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 Die Nacht der fusionierenden Leichen Nchstes Thema anzeigen
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 03.10.2007, 17:19 Antworten mit ZitatNach oben

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DOSSIER DJV IN DER KRISE 38

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat auf seinem Verbandstag am 09.11.2004 die beiden Vereine "Berliner Journalisten" und Brandenburger Journalisten-Verband e.V. in den DJV aufgenommen - zustzlich zu den schon existierenden Landesverbnden DJV Berlin und DJB Brandenburg. Letztere hatte der Bundesverband versucht auszuschlieen, was juristisch scheiterte. Ein Insolvenzantrag des Bundesverbands gegen den DJV Brandenburg ging schief. Mittlerweile sind drei der vier Landesverbnde in Berlin und Brandenburg insolvent bzw. berschuldet. Jetzt wollen zwei davon fusioniert haben.

Die Nacht der fusionierenden Leichen


Nein, es gibt nicht von Bedeutung zu berichten ber den
DJV, obwohl es schon wieder Presseberichte hagelt: "DJV-Landesverbnde aus Berlin und Brandenburg fusionieren". Da waren's nur noch drei.
Titel Journalist
Doch der Reihe nach: Wie die fanatischen Stammleserinnen und die beharrlich hier mitlesenden Stammleser schon wissen, leistete sich der
DJV in Berlin und Brandenburg - bei insgesamt gut 4500 Mitgliedern - vier Geschftsstellen, vier Vorsitzende, acht stellvertretende Vorsitzende, vier Geschftsfhrer und zahllose Ehrenamtliche, die auf ihren Posten verharren wie mit Sekundenkleber angepappt, auch wenn sie schwere "gesundheitliche" Probleme haben wie einer der Schatzmeister, der bald abgewhlt werden wird, oder sich ihre journalistische Laufbahn zusammenphantasiert haben wie eine gewisse Fachauschussvositzende.

Das kam so (ja, ich mache es kurz!):

1. Vor gut vier Jahren formierte sich eine Oppostion im
DJV Berlin gegen den damaligen Vorsitzenden Alexander Kulpok. Anlass: Der Vorstand hatte beschlossen, keinen Presseball mehr zu veranstalten, weil dessen finanziellen Risiken zu gro seien. Kulpok hatte die fr ihn gnstigeren Mehrheitsverhltnisse bei der (mittlerweile abgewickelten) Sozialfonds GmbH des DJV Berlin - dem Veranstalter des Presseballs - ausgenutzt, um den Vorstandsbeschluss zu kippen. Danach stellte ich bei der nchsten Mitgliederversammlung ein Misstrauensvortum gegen den Vorsitzenden, das - berraschend knapp - scheiterte.

2. Danach folgte eine beispiellose Schmutzkampagne gegen mich, die ich mit Strafanzeigen und einstweiligen Verfgungen erfolgreich abwehren konnte und denen der Gesamtvorstand des Bundesverbands taten- und wortlos zusah. Die innerverbandliche Opposition in Berlin wurde um so strker und das "Recherchegruppe-Blog", das ich damals startete, die wichtigste Informationsquelle fr DJV-Interna.

3. Im Juni 2004 musste sich Kulpok einer Kampfabstimmung mit einem Gegenkandidaten stellen, den wir - zu fnft - ausgesucht hatte: Gerhard Kothy. Mittlerweile hatte aber im Nachbarverband
DJV Brandenburg eine Truppe um Torsten Witt die Macht bernommen; ein Teil dieser Leute wechselte in den DJV Berlin, um Kulpok die Macht zu sichern (Codename: "Operation Weier Ritter"), ein Teil wurde von Kulpok mit dem Versprechen in den Verband gelockt, es gebe eine "Schnuppermitgliedschaft". Diese Herrschaften sicherten am 5. Juni 2004 Kulpok die Wiederwahl, obwohl es zweifelhaft ist, ob berhaupt alle berechtigt waren abzustimmen. Leider lie sich die Mehrheit der Opposition, aufgestachelt von selbst ernannten "Politprofis", dazu verleiten, mit der Attitude der beleidigten Leberwurst nach der Niederlage den Saal zu verlassen, was dazu fhrte, dass der Vorstand fast komplett mit Kulpoks Groupies besetzt wurde..

4. Kothy rief die Opposition noch zunchst dazu auf, im
DJV Berlin zu bleiben. Der Bundesverband jedoch bestrkte die Auszgler darin, einen neuen Verband zu grnden. Im DJV Brandenburg hatte sich ebenfalls eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen zusammengefunden, um Witt und seine Leute wieder zu vertreiben. Sogar die erforderliche Anzahl von Unterschriften war schon zusammen, um einen Gewerkschaftstag zu erzwingen. Das Vorhaben wurde aber leider nicht weiter verfolgt, weil der Bundesverband auch in Brandenburg eine Spaltung und Neugrndung favorisierte - mit fatalen Folgen.
Titel Journalist
Hinter der Strategie des DJV-Bundesverbands stand die abwegige Idee, die Mitglieder des
DJV Berlin und des DJV Brandenburg wrden in Scharen in die neu zu grndenden Verbnde berwechseln und die Probleme Kulpok bzw. Witt wrde sich von selbst erledigen. Das ist natrlich grober Unfug, weil die Mehrheit der Mitglieder Karteileichen sind, uninformiert und - salopp gesagt - Opportunisten und/oder Schlafmtzen, die Vereinsmeierei nicht interessiert und denen auch egal ist, was mit ihren Mitgliedsgeldern geschieht. So geschah es: Kaum jemand wechselte.

