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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 11.12.2006, 21:35 Antworten mit ZitatNach oben

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Viren und Trojaner vom BKA?
HackerVor ein paar Tagen rief mich ein Kollege aus einem groen Fernsehsender an und bat mich um meine Meinung: Durch die Medien geistere die Meldung, das BKA wrde private Computer aussphen. Ich antwortete, das hielt ich fr eine Ente, einen Hoax oder groen Quatsch und mich als Linux-Besitzer interessierte das ohnehin nicht. Wie solle man sich das vorstellen - von Amts wegen implementierte Trojaner und Viren, und wie wollten die an meinem Router vorbeikommen oder sich gar von allein durch mein E-Mail-Programm schleusen? Wir waren beide der Ansicht, dass da irgendjemand wieder alles falsch verstanden habe und wnschten uns kollegial noch einen schnen Tag.

Ich wurde doch neugierig. Wer hatte da was behauptet? Nach kurzem Googeln standen mir dann doch fast die Haare zu Berge. So viel Dummheit auf einem Haufen! So schrieb zum Beispiel testicker.de, das BKA rste sich schon: "Ein BKA-Trojaner soll nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux und auf dem Mac 'ermitteln'." Woher die das nur wissen wollen - und wie will mir jemand einen Ubuntu-Trojaner unterschieben? Wie sich Klein Windoof-Fritzchen die bsen Internet-Kriminellen vorstellt: "Im einfachsten Fall wird ein Trojaner auf klassische Weise per E-Mail auf den Ziel-PC eingeschleust. Mglich ist aber auch, dass die Zielperson zum Ansurfen einer unverdchtigen Website gelockt wird, von wo sich unbemerkt im Hintergrund das Spionageprogramm installiert." Spionage als Naturereignis wie Hagel und Sonnenschein vermutlich. Es ist also ein "einfacher Fall", ein Attachment "einzuschleusen"? Jede Wette, das so ein Outlook-Benutzer faselt? Mit der Realitt hat das nichts zu tun.

Es handelt sich brigens nicht um Fakten, obwohl der Beginn des Artikels das suggeriert, sondern um das, was Wolfgang Schuble vielleicht gefordert hat. Etwas vorsichtiger berichtet die Berliner Zeitung unter dem irrefhrenden Titel "Hacken fr die Sicherheit":
"Das Bundeskriminalamt soll knftig online in die Personalcomputer von Verdchtigen eindringen und sie nach 'verfahrensrelevanten Inhalten' durchsuchen knnen. Bundesinnenminister Wolfgang Schuble (CDU) habe jetzt den Haushaltsausschuss des Bundestages darber in Kenntnis gesetzt, dass die entsprechenden Computerprogramme, mit denen ber die vorhandenen Kommunikationsnetze auf die Festplatten mutmalicher Krimineller und Terroristen zugegriffen werden kann, derzeit entwickelt werden, meldete jetzt die Bild-Zeitung."

Meldete die Bild-Zeitung. Dann muss es ja stimmen. Der Haken der das kleine Wrtchen "online", das sich heimlich in den Satz eingeschleust hat. Bei Telepolis wurde das Thema schon im September abgehandelt. Dort ist von "offensiven Internetmanahmen" die Rede, die die blichen Verdchtigen wollen. Worum geht es? Um
"heimliches Beobachten und sonstiges Aufklren des Internets" [sic]. hm? Nutzen jetzt alle Schlapphte per Dienstanweisung den Java Anon Proxy oder Tor, um ihre IP-Adresse zu verbergen?

