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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 17.05.2006, 02:08 Antworten mit ZitatNach oben

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VEREINSMEIEREI
Oderint, dum metuant
FriedagIch muss die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser leider schon wieder mit Vereinsmeierei behelligen. Warum ist das wichtig? Die Jugend, insbesondere der journalistischen Nachwuchs, kann zwei Dinge lernen: In der Demokratie hat derjenige die Macht und das Herrschaftswissen, der die Regelwerke kennt und studiert hat und nach seinen Weisungen handelt. Alles, was nicht in der Satzung oder im Vereinsrecht steht und besttigt wird, ist Feuilleton, vielleicht schn, aber ohne Wirkung. Zum Zweiten: Man kann etwas erreichen, zum Beispiel unfhige und selbstherrliche Vereinsmeier aus ihren mtern zu kegeln, auch wenn es manchmal lnger dauert.

Heute mchte ich im Sinne aller Pfadfinder ein gutes Werk tun - obwohl ich wei, dass es mir niemand danken wird und ich auch sonst nicht belohnt werde, weder durch hhere Wesen noch durch materielle Gter. Es werden nur einige Leute mit den Zhnen in meine Richtung knirschen. Ich werde heute beim Amtsgericht Charlottenburg einen Brief mit folgendem Inhalt abgeben:

Amtsgericht Charlottenburg 17.05.2006
Auenstelle Kantstrae 79
10627 Berlin
Vereinsregister
z.H. Rechtspflegerin Frau Hermanns

Kopie an:
Vorstand DJV Berlin
Lietzenburger Str. 77
10719 Berlin

VR 4777 Nz -
Deutscher Journalisten-Verband Berlin e.V.

Sehr geehrte Frau Hermanns,
Ich hatte Widerspruch gegen die Konstituierung der Hauptversammlung des DJV Berlin am 10.12.2005 eingelegt. Dieser Widerspruch sollte dem Protokoll als "Anlage 1" beiliegen. Sie haben den Vorstand des DJV Berlin zu einer Stellungnahme aufgefordet.

Ich nehme meinen Widerspruch hiermit zurck.

Ich bin zwar der Meinung, dass mein Widerspruch berechtigt war, und das wurde mir informell von Mitgliedern des Vorstands des DJV Berlin auch besttigt. Der Vorstand hat jedoch glaubhaft versichert, dass er bemht ist, die Missstnde der Vergangenheit aufzuklren und auch die Verantwortlichen fr die zahlreichen Verste gegen die Satzung zur Rechenschaft zur ziehen.

Zum Anderen sind diejenigen, die fr die nicht ordnungsgeme Einladung zur Hauptversammlung verantwortlich waren, auf eben dieser abgewhlt worden. Ich gehe davon aus, dass der jetzige Vorstand gewillt ist, sich an die Satzung zu halten.

Leider muss man auch konstatieren, dass der Versammlungsleiter am 11.12.2005 - gelinde gesagt - eine Katastrophe war und von Vereinsrecht offenbar keine Ahnung hatte. Dieser Kollege war aber kein Mitglied des DJV Berlin. Somit trifft den jetzigen Vorstand auch keine Schuld.

Vielen Dank fr Ihre Arbeit - mein Vertrauen in die Mitarbeiter des Amtsgerichts Charlottenburg ist besttigt worden.

Mit freundlichen Gren
Burkhard Schrder

Und das kam so: Wie auf der berchtigten Website recherchegruppe.tk zu lesen war, putschte die Opposition im Deutschen Journalisten-Verband, Landesverband Berlin - dank der tatkrftigen Hilfe der rstigen Rentner - den unfhigen Vorstand fast komplett ins vereinspolitische Nirwana. Avantgarde der Vernunft war der Ehrenvorsitzende Herwig Friedag (der brigens morgen 85 Jahre alt wird), der in einer sehr emotionalen Rede dem damaligen Amtsinhaber erklrte, dass selbst die Alten im Verband ihn dorthin wnschten, wo der Pfeffer wchst. Nach dieser Rede schwenkten selbst die Rentner, die den Vereinvorsitzenden auch dann wiederwhlen wrden, wenn der einen Angriffskrieg gegen Andorra mit Verbandsgeldern plante, auf die Linie der Opposition um.

