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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6761
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BeitragVerfasst am: 06.05.2007, 21:30 Antworten mit ZitatNach oben

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ONLINE-DURCHSUCHUNGEN, DIE 985STE
Auch du, meine Christiane?
Heute habe ich eine sehr traurige Pflicht zu erfllen. Ich muss eine sehr geschtzte Kollegin in die Pfanne hauen. Aber wat mutt, dat mutt, sagte irgendjemand. Man kann auch an Sodom und Gomorrha denken und die dort sinngem gestellt Frage: Gibt es denn wenigstens drei Journalisten, die nicht bekloppt sind? Ja, es gibt sie und ich oute sie hiermit: Giesbert Damaschke, Falk Lke und Jrgen Kuri sind bisher nicht auf den Hoax "Online-Durchsuchungen" hereingefallen, das habe ich schriftlich, wohl aber die meisten Anderen. Ich bin jedenfalls nicht allein mit meiner These: Online-Durchsuchungen privater Rechner hat es bisher nicht gegeben und wird es auch zuknftig - schon aus technischen Grnden - nicht geben.

Leider ist jetzt Christiane Schulzki-Haddouti auf die dunkle Seite der Macht alias Focus gewechselt, vertritt also auch die durch keinerlei Fakten besttigte Verschwrungstheorie. "Online-Durchsuchungen ein Kinderspiel - Polizei und Geheimdienste besitzen schon lange Werkzeuge, um Computer von Verdchtigen heimlich zu durchsuchen." Da sind wir aber gespannt.

"...dass die Sicherheitsbehrden bereits seit zwei Jahren auf Basis einer Dienstvorschrift auf heimliche Hackertouren gehen. Sie sollen in weniger als zwlf Fllen auf Privatcomputer zugegriffen haben." Wahr oder Falsch? Falsch. Details stehen in meinem Blog "Schuble ist nackt" vom 28. April. "Sie sollen" - ist das etwa Journalismus? Nein, das vermutet irgendjemand, es gibt keine Fakten, nur Eigenwerbung der Schlapphtte und anderer unseriser Quellen. Es soll hhere Wesen geben, behauptet der Papst. Wahr oder falsch? Wahr ist auch, dass die deutsche Journaille immer mehr dazu bergeht, bloe Gerchte zu verbreiten, anstatt die Regel eisern zu befolgen: Publiziere nie etwas, dass du nicht von drei unabhngigen Quellen besttigst bekommen hast!

"In Nordrhein-Westfalen darf der Verfassungsschutz bereits seit einigen Monaten Computer online durchsuchen." Wahr oder falsch? Falsch, denn es geht nicht um private Computer, die der Vorsatz suggeriert. Das ist hanebchen und vollends unseris. Noch einmal zum Mitschrieben: Der Verfassungschutz durchsucht "Internet-Festplatten" - genauso wie ich brigens. Die Details htte Christiane in meinem Telepolis-Artikel nachlesen knnen - ich wiederhole das hier schnell noch einmal:

"Was mit "Internet-Festplatten" gemeint ist, kann man nur vermuten: Festplatten in den Rechnern der Provider, im Gegensatz zu privaten Festplatten, die manchmal offline sind? In Paragraf 5, Absatz 11 des neuen Verfassungsschutzgesetzes von Nordrhein-Westfalen, ber das Wolf geredet hatte, steht ber die Aufgaben des Dienstes: 'heimliches Beobachten und sonstiges Aufklren des Internets wie insbesondere die Teilnahme an seinen Kommunikationseinrichtungen bzw. die Suche nach ihnen, sowie der heimliche Zugriff auf informationstechnische Systeme auch mit Einsatz technisches Mittel.' Paragraf 5a Absatz 2 regelt die Vorratsdatenspeicherung. Der Begriff "Internet" taucht nur einmal auf, von Software zum Aussphen oder gar "Trojanern" ist nicht die Rede.

Am 31.08. zitiert der Heise-Newsticker beim Thema "Zugriff auf Internet-Festplatten" wiederum den besagten Artikel der Welt, auch im Dezember wird die Formulierung "verdeckter Zugriff auf "Festplatten" nur wiederholt. In der berschrift ist aber schon von einer 'Online-Durchsuchung von PCs durch Strafverfolger' zu lesen. Das wre nur korrekt, wenn man die Teilnahme eines Verfassungsschtzers an einem Chat etwa im DALnet als "Online-Durchsuchung" interpretiert.

Mit dem Begriff "Internet-Festplatten" ist die urbane Legende aber schon nicht mehr totzukriegen. Am 01.09.2006 wird es in Telepolis ("Der Verfassungsschutz soll "Emails auf Festplatten" lesen drfen") etwas konkreter. Es geht wieder nur um das neue Verfassungsschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen. Florian Rtzer umschifft elegant die eigentlich interessanten Frage: Was ist eine Online-Durchsuchung? Der Verfassungsschutz drfe 'Homepages' beobachten und "Emails auf Festplatten" lesen. Websites zu beobachten ist technisch nicht aufwndig, jeder Surfer kann also 'offensive Internetbeobachtung', wie es im Behrdenjargon heit, betreiben. Aber wie will man - vielleicht sogar verschlsselte - E-Mails lesen, gar auf fremden Rechnern? Wiederum nichts Konkretes darber, wie die Behrden technisch in die Computer Verdchtiger eindringen knnten."

