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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 26.06.2004, 21:57 Antworten mit ZitatNach oben




MEDIEN
Dokumentation26. Juni 2004
BURKS' FORUM
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DOSSIER I: DJV IN DER KRISE
Teil 1: "Hyperventilierende Freizeit-Stalinisten" (Hans-Werner Conen, 26.06.2004)
Teil 2: "Fremdwort Solidaritt" (Burkhard Schrder, 27.06.2004)
Teil 3: "Der moderne Herrenmensch liebt Versager" (Hans-Werner Conen, 13.07.2004)
Teil 4: "Kindergarten fr Erwachsene" (Jrg Wachsmuth, 14.07.2004)
Teil 5: "Hornberger Schieen, reloaded" (Burkhard Schrder, 21.07.2004)
Teil 6: "Die wichtigsten Fragen und Antworten" (Burkhard Schrder, 01.08.2004)
Teil 7: "Unaufhaltsamer Aufstieg zum Arbeiterfhrer" (Hans-Werner Conen, 02.08.2004)
Teil 8: "Verein Berliner Journalisten auf der Siegerstrae" (Hans-Werner Conen, 07.08.2004)
Teil 9: "Ein trgerischer Friede" (Burkhard Schrder, 08.09.2004)
Teil 10: "Im Osten nichts Neues" (Ein Frontbericht von Hans-Werner Conen, 20.09.2004)
Teil 11: "Die Welt als Wille und Vorstellung" (Burkhard Schrder, 04.10.2004)
Teil 12: "Das Wnschen und Wollen und die Wirklichkeit" (Burkhard Schrder, 05.10.2004)
Teil 13: "Der DJV hadert mit Berliner Richtern" (Wolfgang Kiesel, 06.10.2004)
Teil 14: "Verbandstag in die Tonne - auer Spesen nichts gewesen" (Hans-Werner Conen, 07.10.2004)
Teil 15: "Avanti Dilettanti! Wie man jeden mglichen Fehler auch wirklich macht" (Hans-Werner Conen, 15.10.2004)
Teil 16: "Hufig nicht gestellte Fragen (FNAQs)" (Burkhard Schrder, 03.11.2004)
Teil 17: "Eine nicht gehaltene Rede" (Hans-Werner-Conen, 04.11.2004)
Teil 18: "Der DJV aus seuchenpolitischer Sicht" (Burkhard Schrder, 05.11.2004)
Teil 19: "Unter Indianern" (Burkhard Schrder, 05.11.2004)
Teil 20: "Eine Atempause, Geschichte nicht gemacht"
Teil 21: "Feste und Freie - sitzen sie wirklich in einem Boot?" (Hans-Werner Conen, 08.03.2005)
SPIGGEL.DE-DOSSIER II
Dossier: Diskussion ber die provokanten Thesen eines DJV-Mitglieds aus Baden-Wrttemberg
Teil I: "Haben Journalisten-Gewerkschaften noch eine Zukunft?" (21.01.2004, Hans Werner Conen)
Teil II: "Solidaritt ist eine Waffe - 12 Thesen fr eine starke Gewerkschaft" (31.01.2004, Burkhard Schrder)
Teil III: "Konsens ist Nonsens - anything goes" (09.02.2004, Hans Werner Conen)
Teil IV. "Treu und frdernd" (10.02.2004, Thomas Schelberg)
Teil V. "Den neo-liberalen Teufel austreiben"
Teil VI. "Niedergang streng nach Vorschrift" (06.03.2004, Hans-Werner Conen)
Teil VII. "Ausschluss eines "Arbeiterfhrers"? (23.05.2004, Hans Werner Conen)
Teil VIII. "Maulheldentum lterer Herren" (18.06.2004, Offener Brief Hans Werner Conens an Michael Konken)
Teil IX. "Jngschtes Gericht" (25.03.2005, Burkhard Schrder)
SPIGGEL.DE-DOSSIER III
Unter Journalisten 1
Unter Journalisten 2
Unter Journalisten 3
Unter Journalisten 4
Unter
Journalisten 5

Unter
Journalisten 6

Unter
Journalisten 7

- Dossier: Querelen im DJV - Landesverband Berlin.
Vgl. www.recherchegruppe.tk
MEINE ARTIKEL

Ausgewhlte Artikel in deutschen und internationalen Print- und Online-Medien von 1990 bis heute
MEDIEN-ARTIKEL AUF SPIGGEL.DE (AUSWAHL)
Bilder als Waffen?
Eine Replik auf die TAZ
Enthauptung im Irak
Darf man das Video zeigen?
Chinesisches Internetposting gesucht
Repressalien gegen Sekten-Mitglieder in der VR China
Wir basteln uns eine Terrorismus-Meldung
Die Anschlge in der Trkei
Sex, Landser und Rosamunde Pilcher
Will das Publikum keine serisen Informationen?
Wir sind alle Illuminaten
Verschwrungstheorien im Internet
FOCUS Online - die Mutter aller Quellen
...und immer an das Urheberrecht denken!
Pimmel auf Busen
ber die russische Mdchen-Band Tatu
MEINE BCHER (AUSWAHL)
Aussteiger
Wege aus der rechten Szene [2003]
Nazis sind Pop
2000, erweiterte Neuauflage 2004
Tron - Tod eines Hackers
1999, Linksammlung und Dokumente
Heroin - Sucht ohne Ausweg?
1993, Online-Ausgabe (download), Links
DAS BILD DES TAGES
Vulkankrater bei Masaya, Nicaragua Burks
WETTER
Nieuw Nickerie (Surinam)
Qulaybiyah (Tunesien)
Norah Head (Leuchtturm) (Australien)
Pjngjang (Nordkorea)
Barcelona (Catalunia)
One Hundred Fifty Mile House (Kanada)
Bagdad (Irak)
Schrobenhausen (Deutschland)

DEUTSCHER JOURNALISTEN-VERBAND IN DER KRISE 1

Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) hat auf seiner Sitzung am 21./22. Juni 2004 in Schwerin seine beiden Landesverbnde Berlin und Brandenburg ausgeschlossen und beschlossen, zwei neue Landesverbnde zu grnden (vgl. die Presseerklrung des DJV sowie den Pressespiegel). Auf burks.de/ spiggel.de werden zu diesem Thema in loser Folge Artikel mit kontrren Positionen erscheinen. Hier eine Stellungnahme des Fernsehjournalisten Hans-Werner Conen aus Baden-Wrttemberg.

Hyperventilierende Freizeit-Stalinisten
von Hans-Werner Conen

Sollte es berhaupt - die entsprechenden Verbotsantrge gegen den DJV-Bundesverband liegen ja schon bei Gericht - zur Grndung von neuen Landesverbnden kommen, wrde es sich wohl um Kmmer- oder gleich um Totgeburten handeln. Zwar kann niemand den Grndungsakt verhindern. Wohl aber ist der neue Verein gehindert, sich "DJV" oder "DJV-Landesverband" zu nennen. Der Name verbleibt bis zum rechtskrftigen Ausschluss der bisherigen Landesverbnde bei diesen; ob der Ausschluss je rechtskrftig wird, ist hchst zweifelhaft.

Ist schon die Unmglichkeit, mglichen neuen Verbnden entgegen den grosprecherischen Ankndigungen den gewnschten - und ja von den Mitgliedern, so welche kommen, erwarteten - Namen zu geben, ziemlich blamabel, werden vor allem die Inhalte wohl frustrierend sein. Whrend der Vorsitzende Konken als Grund fr die Neugrndungen an erster Stelle "zukunftsfhige Tarifvertrge" nennt, werden die neuen Journalistenvereine gerade hier Totalausfall melden mssen. Gewerkschaft und tariffhig wird man nicht, indem sich selbst dazu ernennt, sondern durch die tatschliche Erfllung der Kriterien, die das Bundesarbeitsgericht hierfr aufgestellt hat. Keines dieser Kriterien (z.B. Mchtigkeit, Organisationsstrke, Gegnerfreiheit, etc.) kann von den mglichen neuen Vereinen zunchst erfllt werden; ob sich das je ndert, wei niemand.

Wer aus den bisherigen Verbnden aus- und den mglichen neuen beitritt, wei nur eines sicher: er ist nicht mehr Mitglied einer tariffhigen Gewerkschaft. Wer zum Wechsel aufruft, tut im eigenen (Haftungs-) Interesse gut, die Mitglieder hierauf - in spter auch beweisbarer Weise - unmissverstndlich aufmerksam zu machen. Den bisherigen Landesverbnden wre zu raten, beim Arbeitsgericht die Feststellung zu beantragen, da die mglichen neuen Vereine keine Gewerkschaften und nicht tariffhig sind. Die zu erwartenden antragsentsprechenden Gerichtsbeschlsse wren zweckmigerweise bisherigen und mglichen knftigen Tarifvertrags-Partnern zur Klarstellung zur Kenntnis zu bringen.

Der DJV-Bundesvorstand hat sich selbst in eine - an seinem Ziel des Ausschlusses der bisherigen Landesverbnde gemessen - missliche bis aussichtslose Lage gebracht. Er hat nmlich durch ein unzustndiges Organ am 22. Juni 2004 den sofortigen Ausschluss verfgt. An dieser eigenen Erklrung mu er sich nun nicht nur rechtlich, sondern auch in der ffentlichkeit festhalten lassen. Und das bedeutet: Wer ausgeschlossen ist, ist nicht Mitglied. Wer nicht Mitglied ist, unterfllt nicht der Satzung; er kann weder einen Verbandstag beantragen noch daran teilnehmen.

