Alufolie.

4) Ordnen Sie das Plutonium in zwei Halbkugeln an, die etwa 4 cm voneinander entfernt sind. Benutzen Sie z.B. Pattex, um den Plutoniumstaub zusammenzukleben.

5) Nun besorgen Sie sich 200 Pfund (100 Kilo) Trinitrotoluol (TNT). Ein guter Plastiksprengstoff ist zwar viel besser, macht aber auch viel mehr Arbeit. Ihr hilfsbereiter Hardware-Spezialist wird Sie sicher gerne damit versorgen.
kawumm
6) Befestigen Sie das TNT auf den Halbkugeln, die Sie in Schritt 4 geformt haben. Falls Sie keinen Plastiksprengstoff bekommen konnten, scheuen Sie sich nicht, das TNT mit Uhu oder Fixogum oder irgendeinem Modellbaukleber festzumachen. Sie knnen auch gefrbten Klebstoff verwenden, aber man muss hier nicht unbedingt bertreiben.

7) Verstauen Sie nun das Ergebnis Ihrer Bemhungen aus Schritt 6 in dem Behlter aus Schritt 3. Benutzen Sie jetzt einen starken Klebstoff wie z.B. Acrylkleber, um die beiden Halbkugeln sicher im Briefkasten zu befestigen. Sie vermeiden so eine zufllige Detonation, die durch Vibrationen oder falsche Behandlung ausgelst werden knnte.

8) Um die Bombe zur Explosion zu bringen, besorgen Sie sich eine Fernsteuerung, wie man sie fr Modellflugzeuge und kleine Autos verwendet. Mit geringer Mhe kann man einen ferngesteuerten Kolben bauen, der auf eine Sprengkapsel schlgt und so eine kleine Explosion auslst. Diese Sprengkapseln finden Sie in der Elektroabteilung Ihres Supermarktes. Wir empfehlen Platzbald, weil dies pfandfreie Einwegkapseln sind.

9) Verstecken Sie jetzt die fertige Bombe vor Nachbarn und Kindern. Ihre Garage ist dafr ungeeignet, weil sie meist sehr feucht ist und die Temperatur erfahrungsgemss stark schwankt. Es hat sich gezeigt, dass Atombomben unter instabilen Bedingungen spontan detonieren. Der Geschirrschrank oder der Platz unter der Kchenspule ist dagegen vorzglich geeignet.

Jetzt sind Sie der stolze Besitzer einer funktionstchtigen thermonuklearen Bombe Sie ist der Party - Gag und dient im Notfall der nationalen Verteidigung.

So funktioniert es: Im Prinzip wird die Bombe gezndet, wenn das explodierende TNT das Plutonium zu einer kritischen Masse zusammenpresst. Die kritische Masse fhrt dann zu einer Kettenreaktion, hnlich derjenigen umfallender Dominosteine. Die Kettenreaktion lst dann prompt eine grosse thermonukleare Reaktion aus. Und schon haben Sie Ihre 10-Megatonnen - Explosion!"

So weit, so gut. Andere Anleitungen, wie mit Explosiv- und Sprengstoffen umzugehen sei, finden sich selbstredend an mehreren Stellen im Netz: "Explosive material (engl.), sogar Kopien des uralten Usenet-Postings. Auch der Wikipedia-Eintrag zum Thema Sprengstoff behandelt das Thema erschpfend.

Jetzt, liebe wohlwollende Leserin und lieber geneigter Leser, kommen wir zu Mentalittsfragen und zur deutschen Leitkultur. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), das wissen nicht viele, hlt sich jemanden, der, obzwar von Mitgliedsgelder bezahlt, es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, missliebige Kritiker anzuschwrzen.

So wies der so genannte "Mitgliederbetreuer" - Michael Hirschler heit der gute Mann - andere Kolleginnen und Kollegen in einer verbandsinternen Mailingliste jngst darauf hin:
"Ich darf Sie darber informieren, dass Herr Schrder auf seiner Internetseite www.burks.de detaillierte Sprengstoffbau-Anleitungen propagiert und dies bereits auf seiner Startseite offensiv propagiert..." Und weiter: "Vor dem Hintergrund, dass diese Bauanleitungen von jeder Person im Internet gelesen werden knnen und damit angenommen werden kann, dass sie durchaus umgesetzt werden, und damit der Tod oder Verletzung einzelner oder mehrerer Personen in Kauf genommen wird, ist diese Verffentlichung verantwortungs- und gewissenslos." Man msse sich von einem "solche Mitglied" trennen, lautete das Fazit. Aha. Und das merkt der Herr, der nicht zum ersten Mal Unfug dieser Sorte verbreitete, nach zwei Jahren - so lange steht die Abhandlung schon online.

Unter normalen Menschen wrde sich jemand, der einen derartigen Schmh verzapft, nicht nur lcherlich machen, sondern von seinem Arbeitgeber abgemahnt werden, zumal es nicht zu den Aufgaben eines Angestellten in einem Journalisten-Verband gehrt, die Websites der Mitglieder nach Blockwart-Manier zu kontrollieren und zu bewerten. Nicht so im DJV. Dort wird die Aktion von zahlreichen Funktionren, die von der Denunziation mitbekommen haben, schweigend hingenommen, ja, sogar ernsthaft diskutiert, ob das Opfer - der Autor dieser unmageblichen Zeilen - "noch tragbar" sei.

Was lehrt uns das? Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen, sagte schon Kurz Tucholsky. Und: "Der grte Lump in diesem Land, das ist und bleibt der Denunziant". Ein beliebtes Verdikt - und immer wieder aktuell und bezeichnend fr das intellektuelle und moralische Niveau. Solche Leute - wie der zitierte "Mitgliederbetreuer" - htten nicht nur unter McCarthy eine glnzende Karriere gemacht. Sie passen zur Vereinskultur wie die Daumenschraube zum Inquisitor. Wer Skandale aufdeckt, kann gewiss sein, dass der Apparat ihm irgendwann Bombenbauanleitungen, Kinderpornografie oder Drogenhandel vorwirft. Die ersten beiden Punkte hat der Autor schon hinter sich.

Hinweis: In den "Hausmitteilungen" auf spiggel.de findet sich ein Link zum "Amsterdam Coffee Shop Directory" - schon seltsam, dass noch kein "Mitgliederbetreuer" im DJV hier Ansto genommen hat. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Funktionre
Das Traurige ist nicht, dass diese Denunzianten existieren, sondern dass die Anderen sich nicht dagegen wehren, sondern aus Trgheit, Bequemlichkeit, Opportunismus und mangelndem Schneid nicht trauen, Kriecher-Naturen und andere Zensoren in die Wste zu schicken.

Zu dieser Mentalitt passt ein Zitat A. Paul Webers:
"...Ein schneller Schnitt, dein Rckgrat fehlt,/ und was dich eben noch geqult,/ Ist jetzt direkt vergnglich,/ Im Wehrdienst robbt sich's wie geschmiert,/ Im Amt kriecht sich's vorzglich./ Und willst du wo geborgen sein,/ Du kriechst ganz mhelos hinein,/ Hat's doch der Arzt gestanden:/ Ein Rckgrat, das vermit man kaum -/ Es war nie viel vorhanden..."

Abbildungen oben und unten: A. Paul Weber-Museum Ratzeburg. Montage: Burks


---------------------------------------------------------------------------------------

BURKS ONLINE 04.11.2005
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfltigung nur mit Genehmigung des BurksVEB.

Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenE-Mail sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Beitrge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema erffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nchstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme :: Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde