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 Der Staats-Trojaner-Hoax, update Nchstes Thema anzeigen
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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 08.02.2007, 20:12 Antworten mit ZitatNach oben

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Der Staats-Trojaner-Hoax, update
TrojanerDer zweitgrte jemals beobachtete Internet-Hoax auf deutschen Websites? Ja, so knnte man das Gefasel um "Online- Durchsuchungen" und "Bundestrojaner nennen. (Der am weitesten verbreitete ist natrlich der Landgericht Hamburg-Hoax).

Gestern habe ich hier zu meinem Artikel bei Telepolis "Verdeckter Zugriff auf Festplatten" pessimistisch geschrieben, es wrde darber kaum diskutiert. Allmhlich dmmert es einigen Journalisten, dass es sich mit den viel besungenen "Online- Durchsuchungen" um eine klassische Zeitungs-Ente handelt. Die Mitteldeutsche Zeitung schlgt sich ganz auf meine Seite: "Internet-Experte Burkhard Schrder hlt das fr unmglich. Fr ihn ist der Bundestrojaner ein "Hoax" - so werden im Internet hartnckig verbreitete Falschmeldungen genannt." Auch der Tagesspiegel rudert schon ein wenig zurck. Unter der berschrift "Skeptische Experten" heit es: "Jrgen Kuhri [der heit Kuri, B.S.], stellvertretender Chefredakteur der Computerzeitschrift ct, hlt den Plan fr einen 'massiven Eingriff in die Privatsphre. Weiter sagte er: Der Vorsto ist ein Windei, denn er lsst sich technisch kaum umsetzen.' Er kann sich nicht vorstellen, wie der Staat die ntige Software auf die Rechner bekommen knnte. Innenminister Wolfgang Schuble knne 'doch nicht zu Microsoft oder Linux gehen und verlangen, einen Trojaner im Betriebssystem zu installieren'." Wohl wahr. Hier ist aber zu ergnzen, dass der "Trojaner" von der Sddeutschen erfunden worden ist. Dort stellt man sich eine "Online-Durchsuchung" offenbar so vor. Aber warum? Keine Ahnung. Man sollte die Autorin fragen, ob sie Back Orifice kennt - vielleicht hlt sie die Software fr einen "Trojaner".

Ein ausfhrliches Posting im TelepolisForum verdient beachtet zu werden. Das Argument, es gebe permanent Sicherheitslcken, ist keins: Die wrden a) bekannt, b) gelten immer nur fr ein Betriebssystem und c) haben nichts mit "Trojanern" zu tun. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Ablehnung des Antrags etwas von einer "dafr konzipierten Software" geschrieben - welche das sein soll, wei niemand. Wer irgendwo einbrechen will, braucht dazu keine Trojaner, er muss nur versuchen, TrojanerAdmin-Rechte zu bekommen. Abgesehen davon, dass die Behrdenhacker zunchst einmal vor dem gar nicht so kleinen Problem stnden, dass der Provider mitspielen msste, weil nur die die IP-Adresse wei, mit der der Verdchtige online ist. Ich wrde als Krimineller ohnehin nur Internet-Cafes nutzen oder offenes WLAN und alle sensiblen Daten auf einem USB-Stick transportieren - und die natrlich mit Truecrypt verschlsseln. Da knnten Linux-Trojaner, wenn es sie denn gbe, herumwimmeln wie die Spermien ums Ei, sie kmen aber nicht heran.

"Systemverwalter" schreibt weiter:
"Man muss gar nicht E-Mails mit Trojaner verschicken. Oft reicht es schon aus, an einen passenden Port passende TCP/IP-Pakete zu senden." Oft? Nach der Methode Trial-and-Error? Und was ist mit Macintosh und Linux? Nein, das funktioniert einfach nicht. Und die Frage, wie man mich zum Beispiel auf eine prparierte Website "locken" knnte, um meinem Ubuntu etwas unterzujubeln, ist einfach zu albern, um sie zu errtern.

Schaun mer mal, was die BloggerInnen so sagen. Andreas Bogk hat mir immer noch nicht verziehen, dass Tron nicht ermordet worden ist und ich die Verschworungstheorie des CCC nicht teile. Aber das lassen wir mal weg. Er schreibt:
"Zum einen hat das BSI angefragt, ob ich nicht eine Schulung zum Thema 'wie schreibe ich einen buffer overflow exploit' fr Vertreter diverser Behrden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben halten knne." Ich hoffe, dass hier niemand das Bundesamt fr Sicherheit in der Informationstechnik verwechselt mit dem Bundeskriminalamt? Das BSI warnt in einer aktuellen Pressemeldung vor den Gefahren aus dem Internet: "Doch immer noch zu viele Internetsurfer sind als Administrator im Netz unterwegs. Ldt man sich dann beim Besuch einer Webseite oder dem ffnen eines E-Mail-Anhangs ein Schadprogramm auf den Rechner, hat dieses die kompletten Zugriffsrechte auf den PC und kann so einen wesentlich hheren Schaden verursachen." Das Bundesinnenministerium, bei dem das BSI angesiedelt ist, warnt also vor sich selbst, dem Bundeskriminalamt (auch Bundesinnenministerium), das gerade versucht, mit amtlichen Trojanern die Rechner der ahnunglosen Kriminellen auszusphen? Sehr lustig. Andreas Bogk widerlegt brigens seine eigene Argumentation: "Ich befinde mich in der glcklichen Situation, einen Lisp-Coder-Job zu haben, der es mir erlaubt, derartige Angebote dankend abzulehnen." Bei ihm htte ein Behrdenhacker also keine Chance. Quod erat demonstrandum.

Ausfhrlich wird im Handelsblatt-Blog diskutiert. Interessant der Verweis auf einen Artikel des Tagesspiegel, in dem behauptet wird, das Oberlandesgericht Bonn habe zweimal solche Online-Durchsuchungen genehmigt. Und warum muss das Bundeskriminalamt jetzt einen Antrag stellen? Waren diese angeblichen "Online-Durchsuchungen" illegal?

Das ist doch alles Pillepalle. Ich zitiere aus dem Nachrichtenmagazin Focus aus dem Jahr 1993 (!):
"Die Verfassungsschtzer dringen in die Mailboxen ein. Zunehmend knacken sie auch Pawrter, die den Zugriff Unbefugter stoppen sollen. Die Beute: Veranstaltungstips, Hinweise auf neue Bcher und Szenezeitschriften, Artikel von Mailbox-Teilnehmern". So steht es in meinem Buch "Neonazis und Computernetze". Schon damals war das, was Focus schrieb, eine Ausgeburt der Journalisten-Phantasie. Warum sollte denn erst jetzt, vierzehn Jahre spter, das Verfassungsschutz-Gesetz in NRW gendert werden, wenn die Schlapphte schon damals "online durchsuchten"? Lcherlich.
Trojaner
Ich frage mich, warum man, wie Kai Raven, sich berhaupt ber die juristischen Fragen echauffieren sollte? Wenn das BKA Trojaner programmieren knnte, dann wrden andere Geheimdienste ohnehin schon lngst auf unseren Rechnern herumschnffeln. Und was die knnen, knnen Freizeit-Hacker in der Regel auch. Man kann dem nur die klassische Argumentation der Verschwrungstheoretiker entgegenhalten: Man wei nichts, und deshalb knnte es sein. Mit dieser "Logik" kann man brigens die Existenz zahlreicher hherer Wesen "beweisen".

Mit Logik kommt man auch nicht weiter. Der Polizei-Trojaner ist nun mal in der Welt - und da nicht mehr wegzukriegen, auch wenn es ihn gar nicht gibt. Aber so funktioniert ein Hoax eben.
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BURKS ONLINE 08.02.2006
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