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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 04.10.2004, 21:40 Antworten mit ZitatNach oben




MEDIEN
Dokumentation04. Oktober 2004
BURKS' FORUM
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DOSSIER I: DJV IN DER KRISE
Teil 1: "Hyperventilierende Freizeit-Stalinisten" (Hans-Werner Conen, 26.06.2004)
Teil 2: "Fremdwort Solidaritt" (Burkhard Schrder, 27.06.2004)
Teil 3: "Der moderne Herrenmensch liebt Versager" (Hans-Werner Conen, 13.07.2004)
Teil 4: "Kindergarten fr Erwachsene" (Jrg Wachsmuth, 14.07.2004)
Teil 5: "Hornberger Schieen, reloaded" (Burkhard Schrder, 21.07.2004)
Teil 6: "Die wichtigsten Fragen und Antworten" (Burkhard Schrder, 01.08.2004)
Teil 7: "Unaufhaltsamer Aufstieg zum Arbeiterfhrer" (Hans-Werner Conen, 02.08.2004)
Teil 8: "Verein Berliner Journalisten auf der Siegerstrae" (Hans-Werner Conen, 07.08.2004)
Teil 9: "Ein trgerischer Friede" (Burkhard Schrder, 08.09.2004)
Teil 10: "Im Osten nichts Neues" (Ein Frontbericht von Hans-Werner Conen, 20.09.2004)
Teil 11: "Die Welt als Wille und Vorstellung" (Burkhard Schrder, 04.10.2004)
Teil 12: "Das Wnschen und Wollen und die Wirklichkeit" (Burkhard Schrder, 05.10.2004)
Teil 13: "Der DJV hadert mit Berliner Richtern" (Wolfgang Kiesel, 06.10.2004)
Teil 14: "Verbandstag in die Tonne - auer Spesen nichts gewesen" (Hans-Werner Conen, 07.10.2004)
Teil 15: "Avanti Dilettanti! Wie man jeden mglichen Fehler auch wirklich macht" (Hans-Werner Conen, 15.10.2004)
Teil 16: "Hufig nicht gestellte Fragen (FNAQs)" (Burkhard Schrder, 03.11.2004)
Teil 17: "Eine nicht gehaltene Rede" (Hans-Werner-Conen, 04.11.2004)
Teil 18: "Der DJV aus seuchenpolitischer Sicht" (Burkhard Schrder, 05.11.2004)
Teil 19: "Unter Indianern" (Burkhard Schrder, 05.11.2004)
Teil 20: "Eine Atempause, Geschichte nicht gemacht"
Teil 21: "Feste und Freie - sitzen sie wirklich in einem Boot?" (Hans-Werner Conen, 08.03.2005)
SPIGGEL.DE-DOSSIER II
Dossier: Diskussion ber die provokanten Thesen eines DJV-Mitglieds aus Baden-Wrttemberg
Teil I: "Haben Journalisten-Gewerkschaften noch eine Zukunft?" (21.01.2004, Hans Werner Conen)
Teil II: "Solidaritt ist eine Waffe - 12 Thesen fr eine starke Gewerkschaft" (31.01.2004, Burkhard Schrder)
Teil III: "Konsens ist Nonsens - anything goes" (09.02.2004, Hans Werner Conen)
Teil IV. "Treu und frdernd" (10.02.2004, Thomas Schelberg)
Teil V. "Den neo-liberalen Teufel austreiben"
Teil VI. "Niedergang streng nach Vorschrift" (06.03.2004, Hans-Werner Conen)
Teil VII. "Ausschluss eines "Arbeiterfhrers"? (23.05.2004, Hans Werner Conen)
Teil VIII. "Maulheldentum lterer Herren" (18.06.2004, Offener Brief Hans Werner Conens an Michael Konken)
SPIGGEL.DE-DOSSIER III
Unter Journalisten 1
Unter Journalisten 2
Unter Journalisten 3
Unter Journalisten 4
Unter
Journalisten 5

Unter
Journalisten 6

Unter
Journalisten 7

- Dossier: Querelen im DJV - Landesverband Berlin.
Vgl. www.recherchegruppe.tk
MEINE ARTIKEL

Ausgewhlte Artikel in deutschen und internationalen Print- und Online-Medien von 1990 bis heute
MEDIEN-ARTIKEL AUF SPIGGEL.DE (AUSWAHL)
Bilder als Waffen?
Eine Replik auf die TAZ
Enthauptung im Irak
Darf man das Video zeigen?
Chinesisches Internetposting gesucht
Repressalien gegen Sekten-Mitglieder in der VR China
Wir basteln uns eine Terrorismus-Meldung
Die Anschlge in der Trkei
Sex, Landser und Rosamunde Pilcher
Will das Publikum keine serisen Informationen?
Wir sind alle Illuminaten
Verschwrungstheorien im Internet
FOCUS Online - die Mutter aller Quellen
...und immer an das Urheberrecht denken!
Pimmel auf Busen
ber die russische Mdchen-Band Tatu
MEINE BCHER (AUSWAHL)
Aussteiger
Wege aus der rechten Szene [2003]
Nazis sind Pop
2000, erweiterte Neuauflage 2004
Tron - Tod eines Hackers
1999, Linksammlung und Dokumente
Heroin - Sucht ohne Ausweg?
1993, Online-Ausgabe (download), Links
DAS BILD DES TAGES
Guahibo im Grenzgebiet Kolumbien-Venezuela Burks
WETTER
Nieuw Nickerie (Surinam)
Qulaybiyah (Tunesien)
Norah Head (Leuchtturm) (Australien)
Pjngjang (Nordkorea)
Barcelona (Catalunia)
One Hundred Fifty Mile House (Kanada)
Bagdad (Irak)
Schrobenhausen (Deutschland)

DEUTSCHER JOURNALISTEN-VERBAND IN DER KRISE 11

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat auf dem ausserordentlichen Verbandstag am 16. Juli 2004 seine beiden Landesverbnde Berlin und Brandenburg ausgeschlossen und beschlossen, zwei neue Landesverbnde zu grnden (vgl. die Dokumentation der Beschlsse sowie den Pressespiegel). Auf burks.de/ spiggel.de erscheinen zu diesem Thema in loser Folge Artikel mit kontrren Positionen. Hier ein zweiteiliger Kommentar zur aktuellen juristischen Situation.

Die Welt als Wille und Vorstellung
von Burkhard Schrder

DJV-WebsiteOft sind es die kleinen Dinge, die Groes verknden. Sammeln wir die Indizien.

Indicium 1.Der DJV DJV, die grte Organisation fr Journalistinnen und Journalisten in Europa, hat seine Landesverbnde Berlin und Brandenburg ausgeschlossen. Zwei neue Vereine, "Berliner Journalisten" (VBJ) und der" Brandenburger Journalisten-Verband e.V., wollen auf dem nchsten Verbandstag in den DJV aufgenommen werden. Auf der Website des VBJ heisst es: "ber die Aufnahme in den DJV wird der nchste Verbandstag des DJV entscheiden. Derzeit geniesst der Verein Berliner Journalisten Gaststatus im DJV." Vor kurzem stand dort noch zu lesen, dass der Verein sich als "designierter Landesverband" des DJV verstnde.

Indicium 2. Auch die Website des DJV hat sich gendert (vgl. Screenshot). Ein Link zu den beiden Vereinen fehlt. Und das kam so: Dem Bundesverband ist vom Landgericht Berlin verboten worden, Mitglieder der ausgeschlossenen Verbnde fr die neuen Vereine zu werben. Auerdem wurden die Landesverbnde wieder in ihre Rechte eingesetzt, "bis zur rechtskrftigen Entscheidung in der Hauptsache." "Rechtskrftig" knnte bedeuten: bis der Bundesgerichtshof etwas zum Thema sagt. In der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitung "Journalist" steht geschrieben: "Eine rechtliche Klrung in der Hauptsache wird vor Jahresende nicht erfolgen, mit weiteren Instanzen kann sich ein solcher Prozess bekanntermaen Jahre hinziehen." Wohl wahr. Oder nicht ganz wahr: die Sache ist lngst entschieden (vgl. Teil II: "Das Wnschen und Wollen und die Wirklichkeit"). Wer etwas anderes sagt, lebt in einer Welt, die vom Wnschen und Wollen zusammengehalten wird.

Was tun? fragen sich viele Kolleginnen und Kollegen, die sich mittlerweile schaudernd abwenden, wenn das Thema zur Sprache kommt. Unstrittig ist: Journalisten knnen offenbar so wenig ber sich selbst korrekt berichten wie Psychologen sich selbst therapieren knnen. Sowohl die Verbandszeitung des DJV als auch die grottenschlechten Websites der beiden Landesverbnde informieren nicht ausreichend, sondern lassen wesentliche Fakten einfach weg. Man berichtet das, was einem in den Kram passt und pflegt weiterhin einen "Lautsprecherduktus", wie es in einem Artikel der FAZ zum Thema heisst (den man nicht oft genug zitieren kann).

Und kaum jemand will sich informieren. Auch das passt zum Habitus vieler Journalisten, zwar die Segnungen ihrer Berufsverbnde dankend anzunehmen, sich aber DJVum ihre demokratischen Rechte herzlich wenig zu kmmern. In NRW erschienen sage und schreibe 147 Mitglieder zum jhrlichen Verbandstag, der DJV NRW hat aber 8000 Mitglieder. In der Hauptstadt kann man zwar regelmig kulturpessimistische Artikel ber die immer geringer werdende Wahlbeteiligung der vorgeblich mndigen Brgerinnen und Brger lesen; man hrt es aber auch krftig klirren, weil diejenigen, die diesen Missstand beklagen, gerade das Glashaus zerworfen haben, in dem sie selbst sitzen. In Berlin kamen in den letzten zehn Jahren hchstens zehn Prozent der Mitglieder des DJV Berlin zu den Jahresversammlungen, oft mehrheitlich rstige Rentner mit viel Zeit und dem dazu passenden Abstimmungsverhalten.

Eine Richterin des Landgerichts Berlin fhle sich bemigt, den anwesenden Damen und Herren Journalisten eine kleine Lektion darin zu erteilen, was eigentlich Demokratie sei. Sie wies mit erhobenem rhetorischen Zeigefinger darauf hin, dass es mit der Legitimation der jeweils gewhlten Vorstnde nicht weit her sei. Die sehen das natrlich anders und werfen zur Zeit nicht nur mit groen Gesten um sich, sondern auch, wie gehabt, die Mitgliedsgelder zum Fenster hinaus. Die Vorwrfe, die die ehemalige Opposition im DJV Berlin erhoben hat, sind immer noch nicht ffentlich entkrftet worden, der Verdacht der Verschwendung von Geldern und der Misswirtschaft wurde nicht ausgerumt. Und die Prozesskosten des Bundesvorstands, der eine juristische Niederlage nach der anderen erleidet, steuern bedrohlich auf die 100.000-Euro-Marke zu.

Der aktuelle SPIEGEL schreibt ber den Konflikt zwischen den Koalitionsparteien: "Doch es sind nicht nur die inhaltlichen Differenzen, die das Verhltnis fr beide DJV BerlinSeiten so kompliziert machen, ebenso schwer wiegen die persnlichen Eitelkeiten, Rivalitten und Rachegelste." Das gilt leider auch fr den DJV.

Der Berliner Landesvorsitzende Alexander Kulpok, an dem sich die Geister schon im letzten Jahr so schieden, dass fnf von elf Vorstandsmitgliedern im DJV Berlin entnervt zurcktraten, ist in der komfortablen Situation, dass sich niemand mehr dafr interessiert, was eigentlich der Auslser fr den Konflikt war, sondern dass seine Anhnger ihn in Treue fest jetzt auch wiederwhlen wrden, wenn er mit Verbandsgeldern einen Angriffskrieg gegen Moldawien anzettelte. Die FAZ schreibt: "Der Bundesvorstand des DJV hat das aber durch sein Auftreten zeitweise geradezu in den Hintergrund gedrngt, viel und unntig an Terrain verloren, da er dies zu einer politischen Schlammschlacht mitgestaltete, die zu Dolchstolegenden geradezu einldt, weil sich diejenigen, von denen man schlicht Rechenschaft in Sach- und Finanzfragen fordern mu, als politisch Verfolgte auffhren knnen." Wenn es drinnen kracht, das wei man seit Machiavelli und Clausewitz, ist ein Angriff nach oder von drauen die beste Methode, die internen Kritiker zum Schweigen zu bringen. Das Landgericht Berlin hat jedoch auch entschieden, dass die letzte Wahl im DJV Berlin wegen diverser Formfehler ungltig sei. Am 23. Oktober wird diese wiederholt.

Vermutlich wird irgendjemand irgendwann ber die kommende Hauptversammlung des DJV Berlin schreiben: "Die Oppositionellen im DJV Berlin wollten sich bei diesem Anlass nicht vom Volke trennen, zu dem sie gehrten, und das sie immer mehr fr sich gewinnen wollten. Das Volk hatte doch den Krieg zu fhren und zu erdulden, da musste man bei ihm stehn, nicht aber es schdigen und gegen es kmpfen, indem man der Regierung den Gehorsam verweigerte. Die Opposition hatte pltzlich genug des Zwistes. Sie wollte mit dem ganzen Volk gehen, sich mit ihm noch enger verbnden, und dann auch ihre Ziele leichter mit ihm zusammen erreichen." Und in einer solchen Stimmung bewilligt man jeden Kriegskr...h...Kredit fr den Presseball.

Lesen Sie in Teil II "Das Wnschen und Wollen und die Wirklichkeit", was Ihnen ber die Nebenwirkungen und Risiken des juristischen Streits zwischen dem DJV und seinen ausgeschlossenen Landesverbnden bisher nicht verraten wurde.

Abbildungen: Website des DJV (oben), nach der juristischen Niederlage wurden die Links zu den beiden neuen Vereinen entfernt. Mitte: Pressekonferenz des DJV. V.l.n.r.: Michael Rediske, Lieter der Geschftsstelle der Vereins "Berliner Journalisten", Gerhard Kothy, Vorsitzender des Vereins, Michael Konken, Bundesvorsitzender des DJV. Unten: Hauptversammlung des DJV Berlin. Foto: Karsten Thielker. Karsten Thielker ist einer der bekanntesten Fotografen Deutschlands. 1995 erhielt er den Pulitzer-Preis fr ein Foto von Flchtlingen aus Ruanda. Der Fotograf ist aus Verrgerung ber die Geschftsstelle und den Vorsitzenden des DJV Berlin, Kulpok, aus dem Verband ausgetreten.



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