"Zu dieser offensiven Internetbeobachtung gehrt neben der Beobachtung von Homepages auch das Lesen von e-mails auf Festplatten." Es wird immer lustiger: Die Ermittlungsbehrden studieren also bhse Homepages, und wenn die Polizei Rechner beschlagnahmt, drfen sie die darauf liegenden elektronischen Postkarten lesen. An die verschlsselten Mails kommen sie natrlich nicht heran. Aber so etwas bersteigt den geistigen Horizont der meisten Schreiberlinge, die sich ber das Thema hermachen.
Hacker
Die Sddeutsche ist noch vorsichtiger, meint aber immer noch, es wrden Rechner "online" berprft - das ist jedoch frei erfunden.
"Aber wenn sie im Internet surfen, knnen Verfassungsschtzer oder Polizei online bei ihnen zu Hause auf die Festplatte zugreifen und nachschauen, ob sie strafbare Inhalte dort lagern" Nein, das ist nicht wahr (ich wiederhole mich). Diese Stze beziehen sich auch nur auf beschlagnahmte Computer und auf die Tatsache, dass Polizei und Schlapphten erlaubt ist: Die "Teilnahme an Chats, Auktionen und Tauschbrsen, die Feststellung der Domaininhaber, die berprfung der Homepagezugriffe, das Auffinden verborgener Webseiten sowie der Zugriff auf gespeicherte Computerdaten ermglicht." Und das alles ist weder neu noch technisch aufwndig noch aufregend. Spannend wre hchstens, was man sich unter "verborgenen Websites" vorzustellen hat und wobei die Polizei bei ebay demnchst lockspitzelmig mitbietet. Die Sddeutsche schreibt ber die Polizisten anderer Lnder: "Sie schleichen sich zum Beispiel in Internetforen ein, wo Kinderpornohndler miteinander kommunizieren oder legen im Internet Kder aus". Auch das ist reine Phantasie: Im Usenet und in WWW-basierten Foren gibt es keine Kinderpornografie-Hndler. Die werden vermutlich nur per IRC kommunizieren. Aber der kleine Unterschied zwischen Flugzeug, Eisenbahn und Autos ist in solchen faktenfreien Artikel genauso wenig relevant wie der zwischen WWW, IRC und E-Mail. Noch einmal ganz langsam zum Mitschreiben: Zur Zeit gibt es keine Online-Einbrecher im Dienst der Polizei und auch keine Rechtsgrundlage dafr. Der vage Satz in schlechtem Deutsch "Auch der Bundesverfassungsschutz ist bei der Internetrecherche eifrig zugange" zeigt, dass sich nur heie Luft hinter dem Thema verbirgt. Ich bin auch tglich bei der Internetrecherche eifrig zugange.

Der beste Artikel ist wie gewohnt in Telepolis, vor allem, weil man anhand der Links nachprfen kann, wer welchen Unsinn von sich gegeben hat.
"Wirklich neu ist jedoch, dass nach dem Gesetz der Verfassungsschutz berechtigt wre, ber das Internet in Computer einzudringen und dort die Dateien auszusphen." In Computer eindringen? Aber wie denn? Neinein. Gemeint ist - wie oben zitiert - "Teilnahme an Chats" usw. Und dass die Schlapphte abhren und belauschen drfen, ist bekannt. Aber der normale Brger schtzt sich auch davor.

Aber noch einmal im Detail. Florian Rtzer schreibt:
"Der Sprengstoff findet sich im letzten Satz, der das Eindringen in Computer ermglicht, die sich in einer Wohnung befinden, die nach dem Grundgesetz Art. 13 unter besonderem Schutz steht, weswegen auch Lauschangriffe nach einem Bundesverfassungsgericht nicht ohne weiteres mglich sind. Thematisiert wird in dem Gesetz allerdings nur, dass dann, wenn dabei ein Eingriff in das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis stattfindet, dies nur unter der Voraussetzung des Gesetzes zu Artikel 10 Grundgesetz zulssig wre. Das betrifft aber nur die bermittlung von Informationen, wenn Emails oder anderen Dateien aber auf der Festplatte gespeichert sind, trfe es nicht mehr. Wie es scheint, drften also die Verfassungsschtzer in Rechner eindringen, selbst wenn sie sich nicht in Nordrhein-Westfalen befinden, ohne dass eine Zustimmung von einem Richter oder der G10-Kommission erforderlich wre."

Die jetzige Gesetzeslage ist die, dass E-Mails abgehrt werden drfen, wenn sie jedoch auf den Rechner des Empfngers gelangt sind, dann unterliegen sie dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis. Und das wollen die Pseudo-Terrorbekmpfer und Orwellianer gendert haben.
Hacker
Wie knnten die Verfassungsschtzer berhaupt in Rechner ber das Internet eindringen, fragt Telepolis, also ohne die Wohnung zu betreten?
"Eine Mglichkeit wre, in den Computer ber das Internet einen Trojaner einzuschleusen. Das knnte ber eine Email geschehen, es knnten auf Webseiten oder Chats Trojaner ausgelegt werden oder man durch Angriffe die Firewall eines Rechners lahm legen, um einen Trojaner oder ein anderes berwachungsprogramm einzuschmuggeln. Das FBI hatte Ende 2001 besttigt, dass es an einem solchen Trojaner arbeite, der als Magic Lantern bezeichnet wurde. Danach versiegten allerdings die Informationen. Der Trojaner msste so gemacht werden, dass er von den vorhandenen Antiviren-Programmen nicht erkannt wird."

Damit ist also die Katze aus dem Sack. Es geht um einen Sniffer, den das FBI vor fnf Jahren eingesetzt haben soll. Es wurden Scheinfirmen gegrndet und den bsen Hackern prparierte Rechner untergeschoben. Das war's aber auch. Und der Rest ist pure Fantasy.

Dem ersten Schlapphut, der mir einen Linux-Trojaner unterschiebt, dem schicke ich freiwillig alle meine Passworte per Postkarte.
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BURKS ONLINE 11.12.2006
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