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 [Dossier DJV in der Krise 33] Was sind schon 750 000 Euro?! Nchstes Thema anzeigen
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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
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BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 23:42 Antworten mit ZitatNach oben

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DOSSIER DJV IN DER KRISE 33

1. Vorbemerkung: Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat auf seinem Verbandstag am 09.11.2004 die beiden Vereine "Berliner Journalisten" und Brandenburger Journalisten-Verband e.V. in den DJV aufgenommen - zustzlich zu den schon existierenden Landesverbnden DJV Berlin und DJB Brandenburg. Letztere hatte der Bundesverband versucht auszuschlieen, was juristisch klglich scheiterte. 2. Vorbemerkung (zwei Jahre spter): Der DJV versucht schon wieder, seinen Landesverband DJV Brandenburg auszuschlieen. Der DJV Berlin, der Brandenburger Journalisten-Verband und der Verein Berliner Journalisten (VBJ) verhandeln zur Zeit ber eine Fusion. Der VBJ will jedoch nicht mit dem DJV Berlin - warum, kann niemand so recht erklren.

Was sind schon 750 000 Euro?!

JournalistLiebe Leserin, lieber Leser, bevor sie jetzt entsetzt oder gelangweilt wegzappen, weil es schon wieder ber das leidige Thema DJV geht: Heute reden wir ber groe Summen Geldes und Informationen, die mir darber investigativ zugeflogen sind, ber die Tatsache, dass die bergroe Mehrheit der organisierten Journalisten in Deutschland sich nicht dafr interessiert, was mit ihren Mitgliedsgeldern geschieht, ber die weitere unstrittige Tatsache, dass Apparatschiks und Ehrenmtler, die Gelder, die ihnen nicht gehren, sinnlos zum Fenster hinauswerfen und dennoch der Meinung sind, das sei alles gut so und sie mssten deshalb wiedergewhlt werden, auch wenn der Laden, den sie zu verantworten haben, so gut wie pleite ist. Genau, es kann sich nur um den DFB, den DJV oder einen anderen deutschen Verein handeln. Vereinsvorstnde, sind sie noch nicht im 21. Jahrhundert und in der Epoche des Internet angekommen, pflegen zwei Motti zu haben: "Avanti Dilettanti" und "Wenn ihr mich weghaben wollt, msst ihr mich schon erschieen." Letztes sieht man insbesondere im DJV Baden-Wrttemberg auf's Schnste verwirklicht.

Jetzt aber, husch!, zum Thema. Worber werden die rund 40 000 Mitglieder des Berufsverbands nicht informiert? Zum Beispiel darber, wieviel die Ausschlsse, die unzhligen und zumeist verlorenen Gerichtsverfahren und die Finanzierung der zwei neuen Bundesverbnde gekostet haben, woher das Geld kam und wo es geblieben ist. Auf keiner offiziellen Website des DJV sind darber zufrieden stellende Angaben zu finden. Also muss dieses kleine frauen- und familienfreundliche Forum die gewohnt aufklrerische Rolle bernehmen.

Im Jahr 2004 erhielt der neue Brandenburger Journalisten-Verband e.V., der jetzt rund 350 Mitglieder hat, rund 182 000 Euro, im Jahr 2005 135 000 Euro. Der Verein Berliner Journalisten (VBJ) sackte 2004 rund 152 000 Euro ein, 2005 - also im letzten Jahr - 195 000 Euro. Interne Schtzungen im DJV gehen davon aus, dass die Gerichtskosten, die (ungltigen) Ausschlsse betreffend, mindestens 90 000 Euro betragen. Dazu kommen noch die Kosten fr den auerordentlichen Verbandstag 2004 und und und. Alles in allem hat der Unfug rund 750 000 Euro gekostet, also eine dreiviertel Million alias 1,5 Millionen DM. Und was ist dabei herausgekommen? Nichts, gar nichts. Es ist alles wie vorher, die beiden ausgeschlossenen Verbnde sind immer noch Mitglied, und zwei weitere hngen am Tropf. Und der DJV hat seine gesamten Rcklagen aufgezehrt. Super. Ich schrieb schon: Avanti Dilettanti. Und der Bundesvorstand bernimmt selbstredend nicht die Verantwortung, sondern mchte wiedergewhlt werden, als sei nichts passiert. Na klar: Ich bin's nicht gewesen, Adolf Hitler oder jemand anderes ist es gewesen. Oder Hubert Engeroff.
Journalist
Man kann das ausrechnen: Ich zahle 17 Euro im Monat, also 204 Euro im Jahr Beitrag. Ich msste also mehr als 3000 Jahre Mitglied sein, um auf die Summe zu kommen, die der Bundesvorstand gerade verballert hat. Oder: Bei der stolzen Dreivierteilmillion handelt es sich um die jhrlichen Mitgliedsbeitrge von rund 3677 Mitgliedern, wenn diese einen durchschnittlichen Beitrag zahlten. Der DJV Berlin hatte ungefhr so viele Mitglieder vor seiner Spaltung. Aber was soll's: Das Geld ist weg, und niemand kmmert es. Deutsches Vereinswesen eben.

