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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 25.11.2004, 23:11 Antworten mit ZitatNach oben




POLITIK
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HELMUT SCHMIDT SPRICHT AUS, WAS ALLE DENKEN

In die Tonne mit Multikulti!

Von Burkhard Schrder


fremde KulturAltbundeskanzler Helmut Schmidt hat dem Hamburger Abendblatt ein Interview gegeben, dessen Ruf wie ein Donnerhall durch die Presse rauscht. Salopp formuliert: Multikulti sei out. Genau das steht brigens auch als Kapitelberschrift in meinem Bchlein "Nazis sind Pop". Die Diskussion ber die Schmidtschen Thesen lehrt nur eins: es gibt keinen, aber auch nicht den geringsten Unterschied zwischen Mainstream und "Rechtsextremismus". Insofern ist das mediale Getse pure Symbolik und Heuchelei dazu.

Die Kernstze: "Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, da sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, da wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten."
fremde Kultur
"Fremde Kulturen": da gibt es ein Problem. Wenn man einen beliebigen der zahllosen mit Textbausteinen an der Diskussion Beteiligten fragte: Was ist eigentlich Kultur?, bekme man keine intelligente Antwort. Genausowenig auf die viel schwierige: was sind multiple Kulturen alias Multikulti? So etwas wie der k.u.k.-Vielvlkerstaat? Oder ein allgemeines Tohuwabohu, angesiedelt irgendwo zwischen Klezmer-Musik, sorbischen Osterreitern, Sabrina Setlur und Currywurst? Und alle sind unerbittlich tolerant zueinander - will sagen: es wre grauenvoll, wie bei Pfarrers zu Hause und das Ende aller Tage msste sehnlichst herbeigewnscht werden?

Hren wir die blichen Verdchtigen: Michael Glos, selbst bei der CSU extrem rechtsauen, zu Fulda.info: "Eine Demokratie braucht ein Band gemeinsamer Werte und eine gemeinsame Sprache, damit Konflikte friedlich ausgetragen werden und alle an ffentlichen Debatten teilnehmen knnen." Wie meint er das nur? Soll es sein wie in den USA, Indien oder Ex-Jugoslawien? Im Stern vom Januar 1999 wurde er deutlicher: "Wir wollen nicht, dass sich hier Lebensformen etablieren, die nicht deutsche sind, wo man nicht unsere Bruche pflegt." Vermutlich passt Glos auch nicht die Lebensform der Neger, die bei Multikulti fr frohe Farben und das Trommeln vorgesehen sind.
fremde Kultur
Ein Vertreter des Kapitals sieht Immigration unter dem nchternen Gesichtspunkt, ob es eine gefgige industrielle Reservearmee gibt: "Wir brauchen auch in Zukunft bei Engpssen die Mglichkeit, Fachkrfte aus dem Ausland anzuwerben". Der Mensch muss dorthin, wo der Kapitalist Profite machen will. Wenn nicht, wird er wieder in die Pampa abgeschoben. So steht es schon bei Karl Marx.

Peter Glotz, SPD, wird in Focus zitiert: er bemngelt insbesondere den Zustrom von Auslndern aus moslemischen Lndern. Man htte bei der Anwerbung von Moslems vorsichtiger sein sollen. Ach ja? Seit wann ist die Trkei ein moslemischer Staat? Und hat Herr Glotz schon einmal etwas von den Aleviten gehrt? Und warum sind die Moslems jetzt bser als Christen, Juden und andere Verehrer hherer Wesen? Immerhin fhrt der oberste extrem gottesfrchtige Bushkrieger gerade einen Kreuzzug des Guten gegen das Bse. Und die Kollateralschden sind recht erheblich. Die Muslime mssen dran glauben, weil sich das bei den anderen nicht so gut anhrte: Glos und Glotz kritisierten den Zustrom von Juden? Ganz schlecht.

Noch einmal ganz langsam: Multikulti ist out, weil es Kulti gar nicht gibt. Und "Kulturen" knnen nicht zu anderen tolerant sein. Die Juden nicht tolerant gegenber den Christen, die Afrodeeutschen nicht gegenber den Rassisten, und die Atheisten nicht gegenber Jehovas Zeugen und anderen Sekten.
fremde Kultur
Die Deutschen hatten die eine Idee, wie eine Nation politisch htte gedacht werden knnen. Zuerst suchten sie in der Antike, ob dort etwas zu finden sei, was sie als weltanschauliches Zwangskollektiv htte legitimieren knnen, dann bei den Germanen und Nibelungen. Und das reaktionre obrigkeitsstaatliche Preuen kmpfte in den so genannten "Freiheitskriegen" gegen den Code Civil des viel aufgeklrteren Frankreich.

Eine deutsche Kultur ist Fiktion. Eine trkische brigens auch. Kultur ist immer Mischmasch. Man lese nur die Satanischen Verse von Salman Rushdie. Das ist wahr Kultur, aus allen Traditionen, die eine moderne kapitalistische Gesellschaft versammelt, etwas Neues zu schaffen. Die Idee einer Kultur ist ein politisches Programm: anhand willkrlich gezogener Grenzen bestimmen zu wollen, wer dazugehren darf und wer nicht. Also: Glos und Schmidt raus aus der deutschen Kultur, Asamoah und Amewu Mensah rein.

Die Abbildungen zeigen fremde multiple Kulturen, die tolerant und lieb zueinander sein mssen.


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BURKS ONLINE 25.11.2004
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