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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 16.02.2006, 23:56 Antworten mit ZitatNach oben

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GnuPGDie Berichte ber Computer und Betriebssysteme in deutschen und deutschsprachigen Medien sind oft so sachlich und aufklrend wie der Cannabis-Diskurs in den 70ern. Wenn es um Bill Gates' Software geht, wird oft das Niveau von Werbebroschren der Autoindustrie unterschritten.

Der Standard schreibt: "Neben allerlei optischen Neuerungen hat der Softwareriese bei der Entwicklung des Nachfolgers von XP ein Augenmerk auch auf die Sicherheitsfeatures des Systems gelegt so zieht Vista mit aktuellen Linux-Distributionen oder Mac OS X gleich - und bringt Features zur Verschlsselung der gesamten Festplatte mit." Was ist daran auszusetzen? Die Passage verletzt gleich mehrere journalistische Grundregeln: Ob Microsoft sein Augenmerk irgendwo hingelegt hat, bleibt solange ein Gercht, bis es berprft und bewiesen ist. Das ist hier offenbar nicht der Fall. Der Standard gibt also eine bloe Behauptung der PR-Abteilung Microsofts als Tatsache aus. Das ist unseris. Noch schlimmer der zweite Teil: Vista zieht mitnichten mit Linux gleich. Was soll das bedeuten? Man kann Gummibrchen nicht mit Birnen vergleichen - und security by commercial obscurity nicht mit Open Source. Wir behaupten hier wohlgemut einfach das Gegenteil. Netzwelt.de berichtet von zwei unterschiedlichen Vista-Versionen - die tauchen in anderen Berichten erst garnicht auf.

Etwas genauer bringt giga.de die Pointe auf den Punkt:
"In der nchsten Version von Windows soll ein neues Verschlsselungssystem Einzug halten, welches die Verschlsselung der gesamten Festplatte in Kombination mit dem Trusted Platform Module (TPM) auf dem Motherboard ermglichen soll. Diese Funktion sorgt nun fr Unruhe bei der britischen Regierung. (...) Aber ab Windows Vista kann dieser Chip auch ohne zustzliche Software zur sicheren Verschlsselung Eurer Dateien genutzt werden." Auch die Kurzmeldung des Heise-Newstickers ("Britische Regierung besorgt ber Verschlsselung in Windows Vista") fut auf einer BBC-Meldung: Und die enthlt noch den Sinn und Zweck: "Critics say the companies behind most trusted computing want to use digital rights management to ensure users cannot use programs they have not approved."
GnuPG
Wir haben also ein kommerzielles Betriebssystem, das tendenziell seine Nutzer verpflichtet, nur bestimmte Software zu gebrauchen, und im Gegensatz dazu Linux, das seine Anwender zu gar nichts verpflichtet, das gratis ist und Open Source dazu. Wer hier etwas vergleicht oder gar khn behauptet, Windows sei jetzt so wie Linux, der hat, mit Verlaub, einen Sprung in der Schssel.

Die Angelegenheit ist natrlich ein wenig knifflig. Zitat:
"A TPM is a microchip designed to provide basic security-related functions to the software utilizing it. The TPM chip is usually installed on the motherboard of a computer, and communicates with the rest of the system using a hardware bus. Computers that incorporate a TPM have the ability to create cryptographic keys and encrypt them so that they can only be decrypted by the TPM. This process, often called "wrapping" or "binding" a key, helps protect the key from disclosure. On TPMs, the master "wrapping" key is called the Storage Root Key (SRK), and this key is stored within the TPM itself. This ensures that the private portion of the key is never exposed." Einer der entscheidenden Stze ist der: "Private portions of key pairs are kept segregated from the memory that is controlled by the operating system."

Aufregend ist die Sache nicht, aber immerhin asymmetrische Kryptografie. Microsoft fhrt ein, was man unter dem Stichwort Hard Disk Encryption schon lngst findet. Wenn ich alles richtig verstanden, leistet Truecrypt ("Free open-source disk encryption software for Windows XP/2000/2003 and Linux") genau das, was jetzt als Neuheit verkauft wird.

ber Truecrypt heisst es zum Beispiel:
"Main Features: Creates a virtual encrypted disk within a file and mounts it as a real disk. Encrypts an entire hard disk partition or a device, such as USB flash drive. Encryption is automatic, real-time (on-the-fly) and transparent. Provides two levels of plausible deniability, in case an adversary forces you to reveal the password: 1) Hidden volume (steganography more information may be found here). 2) No TrueCrypt volume can be identified (volumes cannot be distinguished from random data)."

Man muss noch hinzufgen, dass in den obrigkeitstreuen deutschen Redaktionen und Medien kaum jemand so etwas wie Truecrypt benutzt. Da es in Deutschland keine Kultur der Recherche gibt und diejenigen, die sich gern als Vertreter der investigativen Recherche aufspielen, noch nicht einmal ihre E-Mails verschlsseln, kann man natrlich auch nicht verlangen, auer bei wenigen Ausnahmen wie der c't, dass auch nur annhernd korrekt ber die Themen Computer und Sicherheit berichtet wird.
GnuPG
brigens: Ganz schn dreist, dass die britische Regierung offen fordert, dass es keine Privatsphre auf dem heimischen Computer geben soll. In Grobritannien gibt es noch nicht einmal Personalausweise, aber Hintertren sollen in alle Rechner ab Werk eingebaut werden. Man fasst sich an den Kopf. Die britische Obrigkeit ist sich sicher einig mit allen anderen europischen Regierungen, mit der deutschen sowieso.

Eins muss hier jedoch zur Beruhigung festgehalten werden: Kryptografie ist mittlerweile massentauglich. Jeder kann sie benutzen. David Kahn, der Nestor der Kryptografie, fasste die Situation schon 1996 schlicht zusammen: "Das Wettrennen der Codemaker mit den Codebreakern ist entschieden, die Codemaker haben gewonnen." Regierungen haben verloren, die Brgerinnen und Brger mssen nur erst drauf kommen.

Aber vielleicht tragen die medienkompetenten Stammleserinnen und die wissenden Stammleser dieses kleinen Kryptografie-freundlichen und obrigkeitsfeindlichen Forums das volkspdagogisch wertvolle Anliegen bei ihren jeweiligen Heimat- und Lokalzeitungen vor. Die Welt muss bekanntlich zum Guten gewendet werden, und einer muss schlielich damit anfangen.
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BURKS ONLINE 16.02.2006
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