Doch halt. Die Sache war komplizierter. Diverse Landgerichte hatten dem DJV verboten, die neu gegrndeten Landesverbnde in Berlin und Brandenburg direkt zu untersttzen. Das widersprche der Pflicht des DJV, alle gleich zu behandeln. Bis dahin gab es eine Art Lnderfinanzausgleich - die Landesverbnde, die selbst finanziell nicht lebensfhig waren - wie die im Beitrittsgebiet - bekamen Geld vom Bundesverband. Also lie man sich etwas einfallen. Jetzt liefen die Gelder zuerst vom DJV Baden-Wrttemberg, dann vom DJV Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg und Berlin. Dummerweise verga man, dass bei der Transaktion von Geldern zwischen unabhngigen Vereinen 29 Prozent Schenkungssteuer fllig werden. Dann trudelten bse Briefe von Finanzmtern ein, und, um das Unheil irgendwie zu vermeiden, wurden die Gelder flugs in Darlehen umgerubelt. Ob die Finanzbehrden die A-posteriori-Aktion akzeptieren, wei noch niemand. Das hatte aber wiederum zur Folge, dass die Darlehensnehmer dadurch berschuldet sind (vgl. spiggel.de, 17.07.2006: "Zu jung zum Sterben?") und eigentlich zum Insolvenzrichter mssten. Und die Darlehensgeber wie der DJV NRW mssen mit die fehlenden Gelder, die sie ohnehin nie wiederbekommen werden, aber in den Bchern stehen, ihren Mitgliedern erklren, falls die denn auf die Idee kmen zu fragen. Avanti Dilettanti.

Jetzt mchte der Bundesvorstand gern einen so genannten "Regionalverband" Berlin-Brandenburg grnden, in den der DJV Berlin, der VBJ und die kleinen Brandenburger hineinmarschieren sollen. Den DJV Brandenburg und seine rund 600 Mitglieder will man raushaben. Sollen die doch zur dju oder sonstwohin. Der Vorstand gefllt uns nicht. Dafr setzen wir 600 Journalisten vor die Tr. Ist uns doch egal. Es kommt ja eh nicht mehr darauf an. Und auch die PR-Wirkung geht uns am Ges vorbei.

Das mit dem Regionalverband wird aber nicht funktionieren. Vermutlich hofft man, den VBJ und den Brandenburger Journalistenverband in die Insolvenz treiben zu knnen, um dann in einen neuen Verein ohne Schulden flchten zu knnen. So etwas sehen Gerichte aber gar nicht gern. Stichwort "Rechtsnachfolge" undsoweiter. Und warum sollte der DJV Berlin, dessen Vorstand gerade einen Sanierungsplan verabschiedet hat, sich auflsen, nur weil der VBJ, trotzig wie ein pubertierendes Mdchen, keinen Bock auf eine Fusion hat? Der Verfasser dieser unmageblichen Zeichen wird dafr sorgen, dass das nicht geschieht.
Geibel
Nein, es wird ganz anders kommen. Der Brandenburger Journalisten-Verband und der Verein Berliner Journalisten (VBJ) mssen sich zum Beitrittsgebiet erklren, ihre Mitglieder in den DJV Berlin berweisen - und dann jeweils bei sich das Licht ausmachen. Ganz ohne "Regionalverband". Dann gbe es wieder nur einen finanziell gesunden Landesverband DJV Berlin-Brandenburg, der genug Mitglieder htte, um sich aus eigener Kraft schnell zu sanieren. Und auch der DJV Nordrhein-Westfalen wrde sein Geld wiedersehen. Bei allen anderen Denkmodellen nicht. Was sprche dagegen? Nichts Rationales. Nur die irrationale Gruppendynamik bei Kothys. Aber wie schon gesagt: Was sind schon 750 000 Euro? Fr den DJV nur Peanuts.


Bild Mitte: Dr. Michael Rediske, 2003/4 Geschftsfhrer des DJV Berlin (aus: Wort, Bild & Ton), heute Leiter der Geschftsstelle des VBJ.

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