Zugleich gilt aber: Wer schon ausgeschlossen ist, kann auch durch einen Verbandstag nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Beschluss eines - zustndigen - Verbandstags (Ende August?), die Landesverbnde Berlin und Brandenburg auszuschlieen, wre von vornherein nichtig. Die bewundernswerte Leistung der DJV-Kronjuristen besteht also darin, durch die Hysterie eines Sofortausschlusses durch ein unzustndiges Organ einen mglicherweise erreichbaren satzungskonformen Ausschluss durch ein zustndiges Organ dauerhaft verhindert zu haben.

Eine Art "Erklrung" hat Pressesprecher Zrner (frher SPD-Regierungs-Trommelbube in Hannover, jetzt vom DJV versorgt) in eher ungewohnter Ehrlichkeit geliefert: "Es ging ... nicht um die Frage, ob gegen irgendwelche Paragrafen verstoen wurde. Sondern wir haben politisch entschieden." Auf Deutsch heit das ja wohl: "Legal, illegal, scheiegal". Da wei man immerhin Bescheid, wenn DJV-Granden in Zukunft mit der groen Ethik-Keule auf Sozialpartner, Politiker, Presserat oder gleich die ganze Menschheit losgehen. Und die offensichtlich - anstelle von Recht und Gesetz - fr den DJV bestimmende Vorstellung, man knne die missliebigen Opponenten in Berlin und Potsdam in ein paar Monaten finanziell so weit ruinieren, da es auf Gerichtsentscheidungen nicht mehr ankomme, verdient es, weithin bekannt gemacht zu werden.

Zwar kenne ich die finanziellen Verhltnisse der bisherigen Landesverbnde nicht gut genug, um als Prophet hervorzutreten. Nach meinen Informationen reicht es aber leicht fr ein paar Jahre mit durchaus respektablen Streitwerten. Ob die Kasse des Bundes-DJV nach dem glorios vergeigten Streik da mithalten kann, wird sich wohl weisen. Die ohnehin nicht berschumende Begeisterung in Mitgliederkreisen wird wohl weiter arg gedmpft, wenn der DJV die traurigen Reste seines Streikfonds bei Gericht verzockt, zumal ja auch Verleger und andere kapitalistische Blutsauger mitkriegen, dass die furchterregende Journalistengewerkschaft sich selbst in die Zwickmhle gebracht hat: Streiken oder Prozessieren. Da schmunzelt der Klassenfeind.

Der Vorsitzende Konken hat seit seiner Wahl im vergangenen November, also in nur einen guten halben Jahr, eine so unsgliche und blamable Aneinanderreihung von grotesken Fehlleistungen und charakterlichen Irritationen hingelegt, da nur die alte Kaufmannsweisheit "Weg mit Schaden" als Lsung brig bleibt. Sollte ein ausserordentlicher Verbandstag stattfinden, wre dort vor allem ber die sofortige Beendigung des Pontifikats Konken zu befinden. Kabarett-reife Polit-Schwadronierereien im Klassenkampf-Stil, Pressemeldungen wie O-Ton PDS, ein organisatorisch chaotischer und inhaltlich von vornherein aussichtsloser gescheiterter Streik, wiederholte Behauptung falscher Tatsachen, die dann zurckgenommen werden mssen, Missbrauch des Presserates gegen eine der SPD missliebige Zeitung, etc., etc. Wie einer Fachhochschul-Studenten zu Journalisten ausbilden will, der offensichtlich nicht wei, da man erst (z.B. ber Witt) recherchiert und dann die - erwiesenen - Tatsachen behauptet, lsst fragen, wie der Mann an den Lehrauftrag gekommen ist - journalistische Sachkunde war's ja wohl nicht.

Und die zynisch-amoralische Vorstellung, auf ein paar Paragraphen komme es nicht an, man habe politisch entschieden, qualifiziert die selbsternannten Lordsiegelbewahrer der journalistischen Ethik vollends ab. Da schauen wir einmal, ob die vielen Gutmenschen unter den DJV-Mitgliedern das zustande bringen, woran Kanzler Schrder gescheitert ist: den "Aufstand der Anstndigen".

Ob den Insassen des DJV-Bunkers der Blick in den "Spiegel" hilft? Wir wissen es nicht, denn es gibt keine Verbindung von drinnen nach draussen. Immerhin ist da zu lesen, da nur noch eine traurige Minderheit von Gewerkschaftsmitgliedern Gewerkschaften fr wichtig hlt. Wir Vernnftigen sagen: Weg mit dem Gewerkschafts-Mummenschanz! Her mit dem "ADAC fr Journalisten"! Ob's hilft?

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BURKS ONLINE 26.06.2004
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