Die Guten haben also gewonnen. Es gibt noch einige Versprengte, die den alten West-Berliner Zeiten nachtrauern, als man das Geld der Mitglieder mit beiden Hnden zum Fenster hinauswarf und man sich um Demokratie und Transparenz den Teufel scherte. Die blockieren aus Prinzip alles, was nach Zukunft und nach modernem Berufsverband aussieht. Ein Vorstandsmitglied, der Anfhrer der Intriganten, den SPD-Mitglieder bezichtigen, als eine Art ultrarechter Politkommissar von Gnaden des Oberfilzen Landowskys zu agieren und der immer noch seinen Stahlhelm aus dem Kalten Krieg auf dem Kopf hat, um besser aufzufallen, wehrt sich verzweifelt gegen Glasnost und Perestroika, die im DJV Berlin Einzug gehalten haben, hat aber zum Glck keinen Erfolg. Man kann fest damit rechnen, dass der Kollege sptestens nach der Fusion der zur Zeit noch getrennt agierenden beiden Landesverbnde des DJV Berlin seinem abgesgten Vorsitzenden auf die Pfefferplantage folgt, zumal er im Sommer ohnehin in Rente geht. Soweit Klatsch und Tratsch fr die Insider.

Ich habe trotz des Sieges der Guten prophylaktisch Widerspruch gegen die Konstituierung der Hauptversammlung im Dezember 2005 beim Amtsgericht Charlottenburg eingelegt. Mein Misstrauensantrag gegen den alten Vorstand war der Einladung zur Mitgliederversammlung nicht beigefgt worden, offenbar weil der Vorstand meinte, man solle die Mitglieder nicht mit Fakten ber die Schweinereien und Skandale behelligen, die man selbst angerichtet hatte und die der Antrag auflistete. Verstndlich, nur sind im Vereinsrecht zum Glck gegen diese miese Trickserei einige Sicherungen eingebaut.

Bei Misstrauensantrgen - so genannte "Antrge von groer Wichtigkeit" - mssen diejenigen, die whlen, sich vorher ber das Pro und Contra informieren knnen. Geschieht das nicht und widerspricht danach jemand beim zustndigen Amtsgericht, kann das die ganze Veranstaltung fr ungltig erklren. Ein neu gewhlter Vorstand ist erst dann offiziell im Amt, wenn die Namen und Wahlergebnisse beim Amtsgericht eingetragen sind. Alles andere ist, wie gesagt, Feuilleton. Der Antragsteller muss seinen Widerspruch dann zu Protokoll gegeben haben, wenn zu Beginn der Versammlung der Leiter feststellt, ob ordnungsgem eingeladen worden ist. Vereinsmeierei ist Demokratie im Terrarium, funktioniert genau so wie im Groen und kann im Kleinen also gut studiert werden. Liebe Jugend, die Tricks und Fallstricke des Vereinsrechts muss man kennen!

In diesem Fall war der Versammlungsleiter, dessen Name hier nicht genannt werden soll, ebenso unfhig wie der spter abgewhlte Vereinsvorsitzende. Im DJV der alten Schule ist es so, dass nicht jemand, der sich auskennt, einen Posten bekommt, sondern derjenige, der die richtigen Leute kennt. Das fhrt dazu, dass manchmal die grten Pfeifen das Sagen haben - deutsche Vereinskultur eben und keine Eigenart des Journalistenverbands: Das Korken-Prinzip besagt, dass am Schluss immer der mit dem geringsten Gewicht oben schwimmt.

Wir geraten zu spter bzw. frher Stunde ins Plaudern. Ich habe mir neulich die Akten ber den DJV Berlin im Amtsgericht noch einmal angesehen und auch die schriftlichen Anmerkungen der zustndigen Rechtspflegerin im Protokoll. Da DJV Berlin bemchtigte sich meiner eine groe Unruhe. Es sah so aus, als wrde ich in Gnze Recht bekommen und als sprche mein Widerspruch dem Gericht aus dem Paragrafen-Herzen. Es drohte also, dass das Organ der Rechtspflege dem neuen Vorstand des DJV Berlin mitgeteilt htte, dass dieser gar nicht im Amt sei und wieder nach Hause gehen knne. Dann wre der alte Avanti-Dilettanti-Vorstand wieder inthronisiert worden, was nicht nur das hchste aller Wesen, sondern alle himmlichen und hllischen Heerscharen gemeinsam verhindern mge und was bewiesen htte, dass der Weltgeist sich eines pechschwarzen Humors befleiigt.

Ich geniee also das Gefhl, recht gehabt und getan zu haben und dass man sich auf die Macht der Regelwerke verlassen kann und dass ich, wenn der Fall der Flle eingetreten wre, vermutlich einen ganzen Vereinsvorstand im Alleingang weggesprengt htte. Aber das will bekanntlich niemand, weil sich im DJV Berlin jetzt alle wieder liebhaben. Es soll ihnen eine Lehre sein. Oderint, dum metuant. Bis zum nchsten Mal in diesem Vereinstheater!

Fotos: Herwig Friedag 2003 (oben, Karsten Thielker), Bernd Lammel, der neue Vorstand des DJV Berlin (unten, Burks)

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BURKS ONLINE 18.05.2006
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