5. Der
Verein Berliner Journalisten wurde gegrndet, ich aber - obwohl der Initiator der Opposition - dazu ausgeladen, weil die ffentlich-rechtlichen Tunnelblicker, die die Opposition mittlerweile dominierten, in jedem eine Gefahr sehen, der in freier Wildbahn aufgewachsen ist, Hierarchien grundstzlich in Frage stellt und berhaupt immer Widerworte gibt. Das neue Pendant dazu in Brandenburg hie Brandenburger Journalisten-Verband. Die Wiederwahl Kulpoks im Juni wurde zwar erfolgreich vor Gericht angefochten, als diese aber wiederholt wurde, war ein groer Teil der Opposition dummerweise schon nicht mehr Mitglied und konnte nicht abstimmen.

6. Der Bundesverband versuchte gleich mehrfach, seine beiden "ungeliebten" Verbnde
DJV Berlin und DJV Brandenburg auszuschlieen. Alle Ausschlsse scheitern klglich und wurden vor Gericht fr nichtig erklrt.

7. Der Bundesverband finanzierte aber, spter auf dem Umweg ber die Landesverbnde, die neuen Verbnde. Das Resultat: Der
Verein Berliner Journalisten und der Brandenburger Journalisten-Verband haben zusammen rund eine halbe Million Euro Schulden, die aus den Krediten - der "Anschubfinanzierung" - herrhren. Das Landeskriminalamt Berlin ermittelt zur Zeit wegen Insolvenzverschleppung - es liegt eine bilanzielle berschuldung vor. Auch die Erklrungen des Bundesverbands, er wrde auf seine Gelder vorerst verzichten, sind laut eines Gutachtens, das dem LKA vorliegt, gegenstandslos. Wenn der Bundesverband seine Kredite abschriebe, verlagerte sich der Schuldenberg nur: Er msste eine halbe Million Eure Minus in die Bcher nehmen, was wiederum ihn gefhrden wrde, weil er kaum noch Geld hat. Schenken kann man es den Landesverbnden auch nicht: Es fielen 29 Prozent Schenkungssteuer an.

8. Der
DJV Berlin hat mittlerweile prophylaktisch Insolvenz angemeldet - auch wegen bilanzieller berschuldung, nicht wegen Zahlungsunfhigkeit. Der aktuelle Stand sieht aber so aus, dass die Erffnung des Insolvenzverfahrens vermutlich abgewehrt werden kann. Der zustndige Gutachter Rechtsanwalt Frege hat dem Vorstand des DJV Berlin mitgeteilt: "Ich bitte Sie, Ihre Mitgliedschaft in dem Verein aufrecht zu erhalten, so dass der Verein weiter die Mitgliedsbeitrge als Einnahmen verbuchen kann. Wenn der stetige Zufluss der Mitgliedbeitrge gesichert ist, wird der Verein die Krise aller Voraussicht nach berwinden. Der DJV Brandenburg hingegen ist als einziger der vier Verbnde finanziell gesund und hat sich sogar vor dem OLG Brandenburg Geld vom Bundesverband als Untersttzung erstritten.

9. Ganz anders sieht es fr den
Verein Berliner Journalisten und den Brandenburger Journalisten-Verband aus, die gestern fusioniert haben wollen und sich Journalisten-Verband Berlin-Brandenburg nennen. Bei der Mitgliederversammlung, auf der die Fusion verhandelt wurde, erschienen nur knapp 80 von insgesamt rund 1600 Mitgliedern, also rund fnf Prozent. Kothy soll, das sagen Zeugen, angeblich behauptet haben, man habe nur "aus Rcksicht" auf den DJV Berlin nicht das Krzel DJV mit in den Namen genommen. Das ist wie gewohnt Bldsinn, weil der Erweiterte Vorstand des DJV Berlin entschlossen war, dagegen zu klagen - Titel Journalistund auch erfolgreich gewesen wre. Wie man von den Schulden wegkommen will, wusste niemand. ber die Ermittlungen des LKA wurden die Mitglieder im Unklaren gelassen. Aber die interessierten sich auch nicht dafr.

Ohnehin hat man die Angelegenheit der Fusion nur halbherzig betrieben - alle Domains waren vorher schon weg. Jetzt muss man sich mit jvbb-oline.de behelfen. Der Bundesvorsitzende Konken entbldete sich nicht zu behaupteten, der
DJV Berlin wrde sich spter dem totgeborenen Kind "JVBB" anschlieen - als solle der Schwanz mit dem Hund wedeln. Das wird nicht geschehen, eher fliet die Spree in die Donau.

Und ob der fusionierte Verband berhaupt Bestand haben wird, wird sich in den nchsten Wochen entscheiden. Ich tippe auf:
JVBB offline.

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BURKS ONLINE 03.10.2007
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