Was darf und macht also der Verfassungsschutz? Nicht Genaues wei man nicht. Das hindert Focus aber nicht daran, suggestiv zu behaupten, die Dauerskandal-Behrde sphe die Rechner von Privatpersonen aus. Und natrlich geben die Behrden "keine Auskunft". Dann kann man ja nach Herzenslust faktenfrei herumspekulieren.

Zitat:
"...'praxisbezogene Lehrveranstaltungen', die zum Beispiel an den Schulen des Bundesnachrichtendienstes und fr Strategische Aufklrung der Bundeswehr durchgefhrt werden. Dort steht 'Entzifferung' das Knacken verschlsselter Wrter und Texte auf dem Lehrplan, ebenso wie 'Elektronischer Kampf'. Beides sind notwendige Fhigkeiten fr das Online-Hacking." Auch das ist kompletter Bldsinn. Seit wann kann man asymmetrische Krypografie entschlsseln? Die Autorin msste das wissen, denn ich habe schon mir ihr verschlsselt E-Mails ausgetauscht.

"In Unternehmen werden schon seit Jahren Werkzeuge eingesetzt, mit deren Hilfe Experten Rechner im laufenden Betrieb durchsuchen knnen, ohne selbst vor Ort zu sein und ohne verdchtige Spuren zu hinterlassen." Richtig, aber das sind keine Online-Durchsuchungen privater Rechner. Dazu muss man in einem Firmen-Netzwerk sitzen und den Admin-Zugriff auf alle Rechner haben. Das geht aber nicht bei Fremdrechnern. Oder man muss in die Wohnung des Verdchtigen einbrechen und versuchen, eine Software unbemerkt einzupflanzen. Auch das ist nicht so einfach, wenn das BIOS geschtzt und die Kiste ausgestellt ist.

"Von der amerikanischen Bundespolizei FBI ist bekannt, dass sie seit dem Jahr 2000 entsprechende digitale Werkzeugksten entwickelt." Geht es nicht etwas genauer? Auch das ist eine Verschwrungstheorie und glatt falsch. Dazu ein Zitat aus Telepolis:

"Eine Mglichkeit wre, in den Computer ber das Internet einen Trojaner einzuschleusen. Das knnte ber eine Email geschehen, es knnten auf Webseiten oder Chats Trojaner ausgelegt werden oder man durch Angriffe die Firewall eines Rechners lahm legen, um einen Trojaner oder ein anderes berwachungsprogramm einzuschmuggeln. Das FBI hatte Ende 2001 besttigt, dass es an einem solchen Trojaner arbeite, der als Magic Lantern bezeichnet wurde. Danach versiegten allerdings die Informationen. Der Trojaner msste so gemacht werden, dass er von den vorhandenen Antiviren-Programmen nicht erkannt wird."

Damit ist das Thema schon durch. Die beiden nchsten Zwischenberschriften bei Focus sagen genug: "Virenschutz hilft gegen Attacken" und "Anti-Viren-Hersteller wollen nicht kooperieren". Es geht also nicht, von Linux- und MacIntosh-Rechnern ist erst gar nicht die Rede.

Die berschrift des Artikels ist also nicht nur glatt gelogen, sondern auch noch bewusst irrefhrend, weil das Fazit des Artikels ihr entgegensteht.
"Bekannt ist, dass es Trojaner gibt, die sich im Computersystem so gut verstecken knnen, dass sie mithilfe blicher Anti-Viren-Programme nicht so leicht gefunden werden knnen." Ceterum censeo:; Nicht mit meinem Linux und nur auf Windows, hinter dem ein DAU sitzt. Langsam kann ich das Gefasel nicht mehr hhen.

Ergo: Der Focus-Artikel hat weder bewiesen, dass es Online-Durchsuchungen gibt noch, dass sie berhaupt mglich wren - wenn der Verdchtige nicht total dmlich und ein Computer-Laie ist. So etwas zu schreiben, wenn man es eigentlich besser wissen msste, finde ich schon unanstndig, Christiane.

Nachtrag (20.05.) Focus Online hat jetzt den Titel gendert - es heisst nicht mehr "Online-Durchsuchungen ein Kinderspiel , sondern: "Wie staatliche Hacker arbeiten".

Die Fotos zeigen mich bei einer Online-Durchsuchung meiner Weltraumstation in Secondlife - man beachte die schusssichere Weste (hilft gegen Aliens und andere Verfassungsschtzer) und das Megafon!
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BURKS ONLINE 06.05.2006
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